Factsheets

Die Medienbranche im Überblick

TV-Sender, Softwarehäuser und Werbeagenturen – die Medienbranche in der Region kann sich sehen lassen. Doch wie viele Beschäftigte gibt es eigentlich in diesem Bereich in unserer Region? In welchem Branchensegment sind die meisten tätig? Und wie verteilen sie sich auf Stadt und Land?

Monatliche Kurzberichte

TV-Sender, Softwarehäuser und Werbeagenturen – die Medienbranche in der Region kann sich sehen lassen. Doch wie viele Beschäftigte gibt es eigentlich in diesem Bereich in unserer Region? In welchem Branchensegment sind die meisten tätig? Und wie verteilen sie sich auf Stadt und Land?

Mit unseren Factsheets informieren wir Sie monatlich über die wichtigsten Eckdaten der Branche.

Die Factsheets können unter Downloads herunterladen.

Auf der Überholspur

Die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion München befindet sich auf der Überholspur. Das ist das Fazit des neuen Datenreports der Branche, den die IHK für München und Oberbayern gemeinsam mit der Europäischen Metropolregion München, der Landeshauptstadt München, der Handwerkskammer für München und Oberbayern sowie dem FilmFernsehFonds Bayern am 28. Januar präsentiert hat. Die positive Entwicklung der Umsatz- und Erwerbstätigenzahlen sind auch im europäischen Ranking spürbar: Die Region steht hier vor Städten wie Amsterdam, Barcelona, Mailand und Wien.

Das ist nicht zuletzt dem guten Branchenmix in der Region zu verdanken: Der Wirtschaftskraft der ansässigen Industrie kommt dabei eine wichtige Rolle zu - sowohl als Nachfrager von Kreativleistungen als auch bei der Bereitstellung von Infrastruktur.

Wachstumsmotor der ‎Münchner Wirtschaft

München bleibt Top-Standort der IuK-Wirtschaft und der Medienbranche:
Auch nach der Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich der Sektor dynamisch weiterentwickelt und seine Rolle als Wachstumsmotor der Region verfestigt. Das ist das Ergebnis der Studie „IuK- und Medienstandort München 2014“ (English version: Munich as a venue for the information, communication and media sector in 2014), die von der Landeshauptstadt München und der IHK für München und Oberbayern zum fünften Mal in Auftrag gegeben wurde. Die 34.975 Unternehmen der Branche erwirtschafteten mit 147.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Umsatz von 84,7 Mrd. Euro.

Nach einer kurzen, aber tiefen Zäsur in den Jahren 2008 und 2009, ist die IuK-Wirtschaft und die Medienbranche in der Region wieder von einem robusten Wachstum bei Beschäftigung und Umsatz geprägt. Der Schwerpunkt hat sich weiter in Richtung Dienstleistung, insbesondere im Software- und IT-Bereich, verschoben. Zum Stichtag Ende 2013 wurden 34.975 Firmen in der IuK- und Medienbranche in der Region München ermittelt. Die Werbebranche stellt 40 Prozent der Unternehmen im IuK- und Mediensektor und bildet damit - gemessen an den Unternehmenszahlen - weiterhin den größten Bereich.

Der Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Bürgermeister Josef Schmid: „Der IuK- und Mediensektor ist eine der wichtigsten Branchen und ein Wachstumstreiber am Wirtschaftsstandort München. Das Beschäftigungswachstum in diesem Sektor war in den vergangenen Jahren teils fast doppelt stark wie jenes im Großraum München insgesamt. Die Stadt will diese Zukunftsbranche weiter fördern – sei es durch die Stärkung der Kreativwirtschaft, durch die Unterstützung von Unternehmenskooperationen oder durch die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Hochschulen.“

„Basis diese Erfolges ist die gesunde Münchner Mischung“, betont Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. Sowohl die Landeshauptstadt, als auch das Münchner Umland profitierten im IuK-Bereich und Mediensektor von einem extrem gesunden und attraktiven Mix aus internationalen Großkonzernen, etablierten, lokalen Unternehmen und interessanten neuen Unternehmen, so der IHK-Chef. „Während an anderen Orten oft ein großer Hype um die junge Startup-Szene gemacht wird, werden in München von diesen Jungunternehmern tatsächlich Umsätze generiert“, sagt Driessen. Damit dieser Wachstumsmotor auch in Zukunft weiter dynamisch laufe, gelte es nun, die Entwicklungen am Standort weiter im Auge zu behalten und zu begleiten. Sorge bereitet der Wirtschaft unter anderem der zunehmende Wachstumsdruck im Großraum München. Handlungspotential, so Driessen, gebe es zudem bei der Vernetzung. „Hier bietet die IHK viele Plattformen und Services, um Forschung, Mittelstand und Startups aktiv zusammenzubringen“.

Für die Zukunft zeigt sich die Branche optimistisch. So machen 88 Prozent der befragten Unternehmen sich hinsichtlich ihrer zukünftigen Geschäftslage in München keine Sorge, sondern beurteilen diese als befriedigend (48 Prozent) oder gar gut (40 Prozent). Lediglich 12 Prozent geben eine schlechte Zukunftsprognose ab. Negative Einschätzungen gibt es insbesondere bei Kleinunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern.

Positiv fällt auch das Zeugnis aus, das die Branche der Region gibt: Mehr als 90 Prozent der ortsansässigen befragten Unternehmen zeigten sich mit dem Standort München zufrieden oder sehr zufrieden. Als Gründe nennen die Unternehmen die hohe Wirtschaftskraft Münchens, die Konzentration von branchengleichen Unternehmen, kurze Wege zu Kunden und Zulieferern, Kooperationen und Netzwerke sowie die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal. Mit dem Kultur- und Freizeitangebot zeigen sich 97 Prozent der befragten Unternehmen zufrieden oder sehr zufrieden. Kritischer bewerten die Unternehmen dagegen hohe Personalkosten und Mieten sowie Gewerbesteuern und kommunale Abgaben.