Gründungsrekord bei bayerischen Startups

Bayerns Startups legen ein rekordverdächtiges Wachstum hin: Im vergangenen Jahr sind im Freistaat 785 neue Startups an den Start gegangen, das ist ein Plus von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit gab es dagegen nur 29 Prozent mehr neue Startups, wie der erste bayerische „Startup und Scaleup Monitor“ des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) und des Startup-Verbands zeigt. Der Auswertung zufolge gibt es aktuell rund 4.400 Startups in Bayern und damit so viele wie in keinem anderen deutschen Bundesland.

Kernergebnisse des Startup & Scaleup Monitors

Bayern führt bei der Startup-Aktivität

Rund 4.400 Startups gibt es aktuell in Bayern. Kein anderes Bundesland hat mehr. München und sein Umland zählen über 2.400 junge Wachstumsunternehmen – das macht den Hotspot zum zweitstärksten Standort nach Berlin.

Startup-Neugründungen steigen 2025 deutlich

Im letzten Jahr ist die Zahl neu gegründeter Startups in Bayern von 538 auf 785 gestiegen. Das ist ein Plus von 46 % gegenüber 29 % im Bundesschnitt. Im Freistaat zeigt sich also eine überproportional hohe Dynamik.

Frauenanteil ist sehr gering

Mit nur 17 % Gründerinnen liegt man in Bayern unter dem ohnehin niedrigen Bundesschnitt von 20 %. In München beträgt er nur 14 %. Strukturelle Barrieren bremsen das Potenzial von Frauen in der Startup-Szene also bislang deutlich aus.

Hochschulen sind Innovationsmotor

55 % der bayerischen Startups haben Unterstützung von Hochschulen erhalten und 71 % bewerten diese positiv. Bayern zählt zudem zu den führenden Standorten in den Bereichen Künstliche Intelligenz und DeepTech.

DefenseTech boomt – München an der Spitze

Mehr als eine Milliarde Euro an Investitionen flossen 2025 in diesen Sektor. Dieses Kapital ging fast ausschließlich nach Bayern und insbesondere München hat sich damit als Zentrum der wachsenden Branche etabliert.

München ist auf Augenhöhe mit Berlin

Lange wurde in der Hauptstadt mehr investiert, doch 2025 lag die Region München mit einem Finanzierungsvolumen in Höhe von rund 2,7 Mrd. Euro knapp vor Berlin (2,4 Mrd. Euro).

Englisch ist noch selten Arbeitssprache

42 % der Beschäftigten in Münchener Startups und Scaleups stammen aus dem Ausland – genauso viele wie in Berlin. Allerdings ist Englisch bisher nur in 46 % der Unternehmen primäre Arbeitssprache, in Berlin dagegen in 67 %.

Man liegt noch hinter internationalen Hotspots

Während Startup-Investments in London rund 2 % und im Silicon Valley mehr als 7 % der regionalen Wirtschaftsleistung ausmachen, liegt München aktuuell bei knapp über 1 %. Hier gilt es, im Kontext der aktuellen Dynamik schrittweise aufzuschließen.