08.10.2018 - Neuburg-Schrobenhausen

Gewerbesteuer bleibt für Kommunen wichtige Einnahmequelle‎

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Über 43,8 Millionen Euro an Brutto-Gewerbesteuereinnahmen konnten die Städte, Märkte und Gemeinden 2017 im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen verbuchen, so die Auswertung des Bayerischen Landesamts für Statistik.

Landkreis punktet mit niedrigem durchschnittlichen Hebesatz von 320 Prozent

Damit stand die Gewerbesteuer für über 33 Prozent der kommunalen Steuereinnahmen. Zwei gewerbe­steuerberechtigte Landkreisgemeinden erhöhten ihre Gewerbesteuerhebesätze. Oberbayernweit waren es insgesamt 31 von 500. Nur drei Kommunen aus dem Regie­rungsbezirk nahmen Senkungen vor.

Mit 320 Prozent liegt der durchschnittliche Hebesatz im Landkreis deutlich unter dem Wert von 334 Prozent für Oberbayern sowie 339 Prozent für Bayern. Bundesweit liegt er bei 364 Prozent. Für Hartmut Beutler, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Neuburg-Schrobenhausen, ist ein niedriger Gewerbesteuerhebesatz ein klarer Standortvorteil. Er fordert: „Die Hebesätze dürfen nicht als Spielball kommunaler Eigeninteressen miss­braucht werden. Ist das finanzielle Korsett für die Unternehmen zu eng geschnürt, investieren die Betriebe weniger. Das wirkt sich wiederum nachteilig auf ihre Bereitschaft zu Innovationen aus, worunter letztendlich der Standort insgesamt leidet.“

Spitzenreiter beim Gewerbesteuerhebesatz waren auch 2017 die Gemeinden Bergheim, Karlskron, Neuburg an der Donau, Schrobenhausen und Weichering mit jeweils 350 Pro­zent. Den niedrigsten Hebesatz riefen die Gemeinden Aresing, Berg im Gau, Karlshuld und Langenmosen mit 300 Prozent auf. Gachenbach und Oberhausen erhöhten auf 320 Prozent.

Die IHK-Broschüre „Gewerbesteuer in Oberbayern“ mit rechtlichen Grundlagen und allen oberbayerischen Hebesätzen ist unter www.ihk-muenchen.de/gewerbesteuer verfügbar.