Jedes Jahr entstehen der deutschen Wirtschaft Schäden in Milliardenhöhe durch Ladungsdiebstahl. Dies geschieht etwa durch das Aufschlitzen von Lkw-Planen, den Diebstahl beladener Fahrzeuge oder durch Identitätsbetrug direkt an der Rampe. Bei letzterem gehen die Täter zunehmend raffinierter vor: Sie nutzen Fakeaccounts, um über Frachtenbörsen geeignete Ladungen zu finden, fälschen Abholaufträge und Lieferscheine oder gründen kurzfristig Scheinfirmen, um an Waren zu gelangen. Entscheidend ist für die Täter dabei nicht allein der Wert der Güter, sondern vor allem deren leichte Verkäuflichkeit.

Prävention Ladungsdiebstahl

Die Wahrscheinlichkeit eines Ladungsdiebstahls lässt sich reduzieren, beachten Sie dabei folgende Punkte:

  • Bei der Verwendung von Frachtenbörsen sollten Sie deren Sicherheitssysteme nutzen, zum Beispiel die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

  • Überprüfen Sie unbekannte Frachtführer, z.B. Handelsregister, BALM VU-Dat, Bonitätsprüfung.

  • Lassen Sie sich bereits vor Abholung das Kennzeichen und den Namen des Fahrers geben.

  • Übergeben Sie Ihre Waren nur an Fahrer die, sich genügend legitimieren können, z.B. durch einen Abholauftrag, Lieferschein oder Ausweis.

  • Lassen Sie die Fahrer nur auf bewachten, sicheren Parkplätzen übernachten.

  • Sprechen Sie mit Ihrem Transportversicherer und halten Sie sich über aktuelle Betrugsfälle informiert.

  • Legen Sie klare Bedingungen für den Transport fest, z.B. Verbot von unbekannten Subunternehmern.

  • Bedenken Sie die Verwendung von technischen Hilfsmitteln zum Beispiel GPS-Tracking.

FAQ: Häufige Fragen zum Ladungsdiebstahl

Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) bietet auf Ihrer Website umfangreiches Informationsmaterial und Hilfestellungen.

Unter anderem über das elektronisches Zentralregister für Güter- und Personenkraftverkehrsunternehmen kurz VU Dat des Bundesamts für Logistik und Mobilität.

Nützen Sie die angebotenen Sicherheitsverfahren, 2-Faktor Authentifizierung sowie die vorgegebenen Checklisten.

Derzeit gibt es keine genauen Statistiken, jedoch arbeitet der Bundesverband
Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. an einer solchen Statistik.