05.03.2018 - Dachau - Ebersberg - Erding-Freising - Fürstenfeldbruck - Landkreis München - Landsberg - Starnberg

Konjunktur: Region München mit bestem Jahresstart seit sieben Jahren

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Die Geschäfte in der Region München laufen glänzend. Wie aus dem aktuellen IHK-Konjunkturbericht für die Landkreise Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, Starnberg sowie für Stadt und Landkreis München hervorgeht, erreicht der Konjunkturindex 134 Punkte. Seit Herbst hat dieser Wert um vier Punkte zugelegt. „So stark ist die Wirtschaft seit sieben Jahren nicht mehr ins neue Jahr gestartet“, erklärt Otto Heinz, Vizepräsident der IHK für München und Oberbayern sowie Sprecher des IHK-Forums Region München.

Drohendes Dieselfahrverbot macht Betrieben zu schaffen

Dementsprechend zufrieden sind die Unternehmen: 53 Prozent bezeichnen die aktuelle Lage als „gut“, nur fünf Prozent als „schlecht“. Für Heinz bleibt das mehr als eine Momentaufnahme: „Was die kommenden zwölf Monate betrifft, sind die Betriebe äußerst optimistisch. Die Region München wird das Kraftzentrum der bayerischen Wirtschaft bleiben.“ Die Zahlen geben dem IHK-Vizepräsidenten Recht, rund ein Drittel rechnet mit einer weiteren Verbesserung der Geschäfte, nicht einmal jeder Zehnte erwartet sich eine Eintrübung.

In dieser sehr guten Stimmung gibt es für die Wirtschaft viel Raum für weiteres Wachstum. Die Absichten der Unternehmen erreichen die höchsten Werte seit sieben Jahren: Über ein Viertel will mehr Personal einstellen und 34 Prozent neue Investitionen tätigen. Größte Hürde für diese Pläne bleibt die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Den Fachkräftemangel nennen 58 Prozent der Betriebe in der Region als Geschäftsrisiko – zehn Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Die Belastung fällt aber geringer aus als auf bayerischer Ebene (62 Prozent), so Heinz: „Die Städte und Gemeinden rund um München profitieren von ihrer sehr hohen Attraktivität als Arbeits- und Lebensraum – ein baldiges Ende des Zuzugs ist nicht absehbar.“

Doch auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind für 46 Prozent ein Risikofaktor. „Insbesondere die schwierige Regierungsbildung der letzten Monate sehen 45 Prozent der Befragten als Gefahr an. Weitere lokale Themen betreffen vor allem die Mobilität. Chronische Kapazitätsengpässe im ÖPNV, Staus und nicht zuletzt ein drohendes Dieselfahrverbot macht den Betrieben zu schaffen“, berichtet der Moosburger Unternehmer. Zur aktuellen Debatte rund um die Flächennutzung in Bayern fordert er die Kommunen zu mehr gemeinsamer Planung auf: „Flächen sind knapp, sowohl für Wohnen als auch für Gewerbe. Wir brauchen deshalb mehr Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und Städten für eine effizientere Flächennutzung.“