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Pressemeldung vom 17.02.2026

Kommunalwahlen werfen Schatten voraus

Sieben Kandidatinnen und Kandidaten, Vertreter eines breiten politischen Spektrums, bewerben sich bei den Kommunalwahlen am 8. März um das Amt der Landrätin beziehungsweise des Landrats im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. In einer von Eduard Kastner, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen, und Andreas Regensburger von der IHK-Geschäftsstelle Ingolstadt moderierten Podiumsdiskussion stellten sich fünf von ihnen den Fragen der Wirtschaft. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer waren der Einladung zum Austausch ins Hotel Alea Eco gefolgt.

Lebendige IHK-Podiumsdiskussion mit Kandidaten für das Amt des Landrats

Ein starker Landkreis, in dem es sich gut leben, arbeiten und unternehmerisch aktiv sein lässt: Diesem Ziel haben sich alle Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Landrats verschrieben. Die Bewerberinnen und Bewerber präsentierten darüber hinaus ihre Ideen und Lösungsansätze, um die Behörde noch leistungsfähiger und dienstleistungsorientierter im Umgang mit der Wirtschaft aufzustellen – eine der wichtigsten Forderungen der Unternehmerschaft.

„Für die Wirtschaft steht ein guter Austausch mit der Kommunalpolitik und der partnerschaftliche Umgang miteinander an erster Stelle“, erklärte Eduard Kastner, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen. „Unser Landkreis steht gut da, aber trotzdem haben wir Baustellen. Wir stecken mitten im wirtschaftlichen Strukturwandel mit vielen Herausforderungen für die Menschen und Betriebe. Die Zukunft dürfen wir nicht verschlafen. Deswegen brauchen wir vorausschauende Kommunalpolitiker mit mutigen Ideen und kreativen Lösungsvorschlägen, um den Landkreis zukunftsfit und stark im Wettbewerb um Fachkräfte und ansiedlungswillige Betriebe aufzustellen“, so der Vorsitzende.

Breiten Raum nahm die Bedeutung der Digitalisierung ein, und wie sie die Prozesse im Landratsamt effizienter, schneller und damit unternehmensfreundlicher gestalten kann. Weit über 100 Prozesse sind bereits digitalisiert, den digitalen Bauantrag gibt es bereits seit vier Jahren. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Zur Digitalisierung gehört auch, die Prozesse auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen, Stichwort Bürokratieabbau. Weiterhin ging es in der Debatte um den notwendigen Mentalitätswandel bei den Mitarbeitern in den Kommunalverwaltungen. Wichtig sei die Behandlung auf Augenhöhe, so ein Unternehmer, und das Einhalten von Serviceversprechen auch unter Ausnutzung von Handlungsspielräumen. Zu genau solchem Verhalten müsse die künftige Spitze im Landratsamt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermuntern und auch die Fehlerkultur stärken, so der Tenor in der Runde.

Positiv herausgestellt wurden die Services des KUS in seiner Rolle als Wirtschaftsförderer. Alle Kandidaten sprachen sich für eine Stärkung des Kommunalunternehmens aus. Aufgrund des Wirtschaftsfokus‘ der Diskussionsrunde kamen auch die fehlenden Gewerbeflächen zur Sprache. Fast alle Kandidaten unterstützen weitere Ausweisungen, die schwierig genug sind. „Es geht darum, Abwanderungen zu verhindern und Neuansiedlungen im Zuge des wirtschaftlichen Strukturwandels zu ermöglichen“, erklärte Kastner. „Wirtschaftliche Stärke schafft die Voraussetzung dafür, dass der Landkreis auch in Zukunft gut für seine Bürgerinnen und Bürger sorgen kann.“

An der Podiumsdiskussion nahmen teil: Andreas Aichele (CSU), Albert Gürtner (Freie Wähler), Diana Fuchs-Schlampp (Die Linke), Markus Käser (SPD) und Bettina Markl (Die Grünen). Thomas Schwarz (AfD) und Robert Scharbach (FDP) konnten den Termin nicht wahrnehmen.

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