15.02.2019 - Starnberg

Zahl der Ausbildungsverträge geht zurück

Die Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im Landkreis Starnberg haben im vergangenen Jahr 292 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit verzeichnet die IHK für München und Oberbayern bei den Neuverträgen für 2018 ein Minus von 7,6 Prozent gegenüber 2017. 218 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 74 in gewerblichen Ausbildungsberufen unterzeichnet. Laut Arbeitsagentur blieben zum Ausbildungsstart insgesamt 77 Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt (Stichtag 30. September 2018).

Eickelschulte: „Wettbewerb um Azubis ist nicht einfach, aber sehr gute Investition“‎

„Nach zwei starken Jahren in Folge haben wir für 2018 wieder einen Rückgang verzeichnet. Im langfristigen Vergleich bleibt die Lage aber stabil. Der Wettbewerb um Auszubildende ist für die Betriebe zwar alles andere als einfach, aber angesichts des leergefegten Arbeitsmarktes eine sehr gute Investition“, ist Martin Eickelschulte, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Starnberg, überzeugt. Gemeinsam mit der IHK und anderen Partnern hätten die Unternehmen in den vergangenen Jahren viel für ein zeitgemäßes Image der Ausbildung getan, darunter die Aktion „Elternstolz“ und die Ausbildungs-Scouts. „Eine Erfolgsgeschichte ist natürlich der jährliche Tag der Ausbildung, den die gwt Starnberg organisiert und wir unterstützen“, erklärt der Starnberger IT-Unternehmer.

Eickelschulte sieht es außerdem als gutes Zeichen, dass die Ersteinschreibungen an Bayerns Hochschulen 2018 leicht rückläufig waren, während die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Freistaat insgesamt zugelegt hat. „Wichtig ist eine ausgewogene Balance beider Bildungswege“, so der IHK-Vorsitzende. Unter den über 292 Neu-Azubis sind heuer auch 30 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern, das sind mehr als neun Prozent. „Aktive Integrationsarbeit ist in der heimischen Wirtschaft also gelebte Realität“, so Eickelschulte.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen dieses Jahr im Landkreis die Einzelhandelskaufleute, gefolgt von den Industriekaufleuten und den Hotelfachleuten. Danach kommen die Kaufleute für Büromanagement und die Kaufleute im Groß- und Außenhandel. Bei den Mädchen liegt die Industriekauffrau an der Spitze, bei den Burschen der Einzelhandelskaumann. Insgesamt wurden IHK-Ausbildungsverträge in 51 verschiedenen Berufen abgeschlossen. Die Zahl der Ausbildungsbetriebe hat leicht auf 260 zugelegt.