31.08.2018

Ausbildungsstart für 48.120 Jugendliche in IHK-Berufen

weibliche Auszubildende Azubi technischer Beruf
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Zu Anfang September treten 48.120 Jugendliche in Bayern eine Ausbildung in IHK-Berufen an, teilt der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) mit. Nach der vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres ist dies ein Plus von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Immer noch Tausende freie Lehrstellen in Bayern

„Den Jugendlichen und ihren Ausbildungsbetrieben wünschen wir viel Erfolg auf dem Weg bis zur Abschlussprüfung. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels setzt die Wirtschaft wie nie zuvor auf den selbst ausgebildeten Nachwuchs“, sagt BIHK-Präsident Eberhard Sasse.

Dennoch haben viele Betriebe in Bayern auch heuer große Mühe, zum Beginn des Ausbildungsjahrs am 1. September alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Immer noch sind rund 32.000 Lehrstellen frei, wie aus der Statistik der Arbeitsagentur hervorgeht, die auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen berücksichtigt. Demnach bleibt bislang fast ein Drittel der seit Jahresbeginn gemeldeten Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Zahl der verfügbaren Lehrstellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent, das entspricht einem Plus von fast 5.000 Angeboten. Sasse ermutigt deswegen bislang erfolglose Bewerber, auch weiter ihre Chance zu suchen. „In praktisch allen Branchen nehmen Betriebe auch noch kurzfristig Bewerbungen an. Bis in den Oktober hinein kann man noch gut in die Ausbildung einsteigen“, sagt der BIHK-Präsident.

Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Freistaat sind Einzelhandelskaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Industriekaufleute, Fachinformatiker und Industriemechaniker. Sasse hebt den neuen Beruf der Kaufleute im E-Commerce hervor, der seit 1. August als erster vollständig digital ausgerichteter IHK-Ausbildungsberuf existiert. Für diese Ausbildung haben sich in Bayern aus dem Stand bisher 251 Azubis entschieden.

Zu den neuen Auszubildenden in Industrie, Handel und Dienstleistungen gehören auch rund 1.500 Flüchtlinge. „Ohne Flüchtlinge wäre die Ausbildungsbilanz deutlich schlechter ausgefallen. Sie sind schon jetzt eine wichtige Stütze für die Betriebe, die händeringend Fachkräfte suchen“, sagt Sasse.

Insgesamt gibt es in Bayern aktuell fast 28.000 IHK-zugehörige Ausbildungsbetriebe. Sie bilden Jugendliche in mehr als 240 Berufen aus und stehen ‎für knapp 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Zahlreiche freie Lehrstellen in Bayern mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind unter www.ihk-lehrstellenboerse.de zu finden.