15.02.2019 - Neuburg-Schrobenhausen

‎297 neue Azubis bei IHK-Betrieben im Landkreis

Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen haben 2018 im Landkreis 297 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit verzeichnet die IHK für München und Oberbayern bei den Neuverträgen gegenüber 2017 ein leichtes Minus von 1,0 Prozent.

Beutler: „Unternehmen müssen um jeden einzelnen Auszubildenden kämpfen“ ‎

177 der Neuverträge wurden in kaufmännischen und 120 in gewerblichen Ausbildungsberufen unterzeichnet. Laut Zahlen der Arbeitsagentur blieben 79 Lehr­stellen aufgrund fehlender Bewerber unbesetzt. Unter den Neu-Azubis sind auch elf Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern. Sie stehen für fast vier Prozent aller Neuverträge.

„Der Wettbewerb um Auszubildende lässt nicht nach. Um junge Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern, müssen die Betriebe alle Register ziehen, denn nur mit eigenen Azubis können sie im leergefegten Arbeitsmarkt ihren Fachkräftenachwuchs langfristig sichern“, erläutert Hartmut Beutler, Vorsitzender des IHK-Regional­ausschus­ses Neuburg-Schrobenhausen. Gemeinsam mit der IHK und Partnern wie dem Wirtschaftsministerium haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren viel für ein zeitgemäßes Image der Ausbildung getan, darunter die Aktion ‚Elternstolz‘, die ‚Wochen der Ausbildung‘ und die Bildungsmessen. Beutler sieht es als gutes Zeichen, dass die Ersteinschreibungen an Bayerns Hochschulen 2018 leicht rückläufig waren. „Wichtig ist eine ausgewogene Balance beider Bildungswege, den Trend zur Akademisierung müssen wir umkehren“, so der Vorsitzende.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen die Industriekaufleute, gefolgt von Industriemecha­nikern und Einzelhandelskaufleuten. Bei Mädchen liegt nach wie vor die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze, bei den Buben der Industriemechaniker. IHK-Ausbil­dungsverträge wurden in 54 Berufen vom Anlagenmechaniker bis zum Zerspanungs­mechaniker abgeschlossen. Die Zahl der IHK-Ausbildungsbetriebe sank auf 198.