15.02.2019 - Eichstätt

‎Weniger Ausbildungsverträge bei Betrieben im Landkreis ‎

Die Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im Landkreis Eichstätt haben im vergangenen Jahr 355 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit verzeichnet die IHK für München und Oberbayern bei den Neuverträgen ein Minus von 1,7 Prozent gegenüber 2017.

Kessel: „Azubis sind beste Investition gegen den Fachkräftemangel“‎

196 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 159 in gewerblichen Ausbildungsberufen unterzeichnet. Laut Zahlen der Arbeitsagentur blieben 132 Lehrstellen aufgrund fehlender Bewerber unbesetzt. Unter den Neu-Azubis im Landkreis sind auch 17 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern. Sie stehen für fast fünf Prozent aller Neuverträge.

„Der Wettbewerb um Auszubildende im Landkreis lässt nicht nach. Um junge Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern, müssen unsere Betriebe auch weiterhin alle Register ziehen, denn nur mit eigenen Azubis können sie im leergefegten Arbeitsmarkt ihren Fachkräftenachwuchs langfristig sichern“, erläutert Alexander Kessel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Eichstätt. Gemeinsam mit der IHK und Partnern wie dem Wirtschaftsministerium haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren viel für ein zeitgemäßes Image der Ausbildung getan, darunter die Aktion ‚Elternstolz‘, die ‚Wochen der Ausbildung‘ und die Bildungsmessen. Kessel sieht es als gutes Zeichen, dass die Ersteinschreibungen an Bayerns Hochschulen 2018 leicht rückläufig waren. „Wichtig ist eine ausgewogene Balance beider Bildungswege“, so der Vorsitzende.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen dieses Jahr im Landkreis die Kaufleute für Büro­management gefolgt von Verkäufern und Kaufleuten im Groß- und Außenhandel. Bei Mädchen liegt die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei den Buben der Fachinformatiker Systemintegration. IHK-Ausbildungsverträge wurden in 56 Berufen vom Bankkaufmann bis zum Zerspanungsmechaniker abgeschlossen. Die Zahl der IHK-Ausbil­dungsbetriebe im Landkreis stieg von 237 auf 243.