13.11.2017 - Altötting-Mühldorf

IHK ehrt 15 aktive Prüfer aus dem Landkreis Altötting

IHK Prüferehrung am 08.11.2017 im Haberkasten in Mühldorf. Foto: Andreas Gebert

Jedes Jahr engagieren sich in ganz Oberbayern über 10.000 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer in rund 3.800 Ausschüssen bei den IHK-Prüfungen für Azubis, Meister und Fachwirte bei der ‎IHK. Im Landkreis Altötting sind es derzeit 330 aktive Ehrenamtliche, im Landkreis Mühldorf 307. In einer Feierstunde im Mühldorfer Haberkasten ‎würdigte die IHK für München und Oberbayern nun den Einsatz von über 100 langjährigen ‎Prüfern aus beiden Landkreisen.

Sasse: „Mit ‎Engagement der Prüfer steht und fällt die berufliche Ausbildung“

Aus dem Landkreis Altötting kamen 15 Prüferinnen und Prüfer zu dem Festakt. Für ihr zehnjähriges Engagement erhielten acht von ihnen die Anstecknadel in Silber von IHK-Präsident Eberhard Sasse und von Ingrid Obermeier-Osl, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschuss Altötting-Mühldorf. Die goldene Anstecknadel für die zwanzigjährige Tätigkeit sowie eine Kristallglassäule erhielten sieben Teilnehmer.

In seiner Festrede dankte Sasse den Geehrten für ihr freiwilliges ‎Engagement und unterstrich dessen Bedeutung für ‎Wirtschaft und Gesellschaft: ‎„Oft wird mit den Prüfungen in der Aus- und Fortbildung nur die IHK assoziiert, während der ehrenamtliche Einsatz dahinter verborgen bleibt. Fakt ist: Die berufliche Ausbildung steht und fällt mit Ihrem Engagement. Sie investieren dafür das Wertvollste – Ihre persönliche Zeit!“

Sasse erinnerte daran, dass 2016 etwa 9.000 ‎Auszubildende ‎eine ‎Zwischenprüfung und über ‎‎24.500 junge Erwachsene ihre ‎Abschlussprüfung ‎vor der IHK ‎für München und Oberbayern abgelegt hatten. Hinzu kamen ‎etwa ‎11.000 ‎Teilnehmer ‎an Fortbil­dungsprüfungen und über 16.100 Absolventen von Sach- und Fachkundeprüfungen. „Zusammen sind das mehr als 60.600 Prüfungen – eine beeindruckende Zahl. Allein in der beruflichen Erstausbildung waren unsere Prüfer über 235.000 Stunden im Einsatz“, stellte Sasse heraus.‎

Der IHK-Präsident betonte, dass der Ideenreichtum, die Fähigkeiten und die Leistungs­bereitschaft der Mitarbeiter in den bayerischen Unternehmen das große Plus ‎im internationalen ‎Wettbewerb ‎seien. „Ob wir auf ‎Dauer unseren Wohlstand erhalten ‎können, ‎hängt ‎entscheidend ‎von der Qualität der Bildung in unseren ‎Schulen und Betrieben ‎ab. Vor allem aber müssen die Betriebe genug Jugendliche finden, die ausreichend qualifiziert sind und eine betriebliche Ausbildung absolvieren wollen.“ Es gehört deshalb zu den essentiellen Aufgaben der IHK, die Attraktivität der beruflichen Bildung wieder stärker in der Öffentlichkeit zu verankern.