Ab dem 1. Juni 2026 wird in der EU, der Schweiz, Norwegen und dem Vereinigten Königreich das volldigitale Carnet ATA eingeführt. Damit zählt die EU und somit auch Deutschland zu den Vorreitern dieser globalen Digitalisierung.

Inhalt

Das Carnet ATA wird volldigital!

Ab dem 1. Juni 2026 können ATA Carnets für die Schweiz, Norwegen und das Vereinigte Königreich digital ausgegeben und auch von Behördenseite digital abgewickelt werden.

Was bleibt:

  • Die Antragstellung Carnet ATA wie gewohnt über www.e-ata.de/ihkmo
  • Die Nämlichkeitssicherung beim zuständigen Zollamt
  • Die Verwendungszwecke (Messewaren, Warenmuster, Berufsausrüstung)
  • Die rechtliche Grundlage des ATA-Carnet-Verfahrens
    (Istanbul-Übereinkommen, ATA-Übereinkommen)

Was sich ändert:

Vorteile auf einen Blick:

  • Keine Gefahr mehr, dass das Papierdokument verloren geht
  • Reduzierung der mitzuführenden Papiere
  • Schnellere Abwicklung an den Grenzzollstellen
  • Echtzeit-Tracking der Warenbewegungen
  • Digitale Archivierung aller Dokumente

Die Einführung des volldigitalen Carnets befindet sich derzeit in der finalen Vorbereitung. Aktuelle Informationen zum volldigitalen Carnet stellt die IHK für München und Oberbayern fortlaufend auf ihrer Homepage bereit. Sobald neue Informationen vorliegen, wird diese Seite entsprechend aktualisiert. Alternativ informiert der monatlich erscheinende Newsletter der IHK für München und Oberbayern.

Das volldigitale Carnet ATA ab dem 1. Juni 2026

1. Firmen / Kleingewerbetreibende / Privatpersonen beantragen wie gewohnt über www.e-ata.de/ihkmo ein Carnet.

2. Wenn das Zielland die Schweiz, Norwegen und/oder das Vereinigte Königreich ist, erhält das Unternehmen anstatt des analogen ATA Carnets eine eCarnet ID sowie einen eCarnet PIN-Code über das e-ata-System.

3. Der Carnet-Inhaber lädt die kostenlose ATA Carnet App aus dem App Store (iOS) oder Google Play (Android) herunter und registriert sich.

Zum einen gibt es eine mobile Handy-App, aber auch eine Desktopvariante, mit der sich am Laptop oder Rechner die ATA Carnets verwalten lassen. Die Desktopvariante wird empfohlen, wenn die Ware an einen Dienstleister (z.B. Spediteur) übergeben wird. bzw. wenn mehrere Carnets zu monitoren sind.

4. In der App gibt der Carnet-Inhaber die eCarnet ID sowie den eCarnet PIN-Code ein. Mit der eCarnet ID und dem eCarnet PIN-Code wird das digitale Carnet in die App geladen.

5. Der App-Nutzer bereitet die Reiseabschnitte (Nämlichkeitssicherung, Ausfuhr, Einfuhr, Wiederausfuhr, Wiedereinfuhr, ggf. Transit) entsprechend vor und erstellt entsprechende QR-Codes, welche an den jeweiligen Stellen eingescannt werden, um das Carnet zu bearbeiten.

6. Bei der Zollabfertigung zeigt der Nutzer oder sein Beauftragter (z. B. Spediteur) den QR-Code aus der App vor. Der Zoll scannt den Code und bearbeitet die Erklärung digital. Carnet weitergeben: Falls nötig, kann der QR-Code oder das gesamte Carnet an einen Fahrer oder bevollmächtigten Vertreter weitergegeben werden (mit entsprechender Vollmacht).

7. Wenn das Carnet zurück ist, wird die zuständige IHK voraussichtlich hierüber aktiv vom Unternehmen informiert.

Ausblick

Die Einführung des volldigitalen Carnets befindet sich derzeit in der finalen Vorbereitung. Aktuelle Informationen zum volldigitalen Carnet stellt die IHK für München und Oberbayern fortlaufend auf ihrer Homepage bereit. Sobald neue Informationen vorliegen, wird diese Seite entsprechend aktualisiert.

Alternativ informiert der monatlich erscheinende Newsletter der IHK für München und Oberbayern .

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind und alle wichtigen Informationen seitens ICC und DIHK vorliegen, wird die IHK für München und Oberbayern Webinare zum volldigitalen Carnet anbieten.

Die Termine werden auf dieser Homepage sowie im IHK-Newsletter bekannt gegeben.

Die IHK für München und Oberbayern bittet darum, von individuellen Anfragen abzusehen.

Schrittweise werden sich weitere Carnet-Länder dem neuen System anschließen. Nach momentanem Stand werden die nächsten Länder die USA, Kanada und China sein.

Die IHK für München und Oberbayern hält Sie mit dem Newsletter gerne auf dem Laufenden, welche Carnet-Länder beim volldigitalen Carnet hinzukommen.