14.06.2018 - Starnberg

Wirtschaft und Schulen starten neues Dialogforum

Unternehmen und Schulen im Landkreis Starnberg starten ein neues Dialogforum für den gemeinsamen Austausch. In Zukunft trifft sich der IHK-Regionalausschuss Starnberg regelmäßig mit Lehrerinnen und Lehrern, der Kreishandwerkerschaft sowie der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung Starnberg (gwt). Das beschlossen IHK, Handwerkskammer, gwt und die Vertreter mehrerer Schulen bei der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses im Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen

Eickelschulte: „Unternehmer und Lehrer brauchen direkten Draht zueinander“‎

Das nächste Treffen soll im Frühjahr 2019 stattfinden. Am Austausch sollen auch Schülerinnen und Schüler sowie Eltern teilnehmen. Ein überfälliger Schritt, findet der Ausschuss-Vorsitzende Martin Eickelschulte: „Der Dialog mit den Schülern wird nur gelingen, wenn wir mehr als bisher aus deren Sicht denken und sie aktiv miteinbeziehen.“ Unternehmen und Schulen ergänzen sich gegenseitig, ist Eickelschulte überzeugt: „Ob beim Vermitteln von Praktikumsplätzen an Schüler oder die Darstellung unserer Betriebe und Ausbildungsangebote – wir brauchen den direkten Draht. Nur dann wissen wir, wo eventuell auch einmal der Schuh drückt.“

Unternehmen und Lehrer sind sich ebenfalls einig, dass man bei den Eltern mehr Aufklärungsarbeit für die duale Ausbildung leisten muss. Bestes Beispiel sei die vermeintliche Annahme, dass Karriere und hohe Verdienstmöglichkeiten nur mit einem akademischen Abschluss möglich sind. „Das Gegenteil ist der Fall, nie hatten Azubis bessere Zukunftsperspektiven als heute“, so der Starnberger IT-Unternehmer.

Der Regionalausschuss hat sich ebenfalls mit der Digitalisierung an den Schulen beschäftigt. Reinhard Schlamp von der Realschule Gauting hat dabei über die bisherigen Erfahrungen der acht iPad-Klassen berichtet, die 2013 eingeführt worden sind. Bei Schülern und Eltern komme das Angebot sehr gut an, allerdings gebe es auch große Herausforderungen wie die IT-Unterstützung der Schule. Hier müsse die Politik noch nachbessern. „Wichtig ist, dass auch die Lehrerinnen und Lehrer die Digitalisierung im Unterricht mittragen und entsprechende Weiterbildungsangebote nutzen. Mehr Digitalisierung in den Klassenzimmern bedeutet nicht, dass die Schule automatisch besser ist“, so Schlamp.