15.02.2017

Bayerischer Mittelstand fällt bei Innovationen zurück

businessman hand showing 3d gear to success concept
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Der Mittelstand in Bayern wird bei Innovationen immer mehr von großen Unternehmen abgehängt. Außerdem stagniert die Zahl der forschenden kleinen und mittleren Unternehmen im Freistaat. Deswegen fordert der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) in einem Positionspapier die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung.

Driessen: Steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung dringend geboten

Außerdem solle der Freistaat zügig den im Bayernplan von der Staatsregierung versprochenen Hightech-Bonus einführen. Anlass ist das heute veröffentlichte Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation der Bundesregierung. Darin ist die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung ein Schwerpunkt.

„Während bei den größeren Unternehmen im Freistaat zwei Drittel ihre Innovationstätigkeiten ausweiten wollen, sind es bei den kleinen und mittleren Unternehmen weniger als die Hälfte“, zitiert BIHK-Chef Peter Driessen den aktuellen Innovationsreport der bayerischen IHKs. „Die fehlende steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung ist ein großes Manko für Bayern und ganz Deutschland. Die traditionelle Projektförderung aus öffentlichen Mitteln kommt bei den kleineren Unternehmen nicht an“, sagt der BIHK-Chef. Eine Steuergutschrift für Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung sei für die meisten Betriebe ein viel sinnvolleres und wirksameres Instrument. Zahlreiche Studien würden belegen, dass die steuerliche Forschungsförderung Innovationen auf breiter Basis beflügelt und damit eine hohe volkswirtschaftliche Rendite bringt.