24.07.2019 - Landsberg

Wettbewerb um Azubis – Rekord bei Lehrstellenangeboten ‎

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Bei den Betrieben im Landkreis Landsberg am Lech sind wenige Wochen vor Start des neuen Ausbildungsjahres laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit noch 295 Ausbildungsplätze zu vergeben. Ihnen stehen 276 unversorgte Schulabgänger gegenüber.

Noch über 290 freie Ausbildungsplätze im Landkreis Landsberg am Lech ‎

„Viele Betriebe sichern sich in unserem leergefegten Arbeitsmarkt ihren Fachkräftenachwuchs zunehmend über die duale Berufsausbildung. Mit 783 gemeldeten Ausbildungsplätzen hat das Angebot heuer Rekordhöhe erreicht“, berichtet Reinhard Häckl, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landsberg am Lech.

Angesichts der Vielzahl an attraktiven Ausbildungsplätzen im Landkreis fordert Häckl Eltern und Schüler auf, sich bereits frühzeitig über die Chancen, die eine Berufs­ausbildung bietet, zu informieren. „Unsere Azubis erwartet nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss eine spannende und erfüllende berufliche Zukunft, die ihnen alle Wege offen lässt. Für jene, die bislang noch keinen Erfolg mit ihrer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz hatten, gilt es jetzt, dranzubleiben und sich weiter zu bewerben. Initiative lohnt sich“, ermutigt der Vorsitzende.

Laut Häckl bietet eine Berufsausbildung nicht nur jungen Menschen hervorragende berufliche Perspektiven. „Egal in welchem Alter oder Lebensabschnitt, eine duale Berufsausbildung ermöglicht immer einen ausgezeichneten beruflichen Neustart. Wir leben in einer Zeit voller Veränderungen und Umbrüche, die von uns zunehmend die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen einfordert. Beruflich neu anzufangen, ist daher keine Frage des Alters, sondern des Mutes, der Neugierde und des Willens“, so der Unternehmer.

Er appelliert auch an die Politik, sich noch stärker für eine ausgewogene Balance zwischen dem beruflichen und akademischen Bildungsweg einzusetzen. „Zwar sank im vergangenen Jahr bayernweit die Zahl der Studienanfänger bei einem gleichzeitigen Azubi-Plus in Bayerns Betrieben, aber das Umdenken in der Gesellschaft verbunden mit mehr Wertschätzung gegenüber der beruflichen Ausbildung hat erst begonnen.“

Die Ende Juni veröffentlichten Zahlen der Arbeitsagentur beziehen sich auf alle Bereiche der beruflichen Bildung. Davon ist der IHK-Bereich im Landkreis mit derzeit über 1.000 Azubis in 238 Ausbildungsbetrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen der größte. Er steht für knapp 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Danach folgen Handwerk und freie Berufe.