Pressemeldung vom 13.01.2026

Bayerische Wirtschaft lehnt SPD-Vorschläge zur Erbschaftsteuer ab

Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) lehnt den SPD-Vorschlag für eine Neuregelung der Erbschaftsteuer für Betriebsvermögen ab. "Jeder vierte mittelständische Betrieb plant mit dem Rückzug der jetzigen Senior-Chefgeneration die Stilllegung des Geschäfts – so viele wie nie zuvor. Zudem verzeichnen wir monatlich 2.000 Firmeninsolvenzen vor allem im Mittelstand, so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. Ausgerechnet in dieser Phase verschärft der Vorschlag der SPD zur Erbschaftsteuer die Zukunftssorgen vieler Mittelständler noch weiter", sagt BIHK-Chef Manfred Gößl.

BIHK-Chef Gößl: "Jede Erbschaftsteuer auf Betriebsvermögen schwächt die Wirtschaft"

"Außerdem ignoriert der Vorschlag die höchstrichterliche Rechtsprechung, die weitreichende erbschaftsteuerliche Ausnahmen für kleinere und mittlere Unternehmen als gerechtfertigt ansieht, weil sie das Rückgrat der Wirtschaft und unsere wichtigsten Arbeitgeber sind. Die SPD-Pläne bedeuten in der Praxis eine erhebliche Zusatzbelastung selbst für kleine Unternehmen. Jede Erbschaftsteuer auf Betriebsvermögen schwächt die Wirtschaft, weil sie wie ein Damoklesschwert über den Betriebsinhabern und den nächsten Generationen hängt. Sie vermindert Eigenkapital und Investitionskraft der Betriebe. Nötig ist aber genau das Gegenteil“, so Gößl weiter.

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