08.10.2019 - Erding-Freising

Wirtschaftsstandort schneidet bei IHK-Umfrage gut ab

Die Betriebe im Landkreis Erding sind unterm Strich mit ihrem Standort zufrieden. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern erhielt der Landkreis die Gesamtnote 2,1 und verbessert sich damit leicht gegenüber 2017 (Note 2,2).

‎Handlungsbedarf bei Fachkräften, Bürokratieabbau und Gewerbeflächen

Weit über zwei Drittel (71 Prozent) der Unternehmen bewerten ihren Standort mit „sehr gut“ oder „gut“. Vier von fünf Betrieben würden sich erneut für den Landkreis entscheiden. Jedes dritte Unternehmen beklagt, dass Standortmängel sein Wachstum bremsen.

„Ganz oben auf der Wunschliste unserer Betriebe stehen nach wie vor mehr Fachkräfte, eine unternehmerfreundlichere Verwaltung inklusive weniger Bürokratie und eine Reduktion der Gewerbeflächengrundstückspreise“, sagt Otto Heinz, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Erding-Freising. Als Stärken nennt die Wirtschaft loyale und motivierte Mitarbeiter, die Anbindung an das Fernstraßennetz und die Nähe zu Absatzmärkten und Kunden. Besonders unzufrieden sind die Unternehmen hingegen mit der Anbindung an den Schienengüterverkehr, dem Angebot von Wohnraum und den Gewerbeflächengrundstückspreisen.

„Unser Landkreis ist zweifellos auf einem guten Weg und bietet der Wirtschaft weitestgehend sehr gute Bedingungen“, kommentiert Heinz. „Etwas mehr als jedes vierte Unternehmen plant in den nächsten drei Jahren Betriebserweiterungen oder umfangreiche Investitionen. Das ist ein gutes Zeichen“, so der IHK-Vizepräsident. „Allerdings wird der Wettbewerb um knappe Ressourcen wie Fachkräfte und Gewerbeflächen immer intensiver – der Wachstumsdruck und damit auch der Handlungsbedarf nehmen dadurch zu.“

An der IHK-Standortumfrage 2019 zu insgesamt 44 Standortfaktoren von Straßeninfrastruktur bis Freizeitangebot nahmen 117 Unternehmen aus dem Landkreis, in ganz Oberbayern knapp 3.000 Betriebe teil.