12.06.2017

Viele bayerische Betriebe stehen vor Generationswechsel

In vielen inhabergeführten Unternehmen wird in den nächsten Jahren aus Altersgründen der Chefsessel frei. Bis zu einem Sechstel aller Betriebe sind allein in den kommenden zwei Jahren betroffen, heißt es etwa in einer Studie der KfW Bankengruppe.

Bayernweiter Aktionstag der IHKs zur Unternehmensnachfolge am 21. Juni

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Auf Bayern gerechnet wären dies mehr als 100.000 Unternehmen mit rund 800.000 Arbeitsplätzen, teilt der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) mit. „Die Unternehmensnachfolge zu sichern wird für den bayerischen Mittelstand zu einer immer größeren Herausforderung“, sagt BIHK-Präsident Eberhard Sasse. „Zum einen erreichen immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer das Ruhestandsalter, gleichzeitig gibt es wegen des nachlassenden Gründergeists weniger Interessenten für eine Übernahme“, so Sasse. Außerdem geht die selbstbewusste nächste Generation zunehmend eigene Wege, was die Übergabe in Familienunternehmen erschweren kann. Hinzu kommt, dass viele Senior-Chefs das Thema Nachfolge vermeiden und das Planen des Abschieds aus dem Unternehmen vor sich herschieben. „Damit steigt das Risiko, dass die Übergabe nicht optimal geregelt werden kann“, so der BIHK-Präsident.

Am Aktionstag, Mittwoch, dem 21. Juni, bieten die bayerischen IHKs Senior-Unternehmern und potenziellen Nachfolgern in vielfältigen Veranstaltungen in ganz Bayern Informationen zur geregelten Betriebsübergabe an. Dazu gehören eine Telefonaktion der IHK Würzburg-Schweinfurt, ein „Tag der Unternehmensnachfolge für Senior-Unternehmer und potenzielle Übernehmer“ der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim auf dem Golfplatz Gut Deutenhof in Bad Abbach sowie Vortrags- und Beratungsveranstaltungen in Aschaffenburg, Fürstenfeldbruck, Lauben (Oberallgäu), Mühldorf am Inn, München, Neusäß und Wunsiedel.