14.12.2016 - Berchtesgadener-Land

Wagner: „Grenzkontrollen belasten Wirtschaft im Landkreis“

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Die Wirtschaft im Berchtesgadener Land steht einer Verschärfung der Grenzkontrollen zu Österreich kritisch gegenüber.

IHK kritisiert systematische Grenzkontrollen zu Österreich

„Aus Sicht der Unternehmen müssen die Kontrollen im Umfang verhältnismäßig sein. Ansonsten werden Fahrten in unseren Landkreis, beispielsweise zum Einkaufen, zeitaufwändiger und verlieren dadurch an Attraktivität. In der Vorweihnachtszeit und den anstehenden Feiertagen sind systematische Überprüfungen an den Grenzen somit besonders für Einzelhandel und Tourismus sehr belastend“, betont Irene Wagner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Berchtesgadener Land.

Allein der Einzelhandel in den oberbayerischen Grenzregionen zu Österreich erwirtschaftet laut einer IHK-Studie pro Jahr rund 200 Millionen Euro mit Kunden aus Tirol, Salzburg und Oberösterreich. Die Einführung von Grenzkontrollen im September 2015 hat hingegen zu Umsatzeinbußen von schätzungsweise rund 20 Prozent geführt. „Der freie Verkehr von Waren und Personen bedeutet verlässliche Lieferzeiten für Betriebe und eine hohe Mobilität für Pendler.
Darauf kann die Wirtschaft im Landkreis nicht verzichten. Unsere Unternehmen brauchen freie Verkehrswege – stattdessen werden bestehende Hürden verschärft“, erklärt die Unternehmerin aus Marktschellenberg.