Pressemeldung vom 11.02.2026

„Landkreis Ebersberg fit für die Zukunft machen!“

Wie macht sich der Landkreis Ebersberg fit für die Zukunft und wie bleibt die Region ein attraktiver Wirtschaftsstandort? Als Antwort legt die heimische Wirtschaft konkrete Vorschläge im Vorfeld der Kommunalwahl auf den Tisch: Der IHK-Regionalausschuss Ebersberg fordert von der Kommunalpolitik neben einer modernen und serviceorientierten Verwaltung mehr Tempo beim Planen, Genehmigen und Bauen sowie eine Infrastruktur, die der Mobilität von heute gerecht wird, und mehr Unterstützung von Fach- und Arbeitskräften.

IHK-Regionalausschuss stellt Forderungen zur Kommunalwahl vor

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Sonja Ziegltrum, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Ebersberg

„Unser gemeinsames Ziel sollte sein, das Beste aus unserem Landkreis für die Wirtschaft herauszuholen“, sagt Sonja Ziegltrum, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Ebersberg. „Wenn wir als Wirtschaftsstandort weiterhin zukunftsfähig sein wollen, müssen wir auch mutige Schritte in Richtung Zukunft gehen. Weil Erfolg nur im Miteinander gelingt, wollen wir mit anpacken und Brücken zwischen Kommunalpolitik, Unternehmen und Verwaltung bauen.“

Konkret fordert der IHK-Regionalausschuss als Stimme von mehr als 11.000 IHK-Mitgliedsunternehmen im Landkreis:

  • Moderne Verwaltung: „Der Großteil der belastenden Bürokratie kommt aus Berlin oder Brüssel“, so Ziegltrum. „Aber hier vor Ort wird entschieden, wie lange Genehmigungsverfahren dauern und wie die Kommunikation mit Unternehmen ist, wenn sie zum Beispiel einen Antrag für eine Firmenerweiterung stellen.“ Der Regionalausschuss fordert daher unter anderem mehr Entscheidungsbefugnisse für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine sichergestellte Erreichbarkeit der Verwaltung und den Einsatz von digitalen und KI-gestützten Programmen zur schnelleren Abwicklung und zur Klärung von Anfragen und Sachstandsauskünften. „Wir erwarten auch mehr Zusammenarbeit mit den Nachbarlandkreisen und der Stadt München, zum Beispiel bei der Nutzung von gleichen IT-Programmen. Der Wirtschaft ist nicht geholfen, wenn die Wirtschaftsfreundlichkeit an der Landkreisgrenze endet“, so Ziegltrum.

  • Mehr Tempo bei Planen, Genehmigen und Bauen: „Die Fach- und Arbeitskräfte brauchen Wohnraum, die Unternehmen brauchen Gewerbeflächen“, sagt die IHK-Regionalausschussvorsitzende. „Lange Planungs- und Genehmigungsverfahren machen Projekte aber schwer kalkulierbar und erhöhen die Kosten.“ Deswegen brauche es mehr Tempo und schnellere Verfahren. Der IHK-Regionalausschuss fordert daher unter anderem, dass die Verwaltung mehr auf Digitalisierung setzt, Unternehmen beziehungswiese Bauherrn frühzeitig bei Projekten einbindet, Firmen bei Mitarbeiterwohnungen mehr unterstützt und Möglichkeiten gemeinsam auslotet sowie Nachweispflichten reduziert, um den Bau zu beschleunigen.

  • Zeitgemäße Infrastruktur und Mobilitätsangebote: „Je besser das Verkehrsangebot ist, desto attraktiver ist der Standort – das gilt für die Unternehmen, aber auch für die Fach- und Arbeitskräfte“, betont Ziegltrum. Der IHK-Regionalausschuss fordert daher unter anderem ein Gesamtkonzept für einen besseren Verkehrsfluss auf der B304, mehr Rastflächen für den Schwerlastverkehr mit intakten Sanitäranlagen sowie bei Baustellen und Straßensanierungen mehr Abstimmung zwischen den Kommunen, um die Anzahl zu reduzieren und die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten. Ebenfalls setzt sich die Wirtschaft dafür ein, dass die Politik im Landkreis dem ÖPNV den Rücken stärkt und nicht nur die Finanzierung sichert, sondern auch für mehr Pünktlichkeit und Verlässlichkeit bei der S-Bahn eintritt.

  • Unterstützung für Fach- und Arbeitskräfte: „Ohne ausreichend Fach- und Arbeitskräfte können die Unternehmen bei uns im Landkreis nicht arbeiten. Für das Wachstum der heimischen Wirtschaft brauchen wir mehr Arbeitskräfte“, so Ziegltrum. Deswegen fordert der IHK-Regionalausschuss unter anderem mehr bezahlbaren Wohnraum durch breite kommunale Unterstützung der Wohnbaugesellschaft Ebersberg, eine wirtschaftsfreundliche Auslegung aufenthaltsrechtlicher Verfahren in der Ausländerbehörde, höhe Betreuungskapazitäten dank Entlastung des Personals in den Kindergärten von Verwaltungsaufgaben durch zentrale Verwaltungsstellen und Betreuungsangebote auch in Randzeiten.

„Über allem steht auch die Frage, wie die Kommunalpolitik mit den öffentlichen Geldern umgeht. Wir brauchen keine neuen oder höheren Steuern und Abgaben auf kommunaler Ebene“, bekräftigt Ziegltrum. „Die heimische Wirtschaft steht als Partner für die Kommunalpolitik und die Verwaltung bereit, wenn es um konkrete Projekte und Reformen geht. Unser Ziel ist es: Wir wollen, dass bestehende Firmen auch weiterhin den Landkreis als ihre Heimat sehen, hier vor Ort entwickeln und produzieren sowie Arbeitsplätze sichern und neue schaffen.“

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