07.11.2017

Wirtschaft: Oberbayern braucht mehr Güterbahnhöfe

gueterzug

Anlässlich der IHK-Konferenz zum Schienenverkehr in Burghausen spricht sich Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, für weitere Umschlagterminals in Oberbayern aus. Damit will die IHK die Kombination unterschiedlicher Verkehrsträger fördern und den Anteil der Bahn am Güterverkehr erhöhen.

Driessen: „Bahn-Kapazitäten beim Güterverkehr ausschöpfen“

„Mehr Güter auf der Schiene schonen die Umwelt und entlasten Autobahnen und Bundesstraßen vom Güterverkehr. Insbesondere bei Stahl, Papier, chemischen Produkten und Gefahrengütern ist die Bahn eine umweltfreundliche, sichere und konkurrenzfähige Logistik-Option, deren Potenzial nicht ausgeschöpft ist. Um langfristig einen höheren Güteranteil auf die Schiene zu bringen, brauchen wir in Oberbayern allerdings zusätzliche Umschlagplätze wie das Kombiterminal Burghausen. Solche Knotenpunkte verkürzen die Wege von der Bahn zu den Betrieben und machen den Umstieg auf die Schiene wirtschaftlich“, so Driessen. Die IHK hat bereits in der Vergangenheit unterschiedliche Standortvorschläge für weitere Güterbahnhöfe in Südostbayern unterstützt und den Vorplanungsprozess begleitet.

Zudem fordert Driessen den schnellen Bahnausbau in Südostoberbayern: „Mit rund 20.000 Beschäftigten gehört das bayerische Chemiedreieck zu den größten Standorten dieser Branche in Deutschland. Das Nadelöhr für die Region und die Wirtschaft ist und bleibt die Schieneninfrastruktur. Wir wiederholen deshalb unsere Forderungen nach dem zweigleisigen Ausbau und einer vollständigen Elektrifizierung der Abschnitte ab Tüßling nach Burghausen und Freilassing“. Mehr Kapazitäten auf der Schiene stärken laut IHK außerdem die Schlüsselrolle Südostoberbayern als Umschlagplatz und Drehkreuz für Waren aus den Mittelmeerhäfen.