Pressemeldung vom 28.01.2026

Wirtschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck: „Wir wollen Vorzeigelandkreis sein!“

Die Wirtschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck sieht großes Zukunftspotenzial für die Region und fordert deswegen vor der Kommunalwahl eine moderne Kommunalverwaltung, mehr Fokus auf Ausbildung und Pilotprojekte für autonomes Fahren. „Unser gemeinsames Ziel sollte sein, das Beste aus unserem Landkreis für die Wirtschaft herauszuholen“, sagt Michael Steinbauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck. „Wenn wir als Wirtschaftsstandort weiterhin zukunftsfähig sein wollen, müssen wir auch mutige Schritte in Richtung Zukunft gehen. Für diese Schritte vor Ort sind diejenigen verantwortlich, die sich der Kommunalwahl um die Posten im Landratsamt sowie in den Rathäusern bewerben. Aber weil Erfolg nur im Miteinander gelingt, wollen wir mit anpacken und Brücken zwischen Kommunalpolitik, Unternehmen und Verwaltung bauen.“

IHK-Regionalausschuss stellt Forderungen zur Kommunalwahl vor

michael_steinbauer_wn

Michael Steinbauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck

Konkret fordert der IHK-Regionalausschuss als Stimme von fast 16.000 IHK-Mitgliedsunternehmen im Landkreis:

  • Moderne Verwaltung: „Der Großteil der belastenden Bürokratieflut kommt aus Berlin oder Brüssel. Da sind dem Landratsamt und den Rathäusern die Hände gebunden“, so Steinbauer. „Aber hier vor Ort wird entschieden, wie lange Genehmigungsverfahren dauern und wie die Kommunikation mit Unternehmen ist, wenn sie zum Beispiel einen Antrag für eine Firmenerweiterung stellen.“ Der Regionalausschuss fordert daher unter anderem mehr Service-Orientierung, klare Leistungskriterien wie in der freien Wirtschaft sowie sogenannte „Fast Lanes“ für Gewerbetreibende.

  • Mehr Fokus auf Ausbildung: „Es ist kein Geheimnis, dass in den kommenden Jahren der demografische Wandel mit dem Renteneintritt der Babyboomer-Generation voll einschlagen wird. Die Unternehmen im Landkreis stellt das vor eine große Herausforderung. Umso mehr müssen wir eine unserer größten Stärken noch weiter fördern – nämlich das duale Ausbildungssystem. Die Ausbildung beschert uns top ausgebildete und motivierte Fachkräfte, die wir dringend brauchen“, bekräftigt der IHK-Regionalausschussvorsitzende. Der IHK-Regionalausschuss fordert daher unter anderem mehr Schulausflüge in Betriebe, mehr Unterstützung für Schülerinnen und Schüler mit Sprachproblemen als Vorbereitung auf eine Ausbildung sowie Aufbau eines Lehrlingswohnheims in Zusammenarbeit mit den Unternehmen.

  • Landkreis als Pilotregion für autonomes Fahren: „Insbesondere bei der Mobilität hat die Kommunalpolitik die Hebel in der Hand. Damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Azubis oder auch Kunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto bestmöglich zu den Unternehmen bei uns im Landkreis kommen, braucht es eine gute Anbindung“, so Steinbauer. „Neben Bussen und S-Bahnen sollten wir selbstbewusst und mutig mehr Fokus auf autonomes Fahren legen, um auch dem Arbeitskräftemangel bei den Busunternehmen und der Bahn entgegenzutreten.“ Der IHK-Regionalausschuss fordert daher unter anderem eine flächendeckende Mobilitätsstudie für den Landkreis, eine Teststrecke für autonom fahrende Bussen sowie Pilotprojekte zur verkehrlichen Entlastung der Innenstädte.

„Die heimische Wirtschaft steht als Partner für die Kommunalpolitik und die Verwaltung bereit, wenn es um konkrete Projekte und Reformen geht. Unser Ziel ist es: Wir wollen, dass bestehende Firmen auch weiterhin den Landkreis als ihre Heimat sehen, hier vor Ort entwickeln und produzieren sowie Arbeitsplätze sichern und neue schaffen“, betont Steinbauer. „Gerade die vielen Start-ups machen uns große Hoffnung – sie sind der Motor und Treiber für die Zukunft!“

Ansprechpartner Pressestelle