14.05.2019 - Eichstätt

Wirtschaftsstandort braucht gesicherte Rohstoffversorgung ‎

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Über 7.300 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienst­leistungen machen den Landkreis Eichstätt zu einem starken Wirtschaftsstandort, der bundesweit mit der niedrigsten Arbeitslosenquote punktet. „Dass das so bleibt, ist unser aller Ziel“, bekräftigte Alexander Kessel, Vorsitzender des IHK-Regional­ausschusses Eichstätt, auf dessen jüngster Sitzung in den Pfraundorfer Stein- und Schotterwerken. „Unternehmerische Stärke und Erfolg im Wettbewerb hängen eng mit den Standortfaktoren vor Ort zusammen. Dazu gehören eine zuverlässige und bezahlbare Energie- sowie eine gesicherte Rohstoffversorgung.

IHK-Regionalausschuss zu Gast in den Stein- und Schotterwerken Pfraundorf

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© IHK Besichtigung des Steinbruchs

Weiterhin brauchen die Betriebe Erweiterungsmöglichkeiten, wenn sie wachsen wollen“, so Kessel weiter. „Eine starre Obergrenze für die Kommunen bei der Flächennutzung behindert zudem dringend notwendige Wohnbau- oder Infrastrukturprojekte“, fügte Robert Obermeier, Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik bei der IHK für München und Oberbayern, hinzu. Aufgabe der IHK sei es daher, bei der Gestaltung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mitzuwirken und beispielsweise in der Debatte um die Flächennutzung die Forderungen der Wirtschaft klar zu artikulieren.

Wie wichtig die sichere Versorgung mit Energie und Rohstoffen für ein mittelständi­sches produzierendes Unternehmen wie die Pfraundorfer Stein- und Schotterwerke ist, führte der Gastgeber der Sitzung Rainer Hohenwarter, Geschäftsführer der H. Geiger GmbH Stein- und Schotterwerke Kinding, vor Augen.13 Millionen Kilowatt­stunden an Strom benötigt die gesamte Unternehmensgruppe jährlich, sowie monatlich 70.000 Liter Dieselkraftstoff für den Maschinen- und Fuhrpark der Firma H. Geiger GmbH Stein- und Schotterwerke am Standort Kinding/Pfraundorf. Hohenwarter brachte es auf den Punkt: „Weil Rohstoffe für die Wirtschaft unverzichtbar sind, ist ihre langfristige Sicherung für die Unternehmen unabdingbar. Gleichzeitig stehen die Betriebe in der Pflicht, immer ressourceneffizienter zu wirtschaften.“ Gute Möglichkeiten, um von Anfang an Energie einzusparen, so Hohenwarter, bieten die Verwertung von Rohstoffen möglichst zu 100 Prozent sowie die Ausschöpfung aller verfügbaren Recyclingoptionen. Die H. Geiger GmbH Stein- und Schotterwerke in Kinding verarbeiten beispielsweise zugelieferten abgefrästen Asphalt mittlerweile zu 100 Prozent. Beim Stichwort ressourcenschonender Umgang mit Energie verwies der Kindinger Unternehmer auf Einsparungen, die die Einführung von Energie- und Umweltmanagementsystemen ermöglichen. Auch die Erneuerung des Maschinen- beziehungsweise Fuhrparks mit verbrauchsarmen Maschinen und Fahrzeugen, der Kampf gegen Leerlaufzeiten und Leertransporte erschließen laut Hohenwarter ein hohes Einsparpotenzial.

© IHK Die Mitglieder des IHK-Regionalausschusses besichtigen die Steinbrüche der H. Geiger Stein- und Schotterwerke in Kinding-Pfraundorf. Sitzung am 7.5.2019