Gesundheits- und Pflegewirtschaft: Stärken nutzen, Herausforderungen entschlossen anpacken
Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft ist ein starker Standortfaktor: In Bayern sichert sie über 1,2 Mio. Arbeitsplätze (jeder sechste Arbeitsplatz) und trägt mit rund 74 Mrd. Euro zur Bruttowertschöpfung bei (jeder neunte Euro). Die Branche ist hochinnovativ, exportstark und ein bedeutender Standortfaktor für die gesamte Wirtschaft. Gleichzeitig steht sie unter erheblichem Druck – durch Kostenentwicklung, Fachkräftemangel, Bürokratie und Reformstau.
Ein aktuelles Impulspapier der IHK für München und Oberbayern fasst aus Sicht der Wirtschaft die dringendsten politischen Handlungsfelder der Branche zusammen. Drei Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt:
Kosten stabil halten, Finanzierung neu denken
Die Beitragsspirale muss gestoppt werden. Eine faire Lastenverteilung, klare Zuständigkeiten und wirtschaftlichere Versorgungsstrukturen sind entscheidend für ein zukunftsfestes Gesundheitssystem.
Bürokratie abbauen, Effizienz heben
Unnötiger Verwaltungsaufwand blockiert Innovation und Versorgung. Ob bei Studien, Medizinprodukten, Apotheken oder Pflegeeinrichtungen – gezielte Entlastung ermöglicht eine bessere Versorgung mit weniger Ressourcen.
Digitalisierung entschlossen voranbringen
Die Chancen der digitalen Transformation bleiben bisher weitgehend ungenutzt. Eine interoperable Infrastruktur, datensichere Anwendungen und die konsequente Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) gelten als Schlüssel für eine moderne, leistungsfähige Versorgung.
Weitere Themen – wie Fachkräftegewinnung, Ambulantisierung oder innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für Biotech und Medtech – sind im Impulspapier ebenfalls aufgegriffen.
Zum Impulspapier "Gesundheitswirtschaft"