31.08.2018 - Pfaffenhofen

Über 430 Jugendliche starten Ausbildung in IHK-Berufen

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Anfang September treten 432 Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis Pfaffenhofen eine Ausbildung in Berufen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen an. Das teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach der vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres ist dies ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Das ist eine sehr gute Nachricht, unsere Unternehmen können mit starkem Rückenwind in das neue Ausbildungsjahr starten. Den Jugendlichen und ihren Ausbildern wünschen wir auf jeden Fall viel Erfolg auf dem bevorstehenden Weg“, sagt Eduard Kastner, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen.

Weiterhin sind noch Lehrstellen frei

Viele Betriebe haben auch heuer große Mühe, bis zum 1. September alle Lehrstellen zu besetzen. Für 235 freie Plätze gibt es aktuell nur 74 unversorgte Bewerber, wie aus der Statistik der Arbeitsagentur hervorgeht, die auch Ausbildungsstellen und Bewerber im Handwerk und in den freien Berufen berücksichtigt. Die Zahl der gemeldeten Lehrstellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 22,4 Prozent, die Anzahl der gemeldeten Bewerber um fast sieben Prozent. Kastner ermutigt deswegen bislang erfolglose Bewerber, auch weiter eine Chance zu suchen. „In praktisch allen Branchen nehmen Betriebe auch noch kurzfristig Bewerbungen an. Bis in den Oktober hinein kann man noch in die Ausbildung einsteigen“, so der Unternehmer aus Wolnzach.

Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Landkreis sind Berufskraftfahrer, Kaufleute für Büromanagement, Fluggerätemechaniker FR Instandhaltungstechnik, Industriekaufleute und Elektroniker für Betriebstechnik. Der IHK-Vorsitzende verweist auch auf den neuen Beruf der E-Commerce-Kaufleute, es ist der erste vollständig digital ausgerichtete IHK-Ausbildungsberuf. Im Landkreis gibt es dazu bisher einen Azubi.

Auch acht Personen aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern gehören zu den neuen Auszubildenden in Industrie, Handel und Dienstleistungen. Insgesamt sind damit 32 Flüchtlinge im Landkreis in Ausbildung.

Kastner setzt sich für eine bessere Berufsorientierung an den Schulen ein: „Schüler und deren Eltern können zu Recht stolz sein, wenn sie sich für eine Lehre entscheiden. Denn eines steht fest: Besser als mit einer Ausbildung kann man nicht in das Berufsleben starten“. In einer Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) sagen 75 Prozent derjenigen Betriebe, die Probleme in der Ausbildung haben, dass die unklaren Berufsvorstellungen der Schulabgänger ein Hindernis seien. Die Unternehmen bieten deswegen mehr Praktikumsplätze an und verbessern ihr Personalmarketing.

Insgesamt gibt es im Landkreis 210 IHK-zugehörige Ausbildungsbetriebe. Sie stehen ‎für knapp 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Zahlreiche freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind unter IHK-Lehrstellenbörse zu finden.