IHK Ratgeber

Logistik und Reiseverkehr

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Noch ist die Reisefreiheit für Personen in Zeit des Coronavirus stark eingeschränkt. Der Güterverkehr soll jedoch weiter fließen. Wie sieht es genau aus, was ist mit der Einreise-Quarantäne und was ist zu beachten?

Inhalt

Aufhebung Einreise-Quarantäne und Corona-Tests

Europafahne
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Quarantänebestimmungen in Bayern

Wer aus

  • EU-Staaten, die nicht zum Risikogebieterklärt wurden
  • Island,
  • Liechtenstein,
  • Norwegen, der Schweiz
  • und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien
  • und Nordirland

nach Bayern einreist, muss seit dem 16. Mai 2020 nicht mehr in eine zweiwöchige Quarantäne. Dies ist in der Verordnung zur Änderung der Quarantäne-Einreise-Verordnung niedergeschrieben.

Corona-Tests

  • Passagiere haben an den Flughäfen die Möglichkeit, sich auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 testen zu lassen. Für Rückkehrer aus Risikogebietensind sie verpflichtend.
  • Die Testpflicht gilt nicht für Personen, die beruflich grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug befördern. Das heißt, LKW-Fahrer müssen sich in der Regel keinem Test unterziehen.

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Transporte in Europa

EU-einheitliche Hygieneregeln im Reiseverkehr

Der Europäische Rat hat sich auf einheitliche Standards beim Gesundheitsschutz im grenzüberschreitenden Reiseverkehr verständigt. Wichtig sind Abstand, Maskenpflicht und Hygiene.

Ziel ist es, dass Reisende wieder Vertrauen in den öffentlichen Personenverkehr haben und gleichzeitig das Infektionsrisiko minimiert wird.

Der Standard fordert die Einhaltung des Mindestabstands, das Tragen von Masken. Zudem wird darauf abgezielt, dass Fahrkarten überwiegend digital angeboten werden. Zudem soll die Frischluftzufuhr und Luftzirkulation in den Verkehrsmitteln optimiert werden.

Zudem ersucht der EU-Rat die EU-Kommission, die Koordinierung der Verkehrsleitlinien fortzusetzen.

Die Vereinbarung finden Siehier zum Download.

Informationen zu den aktuellen Grenzkontrollen erhalten Sie hier.

Beachten Sie auch die Warenverkehr in Zeiten von Covid-19: Übersicht der Einschränkungen der einzelnen Länder betreffen.

Die EU Kommission hat am 16. März 2020 Richtlinien veröffentlicht. Ziel ist, die Gesundheit zu schützen und gleichzeitig die Verfügbarkeit von Waren bei Grenzkontrollen zu gewährleiten.

Waren und Dienstleistungen

  • Dringende Warenlieferungen sollen Vorrang haben (Green Lanes)
  • Kontrollmaßnahmen dürfen die Lieferketten nicht gefährden
  • die Sicherheit von Fahren usw. muss immer gewährleistet sein.
  • Alle Einschränkungen müssen dokumentiert , angemessen und nicht diskriminierend sein.
  • Alle geplanten Einschränkungen sollen der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten rechtzeitig kommuniziert werden.

Lieferung von Waren

  • Der freie Warenverkehr soll gewährleistet bleiben. Insbesondere muss die Lieferkette für wichtige Produkte wie Medizingüter oder verderbliches Essen garantiert sein. Für diese Güter solle es bevorzugte Spuren (green lanes) an den Grenzen geben.
  • Es dürfen keine weiteren Nachweise für Waren verlangt werden, die legal in der EU gehandelt werden. Es gibt laut der European Food Safety Authority keinen Hinweis, dass Nahrungsmittel eine Übertragungsquelle für Covid-19 sind.
  • Allen Beschäftigten im Transportwesen müsse es möglich sein, die Grenzen zu überqueren. Ihre Sicherheit müsse gewährleistet sein.
  • Die Mitgliedsstaaten sollen alles tun, um Panik bei Konsumenten und überfällte Läden zu vermeiden.

Maßnahmen zur Sicherung der Gesundheit

  • Für Untersuchung von Menschen, die Symptome von Corona zeigen, muss Platz zur Verfügung stehen.
  • Informationsmaterial muss vorhanden sein.
  • Verdachtsfälle müssen isoliert und in medizinische Behandlung gebracht werden.

Interne Grenzen

  • Den EU-Staaten ist es erlaubt, an den Grenzen in Notfällen Kontrollen einzuführen. Diese Kontrollen müssen angemessen sein. Personen, die eindeutig krank sind, darf die Einreise nicht verwehrt werden. Medizinische Behandlung ist notwendig.
  • Alle Maßnahmen dürfen nicht diskriminierend sein.


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Busreisen und Ausgleichszahlungen für die Reisebusbranche

Busreisen sind seit dem 30. Mai wieder erlaubt.

Ausgleichszahlungen für die Reisebusbranche

Gestartet wurde vom Bundesverkehrsministerium ein Programm mit Ausgleichszahlungen. Busunternehmen können pro Bus bis zu 26.334 Euro für Vorhaltekosten und Vorleistungskosten pro Bus erhalten, die Unterstützung ist auf 800.000 Euro pro Unternehmen gedeckelt. Informieren Sie sich über die Ausgleichszahlungen für die Reisebusbranche.

Bitte beachten Sie das dafür erforderliche Hygienekonzept.

Mehr Infos

Informationen zum Einbau von Trennschutzscheiben im Linienbusverkehr

Seit Mitte März ist in Folge der Corona-Krise der vordere Einstieg bei Linienbussen inklusive der ersten Sitzreihe gesperrt. Auskünfte an Fahrgäste als auch der Fahrkartenverkauf in Regionalbussen sind daher beim Fahrer nicht mehr möglich. Aufgrund der Vorgaben aus dem Bundesinfektionsschutzgesetz ist der Einbau von Trennscheiben zum Schutz des Fahrers notwendig geworden.

Förderung zum Einbau von Trennschutzscheiben

Bayern fördert den Einbau von Trennschutzscheiben bei Linienbussen. Die Förderung soll bei größtmöglichem Infektionsschutz für das Fahrpersonal den Verkauf von Fahrkarten ermöglichen und für Betriebsstabilität durch Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten an allen Türen sorgen.

  • Gefördert wird die Nachrüstung von dauerhaften und fest verbauten Trenneinrichtungen für den Fahrerarbeitsplatz in allen öffentlichen und privaten Verkehrsunternehmen, die einen ÖPNV-Linienverkehr gemäß § 42 Personenbeförderungsgesetz (PBefG) in Bayern durchführen.

Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege einer Festbetragsfinanzierung in Höhe von 1.500 Euro je Fahrzeug bis maximal 90 % der tatsächlichen Ausgaben gewährt. Anträge können bis spätestens 31. Juli 2020 bei der zuständigen Bezirksregierung gestellt werden. Die Richtlinie tritt zum 31. Dezember 2020 außer Kraft. Alle weiteren Informationen finden Sie unter folgendem Link:

https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-380/

EinbaualternativenProvisorium (z.B. Makrolonfolien/-scheiben = Polycarbonat, splitterfrei)Festeinbau (Sicherheits- oder Kunststoffglas)
Verkehrssicherheitggf. Auftreten von Spiegelungen, Kratzempfindlichkeitenkeine Einschränkungen
Materialkostengünstig, einfachere Folienlösungen ab 200 Eurosolide, aber teure Festeinbaulösungen,
Kunststoffglas (ab 500 bis 1000 Euro), Sicherheitsglas ua von Busherstellern (ab 2000 Euro und höher)
TÜV-Kostenentfälltzwischen 80 bis 100 Euro für die TÜV-Abnahme mit Eintrag in die Fahrzeugpapiere. Voraussetzung: Einzelgutachten des Anbieters von Trennschutzscheiben oder Typenzulassung von Seiten der Busfirma liegt vor. Ansonsten sind Gutachter-kosten ab 8000 Euro mit zu berücksichtigen, um ein Erlöschen der Betriebserlaubnis für das Fahrzeug zu vermeiden und den Versicherungsschutz aufrecht zu erhalten.
Verpflichtung zur TÜV-AbnahmeNEIN, siehe nachfolgende ErläuterungenJA, Einzelabnahme (ggf. Übertragung auf Fuhrpark)
oder Vollgutachten erforderlich, um das Erlöschen der Allgemeinen Betriebserlaubnis für das Fahrzeug zu verhindern.
Fördermöglichkeitenkeine Förderung möglich, ggfs. Zuschuss durch Verkehrsverbund, öffentliche Aufgabenträger o.ä.Förderung durch Freistaat Bayern, Förderrichtlinie in Arbeit (Veröffentlichung vsl. Mitte Juni 2020, Inkrafttreten rückwirkend zum 1. Juni 2020)
FörderantragentfälltFörderung auf Antrag bei Bezirksregierung
Genehmigung bei vorzeitigem Maßnahmenbeginn notwendig!

Abnahme durch einen (technischen) Überwachungsverein

Die Bezeichnung „TÜV“ hat sich umgangssprachlich zu einem Synonym für technische Prüfungen entwickelt. Neben der Marke „TÜV“ gibt es weitere Überwachungsvereine am Markt, die als Sachverständige tätig werden und zur Abnahme berechtigt sind. Beispiels-weise Dekra, Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ), FSP Fahrzeug-Sicherheitsprüfung, Kraftfahrzeug-Überwachungs-organisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS).

GrundlageErläuterung
gesetzliche GrundlageStraßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
Abnahme: Notwendigkeitnur Teile, die fest verschraubt oder mit dem Fahrzeug fest verbunden sind, bedürfen einer technischen Abnahme.
Abnahme: Voraussetzungein Teilegutachten gem. §19 Abs 2 und 3 StVZO vom Hersteller der Trennschutzscheibe
Kosten einer Abnahme in DEUTSCHLANDIn den Bundesländern gelten für die TÜV- Kosten verschiedene Kataloge. Auch erheben bspw. KÜS und DEKRA Kosten für die Einzelabnahme nach eigenen Leistungstabellen.
Kosten einer Abnahme in BAYERNIn Bayern liegen die TÜV-Abnahmekosten beim Einbau einer festen Trennschutzscheibe bei einem Linienbus zwischen 80 und 100 Euro
Bezugsquelle TeilegutachtenHersteller des Bauteils oder Händler der Bauteile
Keine Notwendigkeit zur Abnahmebei losen Anbau, bspw. Bekleben, mit Schnappverschlüsse oder Bügelschrauben (De-/Montage ohne Werkzeug möglich)

Taxi: Förderung für den Einbau von Trennscheiben

Was wird gefördert?

Taxiunternehmen können für den Einbau von Trennscheiben bis max. 400 Euro pro Fahrzeug erhalten. Die Trennscheiben werden maximal bei 30 Fahrzeugen pro Unternehmen gefördert.

Wichtig: Der Antrag muss gestellt werden, ehe die Trennscheiben gekauft oder eingebaut werden.

Wer ist antragsberechtigt?

Taxi- oder Mietwagenunternehmen, die im Besitz einer Genehmigungsurkunde gemäß § 17
Personenbeförderungsgesetz sind. Anträge können mehrere Personenkraftwagen des Unternehmens
umfassen. Die Förderung von Bussen ist nicht möglich.

Antragsverfahren

Förderanträge können ab sofort über das Elektronisches Antragsverfahren easyOnline gestellt
werden. Zusätzlich zur elektronischen Fassung muss ein Antrag mit den erforderlichen Anlagen
rechtsverbindlich unterschrieben per Post bei der BAV eingereicht werden.

Einzureichende Unterlagen:

  • Kopie der Genehmigungsurkunde gemäß § 17 Personenbeförderungsgesetz
  • Angabe der Fahrzeug-Ident.-Nummern in Bezug zum Kennzeichen Erklärung über die ordnungsgemäße Verwendung von Trennscheiben
  • Erklärung und Belehrung zu Unternehmen in Schwierigkeiten
  • Erklärung zu De-Minimis-Beihilfen
  • Erklärung und Belehrung über die Subventionserheblichen Tatsachen

Ein vorzeitiger Maßnahmebeginn ist nicht möglich, d.h. der Kauf der Trennschutzvorrichtung darf
nicht vor Erhalt des Förderbescheides erfolgen. Mehr Infos zum Antragsverfahren gibt es hier.

Antragsfrist

Anträge können bis einschließlich 31.08.2020 gestellt werden, es sei denn die Haushaltsmittel sind
vorher aufgebraucht (Windhundprinzip). Die Zahlungsnachweise müssen bis spätestens 31.10.2020
bei der BAV eingereicht werden. Die Anzahl von Personenkraftwagen je antragstellendes
Unternehmen ist auf 30 Fahrzeuge begrenzt.

Mehr Infos

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Transporte nach, von und durch Italien und Österreich

Italien öffnet Grenzen

Am 3. Juni hat Italien die Grenzen geöffnet. Einreisende müssen in Italien nicht mehr in Quarantäne.

Sicherheitsmaßnahmen für Lastwagenfahrer:

  • Lkw-Fahrer sollten nicht aussteigen. Auch sollten sie Schutzausrüstung wie Einweghandschuhe erhalten.
  • Beim Be- und Entladen der Waren sollte der Fahrer einen Mindestabstand von 1 Meter zu anderen Personen wahren.
  • Transportpapiere und andere Dokumente sollten telematisch übermittelt werden.
  • Hinweise zur Sicherheit der Fahrer können Sie hier downloaden.

Lage in Österreich

  • Die Einreise von Italien nach Österreich ist nur noch unter strikten Vorgaben möglich.
  • Die Durchreise von Italien kommend ist möglich unter der Voraussetzung, dass keine Pause gemacht wird.
  • An den Grenzen von Italien nach Österreich finden Gesundheitskontrollen statt.
  • Mit langen Staus an diesen Grenzen muss gerechnet werden.
  • Update – aktuelle Regelung: Die Lenk- und Ruhezeiten dürfen laut dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) seit 1. Juni nicht mehr verlängert werden. Bisherige Regelung während der Coronakrise: Die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten gemäß Art. 6 - 9 EG der VO 561/2006 gilt aufgrund der Corona-Krise vorübergehend nicht mehr für Fahrzeuge, die zur Beseitigung von Engpässen in der Versorgung der Bevölkerung eingesetzt werden

Durchreise durch Österreich

Dies ist möglich, aber nur wenn keine Pause gemacht wird. Das erfordert, dass das Fahrzeug ausreichend betankt ist.

Wie sieht es mit dem gewerblichen Güterverkehr aus?

Hier gibt es außer den Gesundheitschecks keine Einschränkungen

Wie sieht es mit dem gewerblichen Personenverkehr aus?

Der gewerbliche Personenverkehr ist unterbunden. Reisebusse dürfen nicht fahren, der Zugverkehr ist eingestellt.

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LKW Fahrer brauchen für Italien Eigenerklärung

LKW-Fahrer von Unternehmen, die nicht in Italien Ihren Rechtssitz haben, müssen eine Eigenerklärung ausfüllen. Leider muss dieser Erklärung aus rechtlichen Gründen auf Italienisch ausgefüllt werden. Bitte beachten Sie deshalb die Ausfüllhilfe.

Update: Inzwischen gibt es die Eigenerklärung in deutscher Sprache.

Für die Einreise über Südtirol ist das Formular onlineauszufüllen.

Achtung: Meldung an Gesundheitsbehörden nicht mehr nötig

  • LKW-Fahrer mit Wohnsitz oder Staatsbürgerschaft in der EU oder im Schengen-Raum müssen ab sofort nicht mehr vorab beim Gesundheitsbetrieb gemeldet werden. Auch die 72+48 Stunden-Regel gilt für LKW-Fahrer aus der EU (+ Schengen) nicht mehr. Die neue Regelung gilt ab sofort.
  • Die Pflicht, eine Eigenerklärung abzugeben, besteht weiterhin (bis voraussichtlich 3. Juni). Dies bedeutet die Präventionsabteilung der am Ort des Grenzübertritts zuständigen italienischen Gesundheitsbehörde ist vorab per Mail (bzw. in Südtirol online) zu informieren. Die Kontaktdaten derzuständigen italienischen Gesundheitsbehörden finden Sie hier.

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Berufskraftfahrer: Qualifikationen können verlängert werden

Um die Versorungssicherheit zu gewährleisten und die Lieferketten sicherzustellen, müssen die Lastwagen rollen. Deshalb hat das Bayerische Innenministerium bekanntgegeben, dass die Fahrerlaubnisse und Berufskraftfahrerqualifikationen um sieben Monate verlängert werden, wenn das Unternehmen seine Notlage nachweisen kann.

  • Berufskraftfahrerqualifizierungsrecht
    Die Fristen für den Abschluss von Weiterbildungen (vgl. § 5 BKrFQG) durch den Inhaber eines Befähigungsnachweises (Schlüsselzahl 95), die zwischen dem 1. Februar 2020 und dem 31. August 2020 abgelaufen wären oder ablaufen würden, werden nun (automatisch) um sieben Monate ab dem auf dem jeweiligen im Fahrerqualifizierungsnachweis (Eintrag der Schlüsselzahl 95 im Führerschein) angegebenen Datum verlängert. Das bisherige Antragsverfahren zur Verlängerung um 12 Monate wird nicht mehr angewendet. Bereits bewilligte Anträge behalten ihre Gültigkeit. Diese Regelungen gilt nur innerhalb der EU.
  • Fahrerlaubnisrecht
    Führerscheine die zwischen 1. Februar 2020 und dem 31. August 2020 abgelaufen wären oder ablaufen würden, werden nun (automatisch) um sieben Monate ab dem auf dem jeweiligen Führerschein angegebenen Ablaufdatum verlängert.

    Welche Führerscheinklassen sind betroffen:
    - Fahrerlaubnisse der Klassen C, CE, C1, C1E, D, D1, DE, D1E (§§ 23 Abs. 1 Satz 2, 24 FeV)

    Das bisherige Antragsverfahren zur Verlängerung um 12 Monate wird nicht mehr angewendet. Bereits bewilligte Anträge behalten ihre Gültigkeit. Diese Regelungen gilt nur innerhalb der EU.
  • Mehr Infos finden Sie im Bayerischen Ministererlass vom 25. Juni 2020.
  • Demnächst wird es wieder Prüfungen geben, bleiben Sie auf dem Laufenden.

Fahrschulen können unter Auflagen wieder Unterricht anbieten

  • Fahrschulen unterliegen seit dem 11. Mai 2020 nicht mehr der infektionsschutzrechtlichen generellen Betriebsuntersagung. Gemäß § 17 der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV) des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) vom 19. Juni 2020 sind sowohl der theoretische Fahrschulunterricht zum erstmaligen Erwerb eines Führerscheins als auch der praktische Fahrschulunterricht unter Auflagen zugelassen.
  • Nachschulungen und Eignungsseminare für Besitzer eines Führerscheins finden nicht statt.

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Berufskraftfahrer: Lenkzeiten können verlängert werden (nicht mehr gültig)

Update – aktuelle Regelung: Die Lenk- und Ruhezeiten dürfen laut dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) seit 1. Juni nicht mehr verlängert werden.

Bisherige Regelung während der Coronakrise: Das Bundesverkehrsministerium hat beschlossen, die Vorschriften für Lenk- und Ruhezeiten für Fahrer im Werk- und Güterverkehr zu lockern. Ziel ist, die Versorgung der Bevölkerung flächendeckend zu sichern. Die Regelung nach Artikel 6 Absatz 1 EG VO 561/2006 gilt vorerst bis zum 17.05.2020:

  • Fahrer/innen im Werk- und Güterkraftverkehr, die Waren des täglichen Bedarfs, Güter zur medizinischen Versorgung sowie Treibstoffe befördern, dürfen:
  • die tägliche Ruhezeit höchstens fünf mal pro Woche auf 10 Stunden erhöhen. Die Vorschriften nach Artikel 6 Absätze 2 und 3 bleiben davon unberührt.

Ein Fahrer darf zwei aufeinanderfolgende wöchentliche reduzierte Ruhezeiten einlegen, sofern der Fahrer in vier jeweils aufeinanderfolgenden Wochen mindestens vier wöchentliche Ruhezeiten einlegt von denen mindestens zwei regelmäßige wöchentliche Ruhezeiten sein müssen. Wurden zwei reduzierte wöchentliche Ruhezeiten nacheinander eingelegt, ist die nächste Ruhezeit - als Ausgleich für die zwei reduzierten wöchentlichen Ruhezeiten - vor der darauffolgenden wöchentlichen Ruhezeit einzulegen. (Abweichung von Artikel 8 Absatz 6 EG VO 561/2006)

Die Ausnahme darf nur in Anspruch genommen werden, wenn die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. Vor Fahrtantritt ist zu prüfen, ob der Fahrer in der Lage ist die Fahrt durchzuführen.

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Gefahrgut: Verlängerung der Geltungsdauer von Erlaubnissen für Gefahrgutbeauftragte und Gefahrgutfahrer

Ähnliches gilt für Gefahrgutfahrer.

  • Durch die multilaterale Sondervereinbarung M 324 behalten Erlaubnisse für Gefahrgutbeauftrage und Gefahrgutfahrer länger ihre Gültigkeit, auch wenn die hierfür notwendige Schulung/Prüfung nicht durchgeführt wurde. Für alle Erlaubnisse, die zwischen dem 01.03.2020 und dem 01.11.2020 enden würden, gilt nunmehr eine Verlängerung bis zum 30.11.2020. Die Regelungen gelten aktuell nur für Deutschland und Belgien, sollen jedoch auf weitere ADR-Mitgliedstaaten ausgeweitet werden. Damit soll gewährleistet werden, dass bisherige Fahrer und Beauftragte, deren Erlaubnisse ablaufen würden, weiter ihren Aufgaben nachkommen können. Somit können die Lieferketten trotz der Corona-Pandemie leichter aufrecht erhalten werden.
  • Demnächst wird es wieder Prüfungen geben, halten Sie sich auf dem Laufenden.

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Luftfracht nach China und Coronavirus

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Aktuelle Situation bei der Luftfracht nach China

Derzeit hat ein Großteil der europäischen Airlines seine Flüge nach China ausgesetzt. Vereinzelte Frachter-Verbindungen bestehen und werden planmäßig wieder hochgefahren.

Tipps für Unternehmen mit bevorstehenden Lieferungen nach China:

  • Rechnen Sie mit Verspätungen.
  • Prüfen Sie, ob Ihr Kunde die Sendung in Empfang nehmen kann.
  • Klären Sie mit Ihrem Spediteur ab, ob die geplante Flugverbindung stattfindet.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Transportversicherung, ob eventuelle Verspätungsschäden reguliert werden
  • Rechnen Sie mit steigenden Transportpreisen.
  • Prüfen Sie andere Transportmöglichkeiten.
  • Versuchen Sie Ihre Produktion an die veränderte Situation anzupassen. Überprüfen Sie in diesem Zusammenhang Ihre Lagerkapazitäten.

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Vorsicht bei Einlagerung und Transport von Desinfektionsmitteln

Sie möchten sicher und zuverlässig mit Desinfektionsmitteln und anderen Reinigungsmitteln versorgt sein? Sie haben deshalb bereits größere Mengen eingelagert? Bitte beachten Sie, dass Sie es mit potenziell gefährlichen Stoffen zu tun haben - auch beim Transport.

Wenn Sie solche Güter lagern oder transportieren, dann können die entsprechenden Lager und – Transportvorschriften für Sie gelten!

Unsere Tipps:

  • Achten Sie daher grundsätzlich auf das Sicherheitsdatenblatt , welches Ihnen der Hersteller der Güter zur Verfügung stellen muss. Hier finden Sie alle relevanten Informationen zur potenziellen Gefährlichkeit der Produkte.
  • Informieren Sie sich auch auf unserer Homepage zum richtigen Umgang mit diesen Waren.
  • Für Fragen rund um den Transport sprechen Sie mit Ihrem GefahrgutbeauftragtenWenn Sie einen Transport vergeben, Informieren Sie die Spedition oder den Transporteur vorab über die Eigenschaften des Gutes.
  • Sprechen Sie mit der verantwortlichen Person für Arbeitssicherheit in Ihrem Unternehmen.
  • Für Fragen rund um die Lagerung von gefährlichen Stoffen steht auch Ihre jeweilige Berufsgenossenschaft zur Verfügung.

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Hinweis

Die Informationen und Auskünfte der IHK für München und Oberbayern sind ein Service für ihre Mitgliedsunternehmen. Sie enthalten nur erste Hinweise und erheben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl sie mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurden, kann eine Haftung für ihre inhaltliche Richtigkeit nicht übernommen werden.

Sie können eine Beratung im Einzelfall (z.B. durch einen Rechtsanwalt, Steuerberater, Unternehmensberater etc.) nicht ersetzen.