Gute Erfahrungen, was eine breitbandige Kundenansprache angeht, hat auch Markus Steinberger (49) gemacht, der sein Café Marktblick in Glonn als „offenes Haus für jedermann“ versteht. „Wir wollen ein Wohnzimmer für alle sein, egal, was sie anhaben, egal, zu welchem Anlass sie uns besuchen“, macht der Gastronom deutlich.
Kabarett, Radl-Ständer, Hundeleckerli
Sein öffentlichkeitswirksames Begleitprogramm ist daher abwechslungsreich, reicht von Kinder-Kunstausstellungen über Konzerte und Kabarett bis hin zu Autorenlesungen. „Genauso gehört dazu, dass wir Hundeleckerli bereithalten und ausreichend Radl-Ständer vor dem Haus. Seit wir ein Biker-Schild montiert haben, spricht sich unsere Gastfreundschaft in der Szene herum und die Gästezahl wächst“, berichtet Steinberger, der auch für die kleinsten Gäste vorgesorgt und eine eigene Toilette installiert hat. Seine Schlussfolgerung: „Egal, ob ich Mode verkaufe oder Möbel, ob es bei mir etwas zu Essen gibt oder Haushaltsgeräte: Verkauft wird dort, wo sich Menschen individuell wahrgenommen und gut aufgehoben fühlen.“
Inspiration aus der Gen Z
Und wer sich externe Impulse aus der nachwachsenden Generation holen will? Der wird beispielsweise beim Strascheg Center for Entrepreneurship (SEC) in München fündig. Das Institut, direkt mit der Hochschule München verbunden, berät nicht nur Studierende auf dem Weg in die Existenzgründung. Es bringt auch bei konkreten Projekten die Ideen und die Energie der künftigen Führungskräfte direkt in Unternehmen ein, die sich solche Anregungen wünschen. „Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass diese praktische Zusammenarbeit aus unserem Netzwerk heraus für beide Seiten Nutzen bringt“, berichtet Sprecherin Claudia Johannson.