IHK Ratgeber

Nachhaltige Verpackungen

verpackungen

Plastikmüll in den Meeren, Läden ohne Verpackungen - Verpackungen werden immer mehr zum Thema.

Inhaltsnavigation

Warum sind nachhaltige Verpackungen ein Thema?

Verpackungen sind in den meisten Fällen unerlässlicher Bestandteil des Produkts. Neben dem Schutz des Produkts bei Herstellung, Lagerung, Transport und Verkauf werden durch Verpackungen oft Hygiene-Bestimmungen erfüllt und die Haltbarkeit verlängert sich. Auch die Informationen zum Produkt oder zu dessen Handhabung und die Liste der Inhaltsstoffe sind Teil der Verpackung.

Gebrauchte Verpackungen machen den größten Teil der Abfälle aus Haushalten aus. Die Menge steigt seit Jahren und im Jahr 2016 fielen in Deutschland 18,2 Mio. Tonnen Verpackungsabfälle an. Im Vergleich zum Jahr 1995 hat sich der Verbrauch von Kunststoffverpackungen sogar verdoppelt. Gründe sind die Zunahme von Einwegflaschen, der Trend zu Fertigprodukten, Klein- verpackungen, Online-Handel und immer mehr Essen unterwegs („to-go“).

Stoffkreisläufe schließen, Verpackungen einsparen und nachhaltiger bzw. recycling- fähiger konzipieren – das sind daher Herausforderungen, denen sich aktuell nicht nur die Gesetzgeber stellen, sondern die auch auf Designer, Produzenten, Industrie und Händler zukommen. So enthalten beispielsweise das EU-Kreislaufwirtschaftspaket und das Verpackungsgesetz ambitionierte Ziele und Vorgaben. Bis 2022 müssen er-heblich mehr Verpackungen recycelt werden, so schreibt es die deutsche Gesetzgebung vor.

Vor allem die Kunststoffe stehen im Fokus der öffentlichen und politischen Diskussion.Davon zeugen die im Jahr 2018/19 auf EU-, Bundes- und Länderebene verabschiedeten Strategien, wie die Plastikstrategie, die Verbote von Einwegplastikartikeln durch die Europäische Kommission, der 5-Punkte-Plan für weniger Plastik des Bundesministeriums und der Beschluss zur Vermeidung von Kunststoffabfällen. Auch der bayerische Koalitionsvertrag enthält hierzu Punkte, u. a. einen Pakt mit der Wirtschaft zur Verringerung von Mikroplastik, ein Maßnahmenpaket zur Reduktion von Kunststoffabfällen sowie die Unterstützung der Bundesinitiative zum Verbot von Mikroplastik in Kosmetika.

Die Systembetreiber, also die Unternehmen, die den Verpackungsabfall sammeln, sortieren und recyceln, müssen die vorgegebenen Recyclingquoten einhalten. Sie sind außerdem angehalten, ihre Gebührensysteme anzupassen. Das heißt: Günstigere Verpackungslizenzen für recyclingfähige Verpackungen. Darüber hinaus wünschen sich auch die Verbraucher weniger Verpackungen und wenn nötig, dann nachhaltigere Alternativen. Große Produzenten und Handelsketten haben daher bereits begonnen, ihre Verpackungskonzepte, z. B. von Eigenmarken, zu überdenken und recyclingfähiger zu gestalten. Die Vorgaben betreffen beispielsweise den Einsatz

  • von Materialien mit hoher Recyclingfähigkeit,
  • von weniger Plastik samt Reduzierung der Komplexität von Materialien,
  • von Rezyklaten oder abbaubaren Materialien,
  • von mehr Mehrwegverpackungen.

Zurück zur Inhaltsnavigation

Welche Arten von Verpackungen gibt es?

Produktverpackung

Die Produktverpackung bildet üblicherweise mit dem Produkt eine Einheit, das heißt, sie schützt das Produkt entlang der Lieferkette über eine definierte Lebensdauer und bei bestimmten Umgebungsbedingungen (Temperatur, Feuchte etc.). Die Produktverpackung enthält zudem wichtige Informationen zum Produkt (Inhaltsstoffe, Handhabung, Hersteller). Zur Produktverpackung zählen auch Etiketten, Banderolen oder Verschlüsse. Man unterscheidet zwischen steifer (z. B. Flaschen, Dosen, Container und Schalen) und flexibler (alle Formen von Folien, Beuteln und Taschen) Verpackung.

Serviceverpackung

Serviceverpackungen werden im Laden direkt mit Ware befüllt, um den Transport nach Hause zu erleichtern. Zu den Serviceverpackungen zählen beispielsweise Brötchentüten, Tragetaschen, Imbiss-Einweggeschirr oder Obst- und Gemüsetüten.

Versandverpackung

Eine Versandverpackung ermöglicht oder unterstützt den Versand von Waren. Zu Versandverpackungen zählen beispielsweise Versandkartons, Versandbeutel, gepolsterte Briefumschläge sowie auch Füllmaterial, Umreifungen oder Klebe- bänder. Die Versandverpackungen enden im Gegensatz zu den Transportverpackungen beim Endverbraucher, also z. B. in privaten Haushalten.

Transportverpackung

Transportverpackungen sind Verpackungen, welche die Handhabung und den Transport von Waren erleichtern. Sie verbleiben zumeist im Handel oder werden durch den Transporteur direkt wieder mitgenommen. Dazu zählen z. B. Paletten oder Transportkäfige, Stretch- sowie Schrumpffolien und -hauben.

Zurück zur Inhaltsnavigation

Was versteht man unter Recycling?

Recycling

Recycling ist jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden. Es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, nicht aber die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind.

Werkstoffliche (mechanische) Verwertung

Werkstoffliche (mechanische) Verwertung ist die Aufbereitung von gebrauchten Stoffen zu verarbeitungsfähigen Mahlgütern bzw. Rezyklaten. Die chemische Struktur bleibt dabei nahezu unverändert.

Chemische (rohstoffliche) Verwertung

Chemische (rohstoffliche) Verwertung basiert auf der Zerlegung des Ausgangs-stoffs (z. B. des Kunststoffs) in seine Grundstoffe (z. B. Öl). Die Entwicklung geeigneter Verfahren steht teilweise noch am Anfang.

Biologische Verwertung

Biologische Verwertung heißt, organische Abfälle werden durch Kompostierung bzw. Vergärung aufbereitet und als Kompost bzw. direkt als Häckselgut genutzt.

Zurück zur Inhaltsnavigation

Wie kann man die Wiederverwertbarkeit von Verpackungen verbessern?

Produktverpackungen

Beispiel Tütensuppe

Aktuelle Verpackung: Einzeln verpackte Tüten mit farbigem Aufdruck, Multimaterialverbindung aus Papier, Aluminium und Polyethylen (PE). Dieses Material ist schwer zu recyceln, die Materialien können nur teilweise voneinander getrennt werden. Der Verbund wird in die Aluminiumfraktion sortiert, d. h. das Aluminium wird recycelt; Papier und Kunststoff gehen als Wertstoff verloren und werden verbrannt.

Lösungsansatz: Mehrere Kunststofftüten aus Monomaterial, z. B. PP oder PE, mit einer Barriere- schicht aus Aluminiumoxid oder Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer (EVOH), hell eingefärbt und wenig bedruckt. Diese sind in einer Multiportionspackung aus bedrucktem Pappkarton enthalten. Der Kunde kann die Tüten (Kunststoff) von der Multifunktionsbox (Pappe) leicht trennen und in den passenden Materialstrom (Papier bzw. Kunststoff) geben.

Beispiel Waschmittel

Aktuelle Verpackung: Kunststoffflaschen mit großen Etiketten oder bedrucktem Kunststoffsubstrat. Die Etiketten können in der Sortieranlage nur schwer abgetrennt werden. Bedrucktes Kunststoffsubstrat erschwert das Recycling. Wird es recycelt, kann es nur für dunkle Farben eingesetzt werden, da ein erneutes Einfärben des Regranulats schwierig ist.

Lösungsansatz: Ein vollständig recycelbarer Standbodenbeutel mit abnehmbarer Banderole. Nach Gebrauch wird die äußere Banderole vom Innenteil der Verpackung „entkleidet“, sodass beide Komponenten geschreddert und in separate Recyclingströme sortiert werden können. Damit ist die Beutelverpackung aus Polyethylen zu 100 % recycelbar. Auf Haftvermittler und Klebstoffe wird verzichtet. Dazu bestehen die Ausgießöffnungen und der Deckel ebenso aus Polyethylen. Nach dem Recycling erhält man im Endeffekt ein Rezyklat in der nahezu gleichen Qualität wie das Ausgangsmaterial.

Serviceverpackungen

Weglassen oder auf Mehrweg umstellen

In vielen Fällen ist die Serviceverpackung nicht unbedingt notwendig. Oft hilft es bereits, beim Kunden nachzufragen, ob er eine zusätzliche Verpackung wünscht (z. B. bei Blumen, Backwaren). Auch werden im Einzelhandel immer mehr Alternati-ven (z. B. Mehrweg-Tragetaschen, Mehrwegdosen) angeboten.

Tip: Die Initiative „Einmal ohne, bitte“ unterstützt Händler dabei, in den verpackungsfreien
Verkauf einzusteigen. Käufer können eigene Verpackungen (Beutel, Tüten, Dosen) mitbringen,
wenn sie frische Ware zum Beispiel an der Bäcker, Fleisch- oder Käsetheke einkaufen. Mehr Informationen zur Initiative hier Link zur Initiative "Einmal ohne, bitte"

Verpackungsmaterial und Verpackungsgröße prüfen

Da die Serviceverpackungen oft eine kurze Lebensdauer haben, sollte überprüft werden, ob das Material und die Verpackungsgröße zum Produkt passen. Es kann sinnvoll sein, verschiedene Verpackungsgrößen z. B. bei Backwaren oder bei To-go- Behältern zu nutzen. Eventuell kann die Verpackung auch dünner und somit materialsparender gestaltet werden. Serviceverpackungen sollten aus nur einem Material bestehen und nicht mit weiteren Etiketten beklebt werden.

Weiternutzen

Serrviceverpackungen (vor allem aus Papier) eignen sich oft zur Weiternutzung. So kann die Brötchentüte, wenn nicht vermeidbar, z. B. den Müllbeutel im Bioabfall-Eimer ersetzen. Ein Hinweis für den Verbraucher, z. B. direkt auf der Serviceverpackung, kann hier helfen.

Transportverpackungen und Versandverpackungen

Für Verpackungen, die dem Transport oder Versand von Produkten dienen, gelten hinsichtlich des Materialeinsatzes ähnliche Kriterien wie bei anderen Verpackungen. Es sollte möglichst angepasstes oder Monomaterial verwendet werden. Auf große Kunststoffetiketten sollte verzichtet werden. Beim Füllmaterial gilt es, zu überprüfen, ob die Menge der Befüllung mit den Anforderungen an den Produktschutz übereinstimmt – vielleicht kann teilweise oder ganz auf Füllmaterial verzichtet werden. Was das Füllmaterial angeht, gibt es eine große Palette an Materialauswahl. Neben Kunststoffen und Styropor gibt es gute Alternativen z. B. aus recyceltem Papier, auf Holz- oder Strohbasis oder kompostierbar aus Weizenstärke.

Zurück zur Inhaltsnavigation

Verpackungskonzept: Schritte zu einer nachhaltigen Verpackung

  • Vermeiden:
    Verpackungen vermeiden
  • Reduzieren:
    Wenn eine Verpackung nicht vermieden werden kann, so wenig Material wie möglich einsetzen.
  • Wiederverwenden:
    Wenn eine aufwändige Verpackung nötig ist, eine längere Nutzungsdauer oder Mehrfachnutzung ermöglichen.
  • Recyceln:
    Rohstoffe aus der Verpackungen zurückgewinnen.
  • Rezyklate einsetzen:
    Rezyklate und Regranulate in der Verpackung einsetzen
  • Erneuerbare Rohstoffe einsetzen:
    Fossile Rohstoffe durch Alternativen wie nachwachsende Rohstoffe ersetzen.
  • Thermische Verwertung:
    Falls keine höherwertige Verwertung der Verpackung möglich ist, die Verpackungen als Ersatzbrennstoffe einsetzen.

Zurück zur Inhaltsnavigation

Entwickeln eines neuen Verpackungskonzepts

Schritt 1: Welches Produkt eignet sich für ein neues Konzept?

Als erstes ermitteln Sie, in welchem Stadium innerhalb des Produkt- lebenszyklus sich das Produkt befindet:

  • Bei einer Neuentwicklung kann die Verpackung von vornherein rezyklierbar gestaltet werden.
  • Für ein Produkt, das sich in der Wachstums- und Reifephase befindet, das heißt bei dem der Absatz steigt oder sich konsolidiert hat, lohnt es sich oft dennoch, die Verpackung zu überdenken und nachhaltiger zu gestalten.
  • Für ein Produkt, das sich in der Sättigungsphase befindet und bereits am Markt etabliert ist, kann eine neue Verpackung und ein entsprechender Relaunch zu neuer Produktattraktivität verhelfen.
  • Hat bereits ein starker Rückgang der Nachfrage eingesetzt, ist eine Umstellung nicht zu empfehlen.

Schritt 2: Welche Einflussgrößen müssen berücksichtigt werden?

Interne Faktoren:

  • Gibt es im Unternehmen eine Umweltpolitik oder ein Nachhaltigkeitskonzept?
  • Möchte das Unternehmen eine Vorreiterrolle beim Thema nachhaltige Verpackung einnehmen?
  • Gibt es besondere technische, organisatorische oder produktspezifische Anforderungen, die zu beachten sind?
  • Welche Investitionen (Maschine, Personal etc.) sind erforderlich?
  • Welche Wettbewerbsvorteile bringt ein nachhaltiges Verpackungskonzept?
  • Wie kann durch die neue Verpackung ein Alleinstellungsmerkmal des Produkts entwickelt werden?

Externe Faktoren:

  • Welchen Nutzen bringt die neue Verpackung dem Kunden?
  • Was fordert der Handel?
  • Welche Entwicklungen finden im Geschäftsumfeld statt?
  • Was sind die Lieferländer und welche spezifischen Vorgaben bestehen dort? Welche Recyclingquoten sind zu erfüllen?
  • Welche Auswirkungen hat das neues Verpackungskonzept auf die Wertschöpfungskette?
  • Wie wirkt sich ein neue Konzept auf die Lizenzgebühren beim Systembetreiber aus (z. B. andere Materialien, andere Preise)?

Schritt 3: Welche Materialien kommen infrage?

Das Verpackungskonzept definiert die spätere Recyclingfähigkeit in hohem Maße mit. Entscheidende Punkte sind dabei Materialauswahl und Materialkombination. Gängige Verpackungsmaterialien wie Papier und Pappe, Kunststoff, Metall sowie Glas sollten auf ihre Einsatzmöglichkeiten hin überprüft werden. Häufig kommen auch Kombinationen von verschiedenen Materialien in Form von Verbundmaterialien zum Einsatz. Ist dies der Fall, sollte die Sortier- und Recyclingfähigkeit besonders gründlich analysiert werden.

Schritt 4: Prüfen Sie, welche Geschäftsbereiche eingebunden werden müssen

Bei der Umstellung einer Verpackung sollten die verschiedenen Geschäftsbereiche strategisch eingebunden werden. Denken Sie an:

Marktforschung und -entwicklung

  • Produktmanagement
  • Verpackungsentwicklung und das Verpackungsdesign
  • Verpackungsproduktion
  • Produktion und Abfüllung
  • Marketing un Vermarktung

Schritt 5: Planen Sie die Finanzierung des Konzepts

Sobald alle Anforderungen an die neue Verpakcung definiert sind, können Kosten für die Umsetzung kalkuliert werden. Folgende Kostenkategorien spielen eine Rolle

  • Materialkosten
  • Personalkosten (intern und extern)
  • Lizenzgebühren
  • Investitionskosten
  • Zertifizierungskosten
  • Besteuerung

Beratung zur Förderung von Projekten:

Zurück zur Inhaltsnavigation

Glossar Verpackungen

EU: Kreislaufswirtschaftspaket

Im April 2018 verabschiedeten die EU-Abgeordneten das neue Kreislaufwirtschaftspaket. Es legt rechtsverbindliche Ziele für das Abfallrecycling und die Verringerung der Deponierung fest. Auch die Reduzierung von Lebensmittelabfällen ist Bestandteil.
EU Circular Economy Package

EU: Plastikstrategie

Die EU-Kommission hat im Januar 2018 eine „Europäische Strategie für Kunststoffe“ vorgelegt. Sie enthält ambitionierte Ziele zum Design von und Umgang mit Plastikprodukten und -verpackungen. Es sollen mehr Kunststoffe getrennt gesammelt, recycelt und das Rezyklat soll wiedereingesetzt werden. Die Strategie enthält außerdem ein Maßnahmenpaket zur Verringerung von Einweg-kunststoffen, zu kompostierbaren und biologisch abbaubaren Kunststoffen und zum Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt.
EU Plastikstrategie

EU-Verbote zu Einwegplastikartikeln

Als einen der ersten Gesetzesvorschläge im Rahmen der EU-Plastikstrategie hat die Europäische Kommission im Dezember 2018 einen Gesetzesentwurf verabschiedet der u. a. Verbote für bestimmte Einwegplastikartikel (z. B. Trinkhalme, Einweggeschirr, Wattestäbchen) vorsieht. Für andere Produkte sind Kennzeichnungspflichten (z. B. Feuchttücher) oder Minderungsziele (z. B. Plastik- tüten, Getränkebecher) vorgesehen. Das neue Gesetz wurde im März 2019 vom EU-Parlament bestätigt und muss bis 2021 durch die Mitgliedsstaaten umgesetzt werden.
Verbot Einwegplastik

Bund: Verpackungsgesetz

Das bundesdeutsche Verpackungsgesetz gilt seit Januar 2019. Wer verpackte Waren, die für private Endverbraucher bestimmt sind, in Deutschland in den Verkehr bringt, also herstellt, importiert oder wie z. B. Online-Händler zusätzlich verpackt, muss sich im Verpackungsregister LUCID eintragen. Zusätzlich sind die Verpackungen bei einem der bundesweiten Rücknahmesysteme (System- betreiber) zu lizenzieren. Das Verpackungsgesetz gibt Recyclingquoten vor, die von den Systembetreibern eingehalten werden müssen. Die Systembetreiber wiederum sind angehalten, ihre Lizenzgebühren anzupassen. Das heißt: Je weniger Verpackungen verwendet werden und je umweltfreundlicher diese gestaltet sind, desto geringer sind die Kosten für die Lizenzierung.
Verpackungsgesetz
Verpackungsregister

Bund: 5-Punkte-Plan für weniger Plastik

Im November 2018 hat die Bundesregierung den Plan für weniger Plastik verabschiedet. Mit dem Motto „Raus aus der Wegwerfgesellschaft“ listet der Plan Maßnahmen auf, um überflüssige Produkte und Verpackungen zu vermeiden, zu reduzieren und notfalls auch zu verbieten. Unter anderem sollen ökologisches Design, Mehrweg und der Rezyklateinsatz unterstützt werden.
5-Punkte-Plan für weniger Plastik

Bund: Beschluss des Bundesrats zur Vermeidung von Kunststoffabfällen

Der Bundesrat hat im September einen Beschluss gefasst, der vor allem den Eintrag von Kunststoffen bei der Entsorgung von verpackten Lebensmitteln (z. B. über Kompostieranlagen) im Fokus hat. So sollen nur entpackte Lebensmittelabfälle angenommen bzw. die Anlagentechnik soll angepasst werden.
Beschluss zur Vermeidung von Kunststoffabfällen

Zurück zur Inhaltsnavigation