Pressemeldung vom 18.06.2020 - Neuburg-Schrobenhausen

Corona: Wirtschaft im Landkreis im Krisenmodus

Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Betriebe im Landkreis aus? Mit welchen pandemiebedingten Herausforderungen sehen sich die Unterneh­mer konfrontiert? Und wie schätzen sie die von der Politik getroffenen Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft ein? Diese Fragen diskutierten die Mitglieder des IHK-Regionalausschusses Neuburg-Schrobenhausen auf ihrer jüngsten Sitzung, die per Videokonferenz stattfand. „Auch wenn die Betroffenheit verschieden ausfällt – viele Betriebe befinden sich weiter im Krisenmodus und sind mit ihren Umsätzen noch lange nicht wieder da angekommen, wo sie vor der Krise standen“, sagt Hartmut Beutler, Vorsitzender des Ausschusses.

Beutler: „Viele Branchen schwer getroffen, schrittweise Rückkehr zur Normalität“ ‎

Einbußen und Beschränkungen seien teilweise noch erheblich, die Folgen würden lange spürbar sein, so der Vorsitzende. Trotz der massiven Auswirkungen gehe der Ausschuss jedoch davon aus, dass die Talsohle durchschritten sei, so Beutler.

Beutler betont: „Als Unternehmer müssen und wollen wir unsere Firmen und Mitarbeiter so gut wie möglich durch die Krise bringen. Wichtig ist, dass die Wirtschaft – unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln – zügig und vor allem branchenübergreifend weiter hochfahren kann. Alle Unternehmen brauchen eine Perspektive, dann bleibt unser Landkreis ein starker Wirtschaftsstandort.“

Die Unternehmer berichteten eindrücklich von den vielfältigen Auswirkungen der Pandemie: von Umsatzeinbußen, unterbrochenen Lieferketten und wegbrechenden Absatzmärkten, über Kurzarbeit, Umstellung der Produktion oder auch den Schub in der Digitalisierung, die zügige Einführung von Home Office oder einen Boom im Online-Handel. Intensiv diskutierten die Teilnehmer das Konjunkturpaket der Bundesregierung. Die angekündigte Mehrwertsteuersenkung wurde insbesondere vom Handel trotz des damit verbundenen administrativen Aufwands als Steuererleichterung begrüßt.

„Damit der Wirtschaft der Weg zu einem Neustart bestmöglich geebnet wird“, so Ausschussvorsitzender Beutler abschließend, „ist die enge Zusammenarbeit mit der Politik auf allen Ebenen wichtiger denn je.“ Beutler berichtete in diesem Zusammen­hang vom ersten Zusammentreffen der Schrobenhausener Vertreter des Ausschusses mit dem neu gewählten Schrobenhausener Bürgermeister Harald Reisner (FW) bei der Firma Bauer. Ein erstes Treffen in der neuen Amtszeit mit Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling (CSU) ist für Ende Juni geplant.