Pressemeldung vom 05.03.2020 - Neuburg-Schrobenhausen

Deutliches Minus bei Azubi-Neuverträgen ‎

Ausbilder zeigt Auszubildenden die Maschinen

Bei den im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ansässigen Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sind 2019 insgesamt 281 Auszubildende ins Berufsleben gestartet. 173 der Neuverträge wurden in kaufmännischen Berufen abgeschlossen, 108 in gewerblich-technischen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Neuabschlüsse um 5,4 Prozent, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Hauptgrund dafür ist die rückläufige Anzahl von Schulabsolventen der allgemeinbildenden Schulen. Nach Angaben des Kultusministeriums ging diese 2019 in Oberbayern um 1,8 Prozent zurück. Bei Absolventen mit mittlerem Schulabschluss lag das Minus sogar bei 3,0 Prozent. Nach Angaben der Agentur für Arbeit waren im Landkreis Ende Oktober 2019 noch über 100 Ausbildungsplätze unbesetzt.

IHK-Ausbildungsbilanz 2019: Weniger Schulabsolventen, weniger Ausbildungsanfänger

„Die Ausbildung muss sich in einem immer schwierigeren demografischen Umfeld behaupten. Die Bereitschaft der Betriebe auszubilden ist dabei ungebrochen hoch. Viele Betriebe setzen angesichts stark steigender Renteneintritte der Baby-Boomer-Generation ganz klar auf den Fachkräftenachwuchs aus den eigenen Reihen. Sie wissen: Ausbildung bedeutet Zukunft“, sagt Hartmut Beutler, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Neuburg-Schrobenhausen. „Umso mehr müssen wir auf eine noch bessere Berufsorientierung an den Schulen setzen, müssen Praxisnähe und beste Berufs- und Karriereaussichten als Vorzüge der beruflichen Bildung noch deutlicher in den Vordergrund stellen“, fordert der Schrobenhausener Unternehmer.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen dieses Jahr die Einzelhandelskaufleute die Liste an, gefolgt von den Kaufleuten für Büromanagement. Auf den dritten Platz kommen die Industriekaufleute. Bei den Mädchen liegt die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei den Buben der Industriemechaniker. Insgesamt starteten IHK-Azubis in 47 verschie­denen Berufen von der Bankkauffrau bis zum Zerspanungsmechaniker. Die IHK ist für mehr als 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse zuständig und betreut 200 aktive Ausbildungsbetriebe im Landkreis.