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Namen + Nachrichten

»Jugend gründet« | Mit innovativem Dünger ins Finale

Isabella Meerpohl (links), Benedikt Kammergruber und Felicia Kloss vom Team »Air2Growth« lächeln

Auf Platz eins – Isabella Meerpohl (l.), Benedikt Kammergruber und Felicia Kloss vom Team »Air2Growth«

Beim bundesweiten Schülerwettbewerb »Jugend gründet« entwickeln Jugendliche innovative Geschäftsideen und beweisen Gründergeist. Im diesjährigen süddeutschen Finale schafften es gleich zwei Teams aus Oberbayern unter die Top 3.
Mit Mikroalgen, die Kohlendioxid in Flüssigdünger umwandeln, überzeugte »Air2Growth« der Münchner Schüler Benedikt Kammergruber (Ludwigsgymnasium), Isabella Meerpohl und Felicia Kloss (beide Maria-Ward-Gymnasium) die Jury. Eine »nachhaltige und disruptive Lösung für dezentralen Klimaschutz«, lobten die Experten. Als Erstplatzierte fährt das Trio im Juni zum bundesweiten Finale nach Stuttgart. Platz 3 erreichte Michael Drost (Feodor-Lynen-Gymnasium in Planegg) mit einem Verfahren, das Mikroplastik aus Obst, Gemüse und Getreide entfernt.
»Jugend gründet« wird vom Bundesbildungsministerium gefördert und von zahlreichen Firmen unterstützt. Die IHK bot in ihrem Münchner Stammhaus als Netzwerkpartner den Jungunternehmern bereits zum fünften Mal eine Bühne.

Medizintechnik | Innovationen ermöglichen, Versorgung sichern

Medizintechnikunternehmer stehen in Brüssel auf einer Treppe.

Für Beratungen zu Gast – Medizintechnikunternehmer in Brüssel

An sich waren die Vorschläge Ende 2025 gut gemeint – doch der erste Reformentwurf der Europäischen Kommission zur Überarbeitung der MDR/IVDR enttäuschte hiesige Medizintechnikunternehmer. Sie fordern weiterhin, den europäischen Medizinproduktemarkt endlich deutlich zu entlasten. Verfahren müssten planbarer, effi zienter und mittelstandsfreundlicher werden. Mit MDR und IVDR setzt die EU den regulartorischen Rahmen für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika.
Daher reiste eine Delegation aus fünf oberbayerischen Medizintechnikunternehmen sowie mehreren Unternehmensvertretern aus Österreich Ende Februar nach Brüssel und traf dort auf Experten der Europäischen Kommission – auf Einladung der bayerischen Industrie- und Handelskammern, des Bayerischen Gesundheitsministeriums sowie der Wirtschaftskammer Österreich. Zentral war die Frage, wie Versorgungslücken verhindert werden können, die durch die Ende 2027 beziehungsweise 2028 auslaufenden Übergangsfristen von Zertifikaten drohen.
Denn die zwei Richtlinien, 2021 und 2022 in Kraft getreten, wirken negativ: Was für mehr Sicherheit sorgen sollte, vor allem für Patienten, setzt besonders kleine und mittelständische Medizintechnikunternehmen unter Druck – sie machen rund 90 Prozent des europäischen MedTech-Markts aus. So haben sich allein die Kosten für Produktzertifizierungen in wenigen Jahren verdrei- bis verzehnfacht. Neben langen, teuren Verfahren belasten Engpässe bei Benannten Stellen, der Rückzug bewährter Produkte vom Markt und ein zunehmender Innovationsstau.
Die Unternehmen fordern daher ein praxistaugliches und planbares System: mehr Geschwindigkeit, mehr Harmonisierung und eine stärkere internationale Zusammenarbeit. Erste Schritte seien gemacht – etwa die Abschaffung der starren Fünf-Jahres-Gültigkeit der Zertifikate und die Entschlackung der Berichtspflichten. Entscheidend ist jedoch, dass diese Erleichterungen zügig und EU-weit konsistent umgesetzt werden.
Positiv aufgenommen wurden auch die Vorschläge zur Einführung von sogenannten Breakthrough Pathways sowie von Reallaboren. Bei praxisnaher Ausgestaltung könnten sie helfen, Innovationen schneller in die Versorgung zu bringen und das europäische MedTech-Ökosystem nachhaltig zu stärken.
Das Europäische Parlament signalisierte, noch vor dem Sommer die MDR-Revision abschließen zu wollen. Das könnte Trilogverhandlungen bis Ende 2026 bedeuten – und im Idealfall Erleichterungen ab 2028.

Energie | Kernfusion nutzen

Versuchsanlage für Kernfusion in Garching

Kernfusion – Versuchsanlage in Garching

Energie | Kernfusion nutzen

Sie produziert nahezu unbegrenzt CO2-freien Strom und hinterlässt nur minimale radioaktive Abfälle – Kernfusion gilt als Energiequelle der Zukunft. Zwei Milliarden Euro wollen der Freistaat und die Energiewirtschaft in eine neue Anlage, einen Stellarator, in Garching investieren. Eine entsprechende Vereinbarung haben Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Vertreter des Energiekonzerns RWE AG und des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik mit dessen Spin-off Proxima Fusion GmbH unterzeichnet. Rund 1.000 Beschäftigte sollen ab 2035 die neue Technologie weiter erforschen und wirtschaftliche Anwendungen entwickeln. www.ipp.mpg.de

Ausbildung | Fachkräfte-Nachwuchs

Rund 14.200 neue Ausbildungsverträge hat die IHK für München und Oberbayern im Vorjahr registriert. Das sind 5,7 Prozent weniger als 2024. Jeden fünften Vertrag schlossen die Ausbildungsbetriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen mit Bewerbern, die einen ausländischen Pass besitzen. Ihr Anteil wuchs damit um mehr als zehn Prozent. Azubis aus dem Ausland haben sich also zu einer tragenden Säule in der Ausbildung von Fachkräftenachwuchs entwickelt. »Über 8.300 Betriebe in Oberbayern setzen weiterhin konsequent auf die Ausbildung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses«, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl.

4,9 Prozent

mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr exportierte Bayerns Wirtschaft 2025 in EU-Länder. Das sind 54 Prozent der weiß-blauen Ausfuhren insgesamt.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik

Gewerbe | Verhaltener Start

Im Freistaat sind die Umsätze des verarbeitenden Gewerbes zu Jahresanfang zurückgegangen. Sie sanken um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Firmen setzten im Januar rund 32,5 Milliarden Euro nominal um, so das Bayerische Landesamt für Statistik. Die Zahl der Auftragseingänge verringerte sich ebenfalls (–8,7 Prozent). Die Unternehmen bauen außerdem weiterhin Arbeitsplätze ab. Sie beschäftigten im Januar 2026 etwa 1,17 Millionen Mitarbeiter, 14.700 Personen weniger als noch vor einem Jahr.

Onlinehandel | Widerruf vereinfacht

Ab 19. Juni 2026 müssen alle Unternehmen, die mit Verbrauchern Verträge online schließen, eine leicht zugängliche Widerrufsmöglichkeit über einen Widerrufsbutton anbieten – als zusätzliche Option neben dem Widerruf per E-Mail oder Brief. Mehr Infos: www.ihk-muenchen.de/ratgeber/recht/internetrecht/onlinehandel-e-commerce

Technologie | Euro-Q-Exa in Betrieb

Quantencomputer sind Supercomputer. Weil sie unzählige Prozesse simultan auswerten, arbeiten sie wesentlich schneller als herkömmliche Rechner und können komplexe Aufgaben etwa in der Produktion, in der Medizin und in Finanzmärkten in sehr kurzer Zeit lösen. Mit Euro-Q-Exa hat der erste europäische Quantencomputer am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching seinen Betrieb aufgenommen. Der Hochleistungsrechner wird von der EU, dem Bund und dem Freistaat finanziert und soll Forschende aus ganz Europa nach München bringen, um technische Unabhängigkeit im Quantencomputing voranzubringen. www.lrz.de

munich creative business week (mcbw) | Design als Gamechanger

Nadine Vicentini, Geschäftsführerin bayern design, bei der mcbw 2025 am Rednerpult

Neue Impulse – Nadine Vicentini, Geschäftsführerin bayern design, bei der mcbw 2025

Die Brücke zwischen Kreativwirtschaft und Unternehmen schlagen, Wissenstransfer und Networking bieten – das ist Programm auf der munich creative business week (mcbw). Zusammen mit der bayern design GmbH veranstaltet die IHK für München und Oberbayern bei der mcbw ein hochkarätig besetztes Business Panel.
Experten aus Unternehmen und Agenturen werden dort zeigen, wie Design neue Möglichkeiten eröffnet und echte Durchbrüche schafft – von KI basierten Anwendungen bis hin zu nachhaltigen Produkten. Es geht um Fragen wie: Welche Methoden und Prozesse sind entscheidend? Wie entwickelt sich die Rolle von Design weiter, auch um internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern?
Teilnehmer des Business Panels sind Jan Delfs (Head of Global Design, Vorwerk Gruppe), Roman Gebhard (Founder & Managing Partner, FLUID, München), Daniela Bohlinger (Innovation Strategy Lead Sustainability, BMW Group) und Vincent Weckert (Head of Design, Agile Robots SE, München).

Business Panel »From Playground to Impact – Design als Gamechanger im globalen Wettbewerb«
Termin:
5. Mai 2026, 16.30–19 Uhr
Ort: IHK für München und Oberbayern,
Max-Joseph-Straße 2, 80333 München
Infos und kostenfreie Anmeldung: www.events.ihk-muenchen.de/ihk/bayern-design-2026

IHK-Schienendialog | Der nächste Engpass

Die Teilnehmer des IHK-Schienendialogs stehen am DUSS-Terminal in München-Riem

Hotspot für Güterverkehr – die Teilnehmer des IHK-Schienendialogs am DUSS-Terminal in München-Riem

Der Bahnknoten München braucht dringend mehr Terminal-Kapazitäten im Schienengüterverkehr. Das machte die jüngste Ausgabe der Reihe IHK-Schienendialog im März 2026 deutlich. Die IHK für München und Oberbayern und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Landesgruppe Bayern hatten für die Veranstaltung mit dem DUSS-Terminal München-Riem den passenden Ort für die Diskussion gewählt. DUSS steht für die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene–Straße mbH. Das Terminal in München lädt rund 310.000 Ladeeinheiten pro Jahr zwischen Straße und Schiene um, rund 100 Mitarbeitende sind dort im Dreischichtbetrieb tätig.
Trotz aller Digitalisierung und Ausbauschritte reicht das DUSS-Terminal jedoch nicht aus, um den Bedarf auf Dauer zu decken. Bis 2040, so ein Gutachten des Bundesverkehrsministeriums, nimmt der Schienengüterverkehr um 18 Prozent zu, der kombinierte Verkehr sogar um 100 Prozent.
Ein zweites Terminal im Münchner Norden soll die Lage entschärfen und die Umschlagskapazität nahezu verdoppeln. Wirtschaft und Politik stehen hinter dem Projekt, nicht zuletzt wegen der für 2032 geplanten Fertigstellung des Brenner-Basistunnels. Dann ist noch mehr Güterverkehr über den Hotspot München zu erwarten. Dennoch gebe es Verzögerungen, kritisierte der DB-InfraGo-Projektleiter Andreas Witzel beim IHK-Schienendialog. Er wies darauf hin, dass es noch keine sichere Finanzierung durch den Bund gebe und sich daher das Verfahren zur Entwurfs- und Genehmigungsplanung verzögere. Dabei sprach er auch mangelnde Unterstützung durch die Stadt München an. In der Diskussion sagte ein Vertreter des Bayerischen Verkehrsministeriums immerhin zu, man werde in der Sache mit der Stadt sprechen.

Transportgewerbe | Neue Tachographen-Pflicht

Wenn gewerbliche Fahrzeuge unterwegs sind, brauchen sie ein Aufzeichnungsgerät für Fahr- und Ruhezeiten, Geschwindigkeiten und Strecken. Anstelle der früheren Fahrtenschreiber-Scheibe werden die Daten digital gespeichert. Nun werden zum 1. Juli 2026 die Vorschriften erweitert. Künftig sind auch Fahrzeuge über 2,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht im grenzüberschreitenden Verkehr zu einem digitalen Tachographen verpflichtet. Bei nicht korrekter Bedienung drohen Bußgelder.
Zu den Neuerungen bietet die IHK Aschaffenburg im Namen der neun bayerischen IHKs ein Webinar an. Darin werden Experten erläutern, welche Art von Karten für den Tachographen-Einsatz notwendig sind und woher man sie beziehen kann, welche technischen Möglichkeiten es für den Einbau gibt und für wen Ausnahmeregelungen gelten.

Webinar: Die Tachographenpflicht – kompakt und praxisnah
Termin: 20. April 2026, 10–12 Uhr
Weitere Infos und kostenfreie Anmeldung bis 19. April 2026: www.ihk.de/aschaffenburg/webinar-tachographenpflicht

Webinar | Werben, aber mit Datenschutz

Eine Frau mit Headset im Callcenter

Direktmarketing – mit Datenschutz

Aktiv potenzielle Kunden anzusprechen, ist wichtig, muss aber rechtssicher geschehen – dabei hilft ein Webinar aus der BIHK-Reihe der neun bayerischen IHKs in Kooperation mit dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA). Es bietet einen Überblick und Fallbeispiele, wie postalische, elektronische und telefonische Direktwerbung unter Einbeziehung der EuGH-Rechtsprechung aussehen soll.
Was Unternehmern gestattet ist, aber auch wie Betroffenenrechte aus Kapitel III der DSGVO und Beschwerdegegenstände behandelt werden, erläutert als Expertin BayLDA-Bereichsleiterin Miriam Meder unter Moderation der IHK Niederbayern.

Webinar: Datenschutzkonforme Direktwerbung:
Rechtssichere Kundenansprache im Einklang mit der DSGVO
Termin: 23. April 2026, 10–11.30 Uhr
Infos und kostenfreie Anmeldung:
events.ihk-niederbayern.de/Va2623

Drittländer | Datentransfer ins Vereinigte Königreich und nach Brasilien

Auf der Basis sogenannter Angemessenheitsbeschlüsse können alle Datentransfers von der EU in ein Drittland gestützt werden, ohne dass für einzelne Datentransfers gesondert geeignete Garantien für ein angemessenes Schutzniveau vorliegen müssen. Die Europäische Kommission hat den Angemessenheitsbeschluss für das Vereinigte Königreich bis zum 27. Dezember 2031 verlängert und zählt seit Ende Januar 2026 auch Brasilien zu denjenigen Drittländern, in die personenbezogene Daten vereinfacht übermittelt werden können.

Mehr Informationen:

www.ihk-muenchen.de/datenuebermittlung-in-drittstaaten

Im Rückblick | Schätze aus dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv

Ingenieure stehen in den 1960er-Jahren am Reißbrett im Konstruktionsbüro der Schlüter-Werke

Produktentwicklung ohne KI – Ingenieure feilten in den 1960er-Jahren am Reißbrett an Innovationen. Zu sehen ist das Konstruktionsbüro der für PS-starke Schlepper bekannten Schlüter-Werke, die bis 1993 Traktoren in Freising herstellten.

BIHK | Spitzentreffen in der Staatskanzlei

Ministerpräsident Markus Söder steht mit Vertretern der bayerischen IHKs und mehreren Ministern auf einer Treppe.

Im Austausch – Vertreter der bayerischen IHKs mit Ministerpräsident Markus Söder (vorn r.) und mehreren Ministern

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zum Austausch eingeladen: Mitte Dezember traf er in München mit den Präsidenten und Hauptgeschäftsführern der bayerischen IHKs (BIHK) zusammen. Mit dabei waren außerdem Ulrike Scharf (CSU), Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Finanzminister Albert Füracker (CSU) und Florian Herrmann (CSU), Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien.Das Themenspektrum des Treffens war breit. Die Runde diskutierte im Ministerratssaal der Staatskanzlei die wirtschaftliche Lage – vom Exportgeschäft mit seinen neuen Zollhürden über die Linie in Brüssel bis hin zu notwendigen Reformen in Deutschland und Investitionen in die Infrastruktur. Einen regen Austausch gab es ebenfalls zu der Frage, wie der Mittelstand gestärkt werden kann.

Digitalisierung | Mit firmeneigener KI Prozesse vereinfachen

Kevin Grein trägt ein rotes Hemd und lächelt freundlich.

Kevin Grein

Wie kann ein mittelständisches Unternehmen KI-Anwendungen, genauer Chatbots, firmenspezifisch anpassen? Dies hat die Kessel SE aus Lenting, spezialisiert auf Entwässerungstechnik, früh angepackt. Wirtschaftsingenieur Kevin Grein (33), seit 2025 Teamleiter Digitale Daten, zuvor Assistent des Technikvorstands, berichtet vom Vorgehen.

Womit beginnt man bei KI am besten? Herr Grein, wem überträgt man die ersten KI-Schritte?
Jeder, der sich für neue Prozesse und Technologien interessiert und gut vernetzt ist im Unternehmen, ist geeignet. Mit Rückendeckung von Geschäftsführung oder Vorstand konnte ich zum Beispiel schon 2022 Profilizenzen an rund 60 Vorreiter geben, um generative KI im Unternehmen breit bekannt zu machen. Diverse Intensivschulungen mit und ohne externen Dienstleister haben das Angebot abgerundet. Alles mit überschaubarem Budget.

Was ist ein passendes Startprojekt?
Das kommt meist direkt aus dem Betriebsalltag. Mich hat überrascht, wie schnell man dann eine Lösung hat, die jeden Tag viel Arbeit abnimmt. Bei uns war das mit Copilot nach knapp drei Monaten so weit. Die rund 50 Kollegen im Kundenservice können seitdem dank KI-E-Mail-Zusammenfassungen und Standardformulierungen 80 Prozent der ersten Anfragen direkt und schneller beantworten. Das spart enorm Zeit, entlastet und verringert auch Berührungsängste.

Haben sich Folgeprojekte ergeben?
Ja, wir gehen die nächsten logischen Schritte. Die KI Besprechungen zusammenfassen und Recherchen machen lassen ist das eine. Wir wollen zum anderen die Vielzahl der Kanäle, auch bedingt durch die Digitalisierung, wieder vereinfachen: Eine Anmeldung in einem einzigen System, das dann KI-gestützt mehrere interne Anwendungen durchforstet, tiefergehende Informationen findet, strukturiert und schnell liefert, das ist unsere nächste Vision.

Verträgt sich das mit Datenschutz?
Muss es. Wir haben Vorkehrungen getroffen, dass alle Daten im Unternehmen bleiben. Insgesamt zeigt sich: Kippe ich unsaubere Daten in die KI, ist auch das Ergebnis entsprechend.

Das gilt auch umgekehrt. Welche Tipps haben Sie?
Nicht zu sehr an der Startidee festhalten. Der Bedarf formt den Projektablauf. Und diejenigen, die Lust haben, machen lassen. sche

Konkrete Tipps zum KI-Start bietet ab 12. März 2026 eine BIHK-Webinarreihe: www.bihk.de/ki-webinare

Personalie | Peter Inselkammer ist IHK-Präsident in Vertretung

Peter Inselkammer im Porträt.

Peter Inselkammer

Mitte Januar 2026 hat Klaus Josef Lutz, bisheriger Präsident der IHK für München und Oberbayern, den Unternehmer Peter Inselkammer satzungsgemäß beauftragt, vertretungsweise die Funktion als Präsident wahrzunehmen. Lutz hat sein IHK-Amt niedergelegt. Inselkammer (56) ist in der IHK bereits langjährig ehrenamtlich tätig. Der Münchner Gastronom und Hotelier ist seit 2011 Mitglied der IHK-Vollversammlung und seit 2021 Mitglied des Präsidiums sowie Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landeshauptstadt München. Von 2019 bis 2021 war er zudem Vorsitzender des IHK-Tourismusausschusses. Für die ehrenamtliche Tätigkeit in gewählten IHK-Gremien gibt es weder eine Vergütung noch eine Aufwandsentschädigung.

IHK-Sachverständige | Gefragtes Fachwissen

IHK-Referatsleiter Volker Schlehe sowie IHK-Bereichsleiter Florian Horn stehen mit sieben neuen Sachverständigen und Christian Krä, dem Vorsitzenden des IHK-Sachverständigenausschusses auf einer Treppe.

Erweiterter Expertenkreis – sieben neue Sachverständige wurden im IHK-Stammhaus vereidigt unter Beisein von Christian Krä (hinten l.), Vorsitzender des IHK-Sachverständigenausschusses, IHK-Referatsleiter Volker Schlehe (hinten 2.v.l.) sowie IHK-Bereichsleiter Florian Horn (vorn r.)

621 plus sieben – um diese Zahl wurde der Kreis der IHK-Sachverständigen erweitert, als im Januar 2026 neue Experten öffentlich bestellt und vereidigt wurden. Ihre Fachgebiete: Forensische DNA-Spurenanalytik und Abstammungsbegutachtung, Baumpflege, Verkehrssicherheit von Bäumen und Baumwertermittlung, Heizungstechnik, Erschütterungsschutz und Sicherheit von nichtmilitärischen Schießständen. Zuvor mussten sie ihre Sachkunde und Eignung in anspruchsvollen Anhörungen und Prüfungen darlegen. Sie werden vor allem bei Gerichtsverfahren, Schadensbegutachtungen oder der Bewertung von Vermögensgegenständen zurate gezogen.
www.ihk-muenchen.de/ratgeber/sachverstaendige

Cybersicherheit | Neue Spielregeln durch NIS-2-Gesetz

Eine junge Frau mit Laptop in der Hand prüft Kabel an einem Server.

IT-Sicherheit – systematisch verbessern

»NIS« steht viel: »Network and Information Security« in Europa soll gestärkt werden in Unternehmen, die kritische Dienstleistungen für die Allgemeinheit erbringen. Das seit Ende 2025 geltende NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz (NIS2UmsuCG) betriff t bundesweit etwa rund 30.000 Unternehmen, die mehr als 50 Mitarbeitende beschäftigen und zehn Millionen Euro Jahresumsatz erzielen. Indirekt betroffen sind zum Beispiel ihre Dienstleister. Schon zuvor unterlagen etwa 2.000 sogenannte KRITIS-Unternehmen IT-Sicherheitspflichten, da sie zur kritischen Infrastruktur zählen.Wer sich im nun erweiterten Kreis beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registrieren muss, was es zu beachten gilt, kurzum Praxistipps – auch rund um den Cyber Resilience Act (CRA) –, bieten kostenfrei die neun bayerischen IHKs mit der 8. Staffel der BIHK-Webinarreihe zur IT-Sicherheit. Ab Mitte März 2026 lautet ihr Motto »Umsetzen statt Abwarten: Neue Spielregeln für die Cybersicherheit«.Besonders kleine und mittlere Unternehmen erhalten konkrete Unterstützung, um ihre IT-Sicherheit systematisch zu verbessern und sich auf neue Pflichten vorzubereiten. IT-Sicherheitsexperten zeigen praktikable Schutzmaßnahmen und geben umsetzbare Empfehlungen für den Alltag.Alle Themen, Termine und Anmeldung unter: bihk.de/itsicherheit

Satelliten | Bayern von oben

Fünf Kleinstsatelliten der Mission »CuBy« sollen im Juni 2026 ins All fliegen. Ihre Montage und Tests haben die kooperierende Technische Universität München und das Würzburger Start-up S4 – Smart Small Satellite Systems GmbH erfolgreich abgeschlossen. Die etwa schuhschachtelgroßen, zehn Kilo schweren Satelliten werden im Probebetrieb hochauflösende Bilder aus 460 Kilometern Höhe machen und senden. Danach wird über die flächendeckende Erfassung ganz Bayerns entschieden. Die Aufnahmen, alle drei Tage erstellt, werden KI-unterstützt ausgewertet und sollen für Hochwasserprognosen und der Land- und Forstwirtschaft dienen.

Öffentlichkeitsarbeit | Ohren auf!

Eine kostenfreie IHK-Webinarreihe rund um erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit gibt Unternehmen Tipps, wie sie bekannter werden. Mehr dazu, wie Firmen im Radio gut rüberkommen, was einen spannenden O-Ton ausmacht und welches Budget Unternehmen einplanen sollten, hier: www.events.ihk-muenchen.de/ihk/radio

Integration | Informationspflicht

Die Beratungsstellen »Faire Integration« unterstützen bundesweit mit mehrsprachigen Informationsangeboten Personen aus Drittstaaten, die sich bereits in Deutschland befinden oder hier arbeiten möchten. Arbeitgeber sind seit Jahresbeginn verpflichtet (§ 45c Aufenthaltsgesetz), auf diese arbeits- und sozialrechtlichen Beratungen hinzuweisen. Infos und Vorlagen dafür gibt es unter dem Punkt »Arbeitgeberpflichten bei der Beschäftigung von Fachkräften aus Drittstaaten« auf der IHK-Website: www.ihk-muenchen.de/migration

Im Rückblick | Schätze aus dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv

Zu sehen ist das Fundament des Münchner Olympiaturms mit der sogenannten Vorspannbewehrung vor dem Auffüllen mit Beton.

Hier entsteht der Münchner Olympiaturm. Zu sehen ist das Fundament mit der sogenannten Vorspannbewehrung vor dem Auffüllen mit Beton. Die Bauarbeiten begannen 1965, eröffnet wurde der Turm drei Jahre später im Februar 1968.

Gesundheitsmarkt | Start-ups glänzen mit Innovationen

Gewinnerteams und Organisatoren des IHK Start-up Slams auf der Bühne beim Europäischen Gesundheitskongress

Die Gewinnerteams und Organisatoren des IHK Start-up Slams

Mit Trockenpulver aus Nanopartikeln will das Biotech-Unternehmen RNhale GmbH die Lungenheilkunde revolutionieren. Seine neue Inhalierlösung, die jeder Patient schnell und diskret einnehmen kann, bescherte dem Spin-off der Ludwig-Maximilians-Universität den ersten Preis beim IHK Start-up Slam und ein Coaching mit Branchenexperten. Dahinter folgten die biopeak GmbH mit nicht invasiven Lösungen zur Patientenüberwachung in Echtzeit mittels eines kleinen Handgelenk- oder Brustmonitors sowie der Gesundheitsdienstleister StellDirVor GmbH, der mit Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen die Pflege und Rehabilitation von Patienten erleichtern will.

Bei Expo und Slam präsentierten sich vier weitere oberbayerische Jungfirmen auf dem 24. Europäischen Gesundheitskongress: HySeDi GmbH, LipoCheck GmbH, NutriSync GmbH und HuCa GmbH mit Praedigo AI. Sie alle stellten innovative, meist digitale Lösungen vor, die Gesundheitsbehandlungen vereinfachen und Kosten senken.

www.ihk-muenchen.de/slam

Flughafen München | „Bedarfe abschätzen und bündeln“

Stephan Weisang, Director Route and Passenger Development, vor moderner Glasfassade des Flughafens München

Stephan Weisang, Director Route and Passenger Development der Flughafen München GmbH

Der Flughafen München ist für viele Unternehmen die Drehscheibe für ihre internationalen Geschäftsreisen. Aktuell können Firmen dem Airport melden, welche Flugverbindungen sie sich wünschen. Ablauf und Ziel dieser Abfrage erläutert Stephan Weisang (37), Director Route and Passenger Development der Flughafen München GmbH.

Herr Weisang, was bringt einem Mittelständler Ihre individuelle Abfrage?

Unser Team will das Streckennetz von und nach München mit Fluggesellschaften aus aller Welt bedarfsgerecht ausbauen. Neben den Reisezielen von Privatreisenden ist der Strecken- und Reisebedarf sowohl von Großunternehmen als auch vom Mittelstand für uns als Flughafenbetreiber von essenzieller Bedeutung. Aktuell besteht das Langstreckennetz aus 54 Zielen. Je besser wir wissen, welche Strecken die Unternehmen darüber hinaus benötigen, desto bedarfsgerechter können wir versuchen, das Netz zu erweitern.

Wie läuft die Abfrage konkret ab?

Wir als Flughafenbetreiber führen Einzelgespräche mit den Firmenvertretern, leiten daraus Bedarfe ab und können diese unternehmensübergreifend bündeln und bei den Airlines adressieren. Fliegen Mitarbeitende regelmäßig bestimmte Strecken oder baut ein Unternehmen etwa einen neuen Werkstandort, ist jetzt die Gelegenheit, uns dies mitzuteilen: Welche Direktverbindung fehlt? Welche der wichtigsten Verbindungen sollten besser angebunden sein? Wie groß ist der Flugreisebedarf?

Das klingt nach viel Aufwand auf allen Seiten.

Es gibt in jedem Fall viel Potenzial. Derzeit bieten knapp 90 Fluggesellschaften nonstop ab MUC Flüge zu fast 230 Zielen in 71 Ländern an. Klar ist doch: Durch die Bündelung des Passagieraufkommens der einzelnen Unternehmen in unserer Region lassen sich in Summe größere und regelmäßigere Bedarfe erkennen. Und desto wahrscheinlicher ist es, dass eine der Airlines ein Flugzeug auf der Wunschstrecke ab MUC einsetzt.

Welche Zeiträume sind realistisch, bis so eine Wunschstrecke realisiert wird?

Das ist zum Teil sehr unterschiedlich und hängt außer von den Nachfrageentwicklungen auch maßgeblich von den Kapazitätsplanungen der Fluggesellschaften ab. Wann und wie viele neue Flugzeuge eingesetzt werden können, bezieht sich meist auf die nächsten ein bis drei Jahre. Wobei die Airlines nochmals langfristiger vorausplanen.Damit die Unternehmen ihre aktuellen und gegebenenfalls künftigen Bedarfe sicher mit uns teilen können, schließen wir gern Vertraulichkeitsvereinbarungen mit ihnen ab.

Unternehmen, die an der Abfrage teilnehmen möchten, melden sich bei: nora.critharellis@munich-airport.de

www.munich-airport.de/corporates

Berufsorientierung | „Ein Tag Azubi“ in vierter Runde

Vier Schüler mit Fachinformatik-Azubis und IHK-Vertretern bei „Ein Tag Azubi“ in der ISG GmbH

Am Aktionstag „Ein Tag Azubi“ – vier Schüler mit Fachinformatik- Azubis der ISG GmbH und Andreas Bensegger (l.), Vorsitzender IHK-Regionalausschuss Rosenheim, ISG-Personalchefin Nadine Demmel (2.v.l.), sowie ISG-Geschäftsführer Philipp Crüwell (r.)

774 Jugendliche schnupperten Ausbildungsluft in 338 Betrieben während des 4. Aktionstags der Wirtschaftsjunioren und IHK-Regionalausschüsse. Denn bei „Ein Tag Azubi“ am schulfreien Buß- und Bettag Mitte November konnten Schüler in verschiedenen oberbayerischen Betrieben Einblicke erhalten und Infos bekommen zu möglichen Ausbildungsberufen – auf Augenhöhe und aus erster Hand von Gleichaltrigen.

Energieeffizienz | Ein Jahrzehnt Netzwerkstärke

Die Bayerische EnergieEffizienz-Netzwerk-Initiative (BEEN-i) ermutigt seit 2015 Unternehmen, beim Energiesparen an einem Strang zu ziehen. Insgesamt waren bisher über 800 Teilnehmer in 86 Netzwerken aktiv. Sie tauschen sich über geeignete Maßnahmen aus, senken gemeinsam Kosten und steigern die Wettbewerbsfähigkeit.

Gegründet wurde die Initiative vom Bayerischen Wirtschaftsministerium mit Wirtschaftskammern und Industrieverbänden. Aus Oberbayern sind einige Unternehmen schon von Anfang an dabei, unter anderem die Schreiner Group GmbH & Co. KG in Oberschleißheim und Canon Production Printing in Poing.

been-i.de

23 Prozent

mehr zahlten bayerische Verbraucher für Bohnenkaffee im Oktober 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik

Münchner Agenturgipfel | Wie Agenturen sich neu (er)finden

Fünf bunte Origami-Schwäne in Reihe, ein roter Schwan fliegt heraus als Symbol für Innovation und Veränderung in der Kreativbranche.

Kreativbranche ­­– Mindset zählt

Relevant, innovativ und attraktiv bleiben – das sind die zentralen Herausforderungen, aber auch Chancen der Kommunikations- und Kreativbranche angesichts neuer Technologien und veränderter Kundenanforderungen. Vorträge und Austausch dazu, wie sich Agenturen neu (er)finden, bietet kostenfrei der Münchner Agenturgipfel im Stammhaus der IHK Ende Januar 2026 in Kooperation mit CommClubs Bayern und der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG).

Kommunikationsprofis und Kreative werden berichten, wie Agenturen sich im Verhältnis zu Auftraggebern aus Unternehmen positionieren, wie integrierte und maßgeschneiderte Agenturmodelle heute aussehen und wie der Einfluss von KI die Branche verändert. So wird Sebastian Moritz, Electric Sheep GmbH, Mut machen, die KI-Transformation sofort anzugehen. Jason Modemann, Mawave Marketing GmbH, stellt vor, wie Social-First-Agenturen an strategischem Einfluss gewinnen und was dies für klassische Agenturstrukturen bedeutet.

Vor der Abschlussdiskussion wird Andreas Schauerte, Kaltwasser Kommunikation GmbH, skizzieren, wie der Agenturnachwuchs ausgebildet werden sollte und warum trotz oder wegen KI dabei das Mindset entscheidend ist.

Die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Unfaire Geschäftsmethoden | Vorsicht, Betrug!

Zahlreiche Unternehmen erhalten derzeit E-Mails, in denen ihnen hochpreisige, oft technische Güter aus Insolvenzmasse zu fantastisch günstigen Preisen angeboten werden. Häufig gilt ein Mindestbestellwert, ein großzügiges Rückgaberecht wird in Aussicht gestellt.

Absender sind angeblich Rechtsanwälte oder Kanzleien. Oft stimmen jedoch die Angaben in der E-Mail und im Website-Impressum nicht überein oder es finden sich Bezeichnungen wie „Inhaber“ oder „Geschäftsführer“, was nicht zu einer Kanzlei passt.Die Empfänger sollten misstrauisch sein. Häufig handelt es sich bei traumhaft günstigen Angeboten, die unangefordert auf dem Schreibtisch landen, nicht um Schnäppchen, sondern um Betrugsversuche. Im Zweifelsfall sollten Firmen zuerst den angeblichen Absender recherchieren und direkt bei ihm nachfragen.

Weitere Infos zu unseriösen Geschäftsmethoden von Abmahnmissbrauch bis Phishing: www.ihk-muenchen.de/ratgeber/recht/werbung-fairer-wettbewerb/abzocke-unserioese-maschen

EU-Importe | Jetzt Zulassung als CBAM-Anmelder beantragen

Frau mit Schutzhelm und Tablet in Industriehafen vor Containern und Kränen

Klimaschutz in der EU – emissionsintensive Produkte sind anzumelden

Rund um globale Liefer- und Wertschöpfungsketten stellen neue Gesetze Unternehmen vor Compliance-Herausforderungen. Überwachungs- und Berichtspflichten nehmen zu. Nun ist seit 1. Januar 2026 die Regelphase für den europäischen CO2-Grenz-ausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism/CBAM) gestartet.

Bereits seit Oktober 2023 galt die Übergangsphase, in der eine quartalsweise Berichtspflicht bestand. Seit Jahresbeginn 2026 dürfen nur noch Unternehmen mit einem Status als zugelassener Anmelder CBAM-pflichtige Waren in die EU importieren.

Der CO2-Grenzausgleichsmechanismus verlangt die Abgabe einer CO2-Steuer auf emissionsintensive Produkte, die im Ausland produziert und in die Europäische Union importiert werden. Betroffen sind Waren aus Zement, Eisen und Stahl, Aluminium, Düngemittel, Wasserstoff und Strom ab einem Gewicht von 50 Tonnen pro Einführer und Jahr. Falls noch nicht geschehen, müssen Unternehmen den Zulassungsantrag als CBAM-Anmelder zeitnah über das EU-Zollportal stellen – eine Einreichung ist bis spätestens 31. März 2026 möglich.

Mehr Informationen: www.ihk-muenchen.de/cbam

Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i | GewO
Zuständigkeit ausgeweitet

Drei Personen in Beratungsgespräch, darunter Finanzanlagen- und Versicherungsvermittler

Betroffen sind unter anderem Finanzanlagen- und Versicherungsvermittler

Die IHK für München und Oberbayern ist nun die für ganz Bayern zuständige Erlaubnis-, Aufsichts- und gegebenenfalls Registrierungsbehörde für Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i Gewerbeordnung (GewO). Mit Wirkung vom 1. Januar 2026 an übernimmt sie von der IHK Aschaffenburg die Erlaubnis- und Aufsichtszuständigkeit für Gewerbetreibende mit einer Erlaubnispflicht nach § 34c GewO (Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger, Baubetreuer und/oder Wohnimmobilienverwalter), nach § 34d GewO (Versicherungsvermittler und -berater), nach §§ 34f und 34h GewO (Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater) sowie nach § 34i GewO (Immobiliardarlehensvermittler). Die IHK für München und Oberbayern ist seit 1. Januar 2026 auch zuständig für die Registrierung dieser Gewerbetreibenden im Vermittlerregister, sofern die Gewerbetreibenden einer Registrierungspflicht unterliegen.

Die IHK für München und Oberbayern verfügt über langjährige Erfahrung in der Erteilung gewerberechtlicher Erlaubnisse und der Aufsicht über die genannten Gewerbetreibenden. Beginnend mit der Einführung der Erlaubnis- und Registrierungspflicht für Versicherungsvermittler und -berater 2007, hatte sie im Rahmen einer Verbundlösung für alle bayerischen Kammern mit Ausnahme der IHK Aschaffenburg diese Tätigkeiten übernommen.

Die wichtigsten Informationen zum Thema finden Unternehmen in den Fragen und Antworten unten.

Welche Aufgaben hat die IHK für München und Oberbayern als Erlaubnisbehörde?

Die IHK für München und Oberbayern berät Gewerbetreibende aus der Finanzdienstleistungs-, Versicherungs- und Immobilienbranche in der Gründungsphase zu erlaubnispflichtigen Tätigkeiten beziehungsweise zu Abgrenzungsfragen. Sie nimmt Erlaubnisanträge von Gewerbetreibenden nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i GewO aus ihrem Zuständigkeitsbereich entgegen, prüft die Erlaubnisvoraussetzungen und erteilt bei Vorliegen aller erforderlichen Voraussetzungen die jeweilige Erlaubnis. Erlaubnisanträge können bequem online eingereicht werden. Den Link zum Online-Antragsverfahren gibt es auf der IHK-Website unter: www.ihk-muenchen.de/gewerbeerlaubnisse

Sofern sich bei bestehenden Erlaubnisinhabern Änderungen zum Beispiel des Namens, der Firma, der betrieblichen Anschrift, ein Wechsel in der Geschäftsführung oder eine Änderung bei den registrierungspflichtigen Personen ergeben haben, sind diese Änderungen der IHK für München und Oberbayern aktiv zu melden. Auch hierfür steht ein Onlineservice zur Verfügung unter: www.ihk-muenchen.de/gewerbeerlaubnisse

Sofern Gewerbetreibende auf eine bestehende Erlaubnis verzichten wollen, weil sie beziehungsweise ihr Unternehmen diese Tätigkeit nicht mehr ausüben, ist eine Verzichtserklärung erforderlich. Gut zu wissen: Eine Gewerbeabmeldung bei der zuständigen Gewerbebehörde führt nicht automatisch zum Erlöschen der Erlaubnis. Die IHK für München und Oberbayern nimmt entsprechende Verzichtserklärungen entgegen und bestätigt den Erlaubnisverzicht. Formulare für den Erlaubnisverzicht gibt es auf der IHK-Website unter: www.ihk-muenchen.de/gewerbeerlaubnisse

Sollten Erlaubnisvoraussetzungen nach Erlaubniserteilung entfallen, ist die IHK für München und Oberbayern auch für eine gegebenenfalls erforderliche Aufhebung der Erlaubnis zuständig.

Welche Aufgaben hat die IHK für München und Oberbayern als Vermittlerregisterbehörde?

Gewerbetreibende nach §§ 34d, 34f, 34h und 34i GewO sind verpflichtet, sich – und gegebenenfalls auch ihre Angestellten – unverzüglich nach Aufnahme ihrer Tätigkeit in das öffentlich einsehbare Vermittlerregister (www.vermittlerregister.info) eintragen zu lassen. Die IHK für München und Oberbayern nimmt diese Registrierungen im Vermittlerregister auf Antrag der Gewerbetreibenden vor. Zu den Aufgaben der IHK gehört es außerdem, erforderliche Registeränderungen vorzunehmen. Das ist zum Beispiel der Fall bei Änderung der betrieblichen Anschrift beziehungsweise bei Löschungen im Vermittlerregister, etwa nach einem Erlaubnisverzicht oder einer Aufhebung der Erlaubnis.

Welche Aufgaben übernimmt die IHK für München und Oberbayern als Aufsichtsbehörde?

Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater mit einer Erlaubnis nach §§ 34f beziehungsweise 34h GewO sowie Bauträger und Baubetreuer nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 3a und 3b GewO trifft eine jährliche Prüfungspflicht nach § 24 FinVermV beziehungsweise § 16 MaBV. Prüfungsberichte beziehungsweise Negativerklärungen sind bis spätestens 31. Dezember des Folgejahrs einzureichen. Sie können bei der IHK für München und Oberbayern bequem online eingereicht werden unter: www.ihk-muenchen.de/gewerbeerlaubnisse

Für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter besteht zudem eine regelmäßige Weiterbildungspflicht im Umfang von jeweils 20 Stunden innerhalb von drei Kalenderjahren. Auch Versicherungsvermittler und -berater müssen sich in einem Umfang von 15 Stunden je Kalenderjahr weiterbilden.

Die IHK für München und Oberbayern überprüft die Einhaltung der Weiterbildungsverpflichtung für Gewerbetreibende aus ihrem Zuständigkeitsbereich.

Achtung: Betroffene Gewerbetreibende sollen Weiterbildungserklärungen und -nachweise nicht unaufgefordert einreichen. Die IHK für München und Oberbayern fordert die Dokumente gezielt an.

Wo finden Antragsteller und Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i GewO weitergehende Informationen?

Die IHK für München und Oberbayern informiert auf ihrer Internetseite über die Erlaubniserteilung und die zu beachtenden Pflichten für Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i GewO: www.ihk-muenchen.de/gewerbeerlaubnisse

Die IHK stellt (Online-)Formulare für die Antragstellung, Checklisten und Merkblätter zur Verfügung. So können sich Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i GewO, die einen Internetauftritt haben, zum Beispiel im Merkblatt „Internet-Impressum“ über die erforderlichen Impressumangaben, unter anderem zur zuständigen Aufsichtsbehörde, informieren. Das Merkblatt enthält auch Beispiele für das Internet-Impressum.

Auch für die Erstinformation von Versicherungsvermittlern und -beratern nach § 15 VersVermV sowie von Finanzanlagenvermittlern und Honorar-Finanzanlagenberatern nach § 12 FinVermV steht ein Merkblatt mit Formulierungshilfen zur Verfügung.

EU-Richtlinie | Recht auf Reparatur

Handwerker repariert Waschmaschine mit offenem Bullauge und Werkzeugkasten im Wohnraum

Reparatur möglich?

Reparieren statt wegwerfen – diese Idee steht hinter der EU-Richtlinie „Recht auf Reparatur“, die im April 2024 verabschiedet wurde. Die neuen Regelungen müssen alle Mitgliedstaaten bis 31. Juli 2026 in nationales Recht umsetzen. Dann können Verbraucher bei bestimmten Produkten auf einer Reparatur bestehen. So soll die Lebensdauer von Geräten verlängert und Abfall reduziert werden. Die Regelung betrifft sowohl Hersteller als auch Händler.

Worauf müssen sich Unternehmen einstellen? Beim Warenverkauf ist künftig Folgendes zu beachten:

  • Verbraucher können für ausgewählte Produktgruppen eine Reparatur zu angemessenen Kosten verlangen, wenn außerhalb der kaufvertraglichen Gewährleistungszeit ein Mangel auftritt. Die Kosten für die Reparatur muss der Käufer übernehmen.
  • Zeigt sich während der Gewährleistungszeit ein Mangel, soll das schon bestehende Recht auf Reparatur für den Verbraucher attraktiver werden.

Die Vorgaben betreffen ausgewählte Produktgruppen, die im Anhang II der Richtlinie geregelt sind. Das sind unter anderem Haushaltsgeräte (z. B. Haushaltswaschmaschinen und -trockner, Kühlgeräte, Staubsauger), elektronische Geräte (z. B. Smartphones, Tablets, Displays) sowie Fahrzeuge mit Batterien (z. B. E-Scooter, E-Bikes). Künftig könnten weitere Produktgruppen hinzukommen.

Ausführliche Infos zum neuen Recht auf Reparatur gibt es auf der IHK-Website unter: www.ihk-muenchen.de/de/Service/Recht-und-Steuern/Vertragsrecht/recht-auf-reparatur sowie www.ihk-muenchen.de/krw

Alpentransit | Lkw-Fahrverbote

An der Brennerautobahn wird mit Hochdruck gearbeitet, die Blockabfertigungen bleiben ein Dauerthema. Die IHK-Website bietet zahlreiche Hinweise rund um die Verkehrsknotenpunkte der Region, zum Beispiel den aktuellen Fahrkalender für die Luegbrücke. Er zeigt bereits geplante Einschränkungen bei der Fahrt über den Brenner im Jahresverlauf sowie absehbare Probleme, etwa bei Schneefall. Inklusive Links zu Websites, die kurzfristige Änderungen melden.

Infos zum Alpentransit

Digitalisierung | Verantwortungsvoll

Auf dem Bayerischen Digitalgipfel haben die Brüder Jannis und Moritz Hutzler den Sonderpreis B.DiGiTAL 2025 für ihre Kinderschutz-App Kidgonet erhalten. Der Bayerische Digitalminister Fabian Mehring (FW) würdigte die Gründer aus Brunnthal für ihr Engagement, mit einer App den verantwortungsvollen und sicheren Umgang von Kindern mit digitalen Medien zu fördern – als Zeichen für Medienkompetenz, Datenschutz und digitale Aufklärung.

IHK-Vollversammlungen | Jahreshöhepunkt

Das „Parlament der oberbayerischen Wirtschaft“ ist die Vollversammlung der IHK für München und Oberbayern. Sie wird 2026 am 10. März, 8. Juli sowie 24. November tagen, jeweils von 15 bis 18 Uhr. Da 2026 ganz im Zeichen der IHK-Wahl steht, bildet die konstituierende Sitzung der frisch gewählten Vollversammlung im Sommer den Höhepunkt des Jahres. Die Sitzungen werden live auf der IHK-Website gestreamt:

Im Rückblick | Schätze aus dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv

Mitarbeiter der Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG 1953 in Ringelhemden und mit Schnurrbärten posieren vor Faschingsfeier

Faschingsfeier bei der Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG

„Starke Männer“ bei der Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG („PST!“) 1953. Mit Schnurrbart, Ringelhemd und Anker auf dem Oberarm posieren Mitarbeiter für den Fotografen, bevor es auf die Faschingsfeier der Brauerei geht.

Software | Open Source in Unternehmen

Mann arbeitet an Laptop, zwei Frauen besprechen sich im Hintergrund in hellem Büro mit moderner Technik

Freie Software – flexibel und günstig

Weniger Kosten, flexiblere Nutzung – sieben von zehn Unternehmen nutzen Open-Source-Software. Die für eine Studie vom Digitalverband Bitkom befragten 1.152 Unternehmen ab 20 Beschäftigten sehen als Vorteil Kosteneinsparungen (26 Prozent) sowie den Zugriff auf Quellcodes (19 Prozent). Damit können sie die Software an ihre betrieblichen Anforderungen anpassen und entdecken Sicherheitslücken schneller. Allerdings erschwert der Fachkräftemangel die Entwicklung von Open Source erheblich (20 Prozent).

Energiewende-Barometer | „Widersprüche überfordern die Wirtschaft“

Hochspannungsmasten ragen aus Nebel über bewaldeter Landschaft bei Sonnenaufgang

Im Nebel – „Konstruktionsplan“ für Energiewende bleibt unklar

Die Zahlen lassen aufschrecken: 32 Prozent der bayerischen Unternehmen sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Energiewende in Gefahr. Knapp jedes fünfte will seine Produktion einschränken oder sie ins Ausland verlagern, in der Industrie sind es sogar 42 Prozent.
Diese Zahlen ermittelten die neun bayerischen Industrie- und Handelskammern (BIHK) in ihrem jährlichen Energiewende-Barometer. Vor allem die hohen Energiepreise belasten: 62 Prozent der rund 700 befragten Unternehmen sehen sie als negativen Faktor für Investitionen. Als weitere Hürden, auch für den Klimaschutz, nennen die Unternehmen übergroße Bürokratie und unverhältnismäßig lange Planungs- und Genehmigungsprozesse.
„Die Widersprüche der Energiepolitik überfordern auf Dauer vor allem in der Industrie viele Betriebe“, sagt BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. „Trotz aller politischer Zielvorgaben gibt es weiterhin keinen verlässlichen Konstruktionsplan für die Energiewende.“
Die meisten Unternehmen sind dennoch schon in der Umsetzung: 72 Prozent erzeugen bereits erneuerbare Energien oder haben dies bald vor. 81 Prozent wollen bis spätestens 2045 klimaneutral sein, acht Prozent haben dieses Ziel bereits erreicht.
„Viele Unternehmen packen an und investieren in die Energiewende. Dazu sind sie aber mehr denn je auf Planungssicherheit, weiteren Netzausbau und schnellere Genehmigungsverfahren angewiesen“, betont Gößl.
www.bihk.de

IHK-Sachverständige | Neue oberbayerische Experten

Computerbetrug, Datendiebstahl oder IT-Sabotage: Bei der Untersuchung, Begutachtung und Aufklärung von Cyberkriminalität ist Expertise auf höchstem Niveau notwendig. Die deutschlandweit ersten beiden Sachverständigen für IT-Forensik hat die IHK für München und Oberbayern jetzt öffentlich bestellt und vereidigt. Weitere vier neue Sachverständige hat die IHK im Oktober 2025 öffentlich bestellt und vereidigt. Somit gibt es auch Verstärkung im Expertenkreis mit Sachverständigen für Schäden an Gebäuden, vorbeugenden Brandschutz und Lebensmittelchemie.
IHK-Sachverständige müssen unabhängig und weisungsfrei agieren. Vor ihrer öffentlichen Bestellung und Vereidigung weisen sie ihre Sachkunde und Eignung in anspruchsvollen Anhörungen und Prüfungen nach. Sachverständige gibt es für 250 Sachgebiete, am häufigsten nachgefragt werden Immobilienbewertung, Kfz-Schäden und Brandschutz. In Oberbayern sind rund 640 Sachverständige aktiv, die vor allem bei Gerichtsverfahren, Schadensbegutachtungen oder der Bewertung von Vermögensgegenständen ihr Wissen einbringen.
www.ihk-muenchen.de/ratgeber/sachverstaendige

Verpackungen | Aktualisierter Leitfaden

Karton mit nachhaltiger Verpackung und Label „100% recyclable reusable“ auf Holzspänen

Verpacken, möglichst nachhaltig

Auf jeden Verbraucher kommen laut Bundesstatistik jährlich rund 200 Kilogramm Verpackungsmüll. Diese Menge ist seit 2005 um 15 Prozent gestiegen. Deshalb sind auch Unternehmen gefordert, Verpackungen zu reduzieren und zu vermeiden. Dabei unterstützen die bayerischen Industrie- und Handelskammern mit ihrem aktualisierten Leitfaden zu recyclingfähigen und nachhaltigen Verpackungen.
Unternehmen erfahren anhand von zahlreichen Praxisbeispielen, wie sie ein nachhaltiges Verpackungskonzept möglichst kostengünstig realisieren. Der Leitfaden informiert auch über rechtliche Rahmenbedingungen und wie die Einbindung von Mitarbeitern gelingt.
www.ihk-muenchen.de/ratgeber/betrieblicher-umweltschutz/kreislaufwirtschaft/nachhaltige-verpackungen

IHK-Wahl 2026 | Unternehmer wählen ihre IHK-Vertreter

Unternehmerin in roter Bluse mit verschränkten Armen vor Büro mit Kollegen im Hintergrund

IHK-Wahl – Mitmachen ist Ehrensache

Im April/Mai 2026 findet die IHK-Wahl statt. Die Mitgliedsunternehmen der IHK für München und Oberbayern stimmen darüber ab, wer ihre Interessen in den nächsten fünf Jahren in der IHK-Vollversammlung und in den Regionalausschüssen vertreten soll. Wer wählt, nimmt direkten Einfluss auf die Zukunft der Wirtschaft in seiner Region und seiner Branche.
Jedes Unternehmen hat je eine Stimme für die Vollversammlung und eine für seinen Regionalausschuss – ganz gleich, wie groß es ist. Die wahlberechtigten Unternehmen können ihre Stimme per Briefwahl oder online abgeben. Die Wahlunterlagen und Zugangsdaten zur Onlinewahl werden rechtzeitig per Post versendet.
Bei der IHK-Wahl entscheiden rund 400.000 Mitgliedsunternehmen über die Zusammensetzung der IHK-Vollversammlung und der Regionalausschüsse. Die Vollversammlung ist das demokratisch legitimierte höchste Entscheidungsorgan der IHK. Sie bestimmt unter anderem die Richtlinien der IHK-Arbeit und legt die wirtschaftspolitische Positionierung fest. In den 20 Regionalausschüssen engagieren sich die Unternehmerinnen und Unternehmer für die Belange der regionalen Wirtschaft. Sie sind branchenübergreifend besetzt und entsprechen weitestgehend den oberbayerischen Landkreisen.
Mehr Informationen zur IHK-Wahl 2026 unter: www.ihkwahl2026.de

13. Münchner Datenschutz-Tag Digital sicher in die Zukunft!

Hände tippen auf Laptop-Tastatur zur digitalen Kommunikation und Datenschutzthemen

Datenschutz-Tag – alle Infos zu aktuellen Themen

Den Weg zur Digitalisierung datenschutzkonform gehen – dafür bietet der 13. Münchner Datenschutz-Tag die alljährliche oberbayerische Plattform für den Dialog zwischen Wirtschaft, Legislative, Exekutive sowie Datenschutz- und KI-Aufsicht zu aktuellen praxisrelevanten und zukunftsweisenden Fragestellungen: Braucht es eine Reform der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und neue Rechtsgrundlagen rund um den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI)? Wie kann ein europäischer Weg aussehen, der zugleich die Digitalisierung vorantreibt und die Wirtschaft entlastet? Wie können Datentransfers in Drittstaaten langfristig abgesichert werden?
Unter der Prämisse der EU-Kommission, Vorgaben der Datenökonomie und der DSGVO zu harmonisieren, diskutieren Experten mit Wirtschaftsvertretern, wie die Umsetzung von digitalen Prozessen rechtssicher erfolgen kann.
Mehr Infos: www.ihk-muenchen.de/datenschutz-tag

Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i GewO | Erweiterte Zuständigkeit für ganz Bayern

Zwei Frauen im Beratungsgespräch an einem Tisch mit Notizbuch und Laptop in hellem Büro

Versicherungsvermittler & Co. – Verbundlösung für Bayern

Ab dem 1. Januar 2026 ist die IHK für München und Oberbayern die für ganz Bayern zuständige Erlaubnis-, Aufsichts- und gegebenenfalls Registrierungsbehörde für Gewerbetreibende nach §§ 34c, 34d, 34f, 34h und 34i Gewerbeordnung (GewO).
Die IHK für München und Oberbayern übernimmt diese Zuständigkeiten nun für alle bayerischen Kammern. Diese Verbundlösung besteht bereits seit Längerem und bezieht ab 1. Januar 2026 auch die IHK Aschaffenburg ein.
Mehr Informationen: www.ihk-muenchen.de/berufszugang/gewerbeerlaubnisse

Steuern | Wichtig ab Januar

Neues Jahr, neue Regelungen – übersichtlichdargestellt auf der IHK-Website: www.ihk-muenchen.de/ratgeber/steuern/aenderungen-jahreswechsel

IHK-Podcast | Wirtschaft hören

Von Digitalisierung über Fachkräfte bis zu Recht und Steuern: Der IHK-Podcast „Wirtschaft für Zukunft“ liefert frische Impulse zu den Themen, die Unternehmen heute bewegen — alle zwei Wochen neu, auf allen gängigen Kanälen abrufbar.
www.ihk-muenchen.de/initiativen/podcast

Kommunalwahl 2026 | Lokale Übersicht

Am 8. März 2026 werden in Bayern rund 39.500 Bürgermeister, Landräte sowie Gemeinde- und Kreisräte gewählt. Zu allen wirtschaftlich bedeutsamen Themen bietet die IHK eine Übersichtswebsite. Auf ihr finden sich die Standortumfrage sowie, sortiert nach Regionen, wichtige Fakten der 23 Landkreise und kreisfreien Städte inklusive der Positionen der IHK-Regionalausschüsse.
www.ihk-muenchen.de/kommunalwahl-2026

Patente | Die Welt von morgen

Von Supermagneten ohne seltene Erden über organische Leuchtdioden bis hin zu Bionik im Fahrzeugbau: Über patentierte Erfindungen aus aller Welt berichtet die neue, kostenfreie Broschüre „erfinden“ des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA). Der Leser erhält Einblicke in die Arbeit der DPMA-Prüfer und in zukunftsweisende Technologien.
www.dpma.de/dpma/veroeffentlichungen/erfinden/index.html

Im Rückblick | Schätze aus dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv

Weihnachtsfeier 1951 bei Rodenstock im Hofbräuhaus mit Nikolaus, Engel und Werksorchester vor festlich geschmückten Tischen

Weihnachtsfeier 1951 beim Münchner Optikspezialisten Rodenstock.

Fröhliche Weihnachten bei Rodenstock 1951. Der Münchner Optikspezialist feiert mit seinen Mitarbeitern festlich im Hofbräuhaus mit Nikolaus, Engel und viel Lametta. Die Weihnachtslieder spielt das firmeneigene Werksorchester.