Wie Ihr Unternehmen medienrelevant wird
Öffentlichkeitsarbeit ist mehr als nur Pressemitteilungen versenden. Sie ist der Weg, wie Ihr Unternehmen in Medien, in der Öffentlichkeit und somit bei Ihren potenziellen Kunden wahrgenommen wird. Mit einer klaren Strategie, regelmäßigem Vorgehen und authentischer Kommunikation können Sie medienrelevant werden – selbst als kleines Unternehmen oder Einzelunternehmer.
Warum kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist
Gute Öffentlichkeitsarbeit ist kein Sprint. Sie ist ein Marathon. Medienvertreter haben wenig Zeit, und Sichtbarkeit entsteht nur, wenn Sie regelmäßig präsent sind.
Praxistipp: Planen Sie ein Minimum von etwa 30 Minuten Zeit täglich ein, die gezielt in Ihre Öffentlichkeitsarbeit fließt.
Die drei Arten von Inhalten verstehen
In der Öffentlichkeitsarbeit spricht man oft von „Content“ – das bedeutet einfach alle Inhalte, die Sie veröffentlichen oder teilen. Diese lassen sich in drei Kategorien einteilen:
- Paid Content (bezahlter Inhalt): Sie bezahlen für die Veröffentlichung, zum Beispiel Anzeigen oder Sponsored Posts.
- Earned Content (verdienter Inhalt): Kostenlose Aufmerksamkeit durch Medienberichterstattung, zum Beispiel wenn eine Zeitung über Ihr Unternehmen berichtet.
- Owned Content (eigene Inhalte): Alles, was Sie selbst kontrollieren, z. B. Ihre Website, Social-Media-Kanäle oder Newsletter.
Praxistipp: Nutzen Sie vor allem Kanäle, auf denen Sie authentisch und sicher kommunizieren können. Lieber weniger, dafür richtig, als alles nur halbherzig zu machen.
Was Redaktionen wirklich interessiert
Nicht jeder Beitrag wird automatisch veröffentlicht. Redakteure suchen Inhalte, die:
- Newswert haben – etwas Neues oder Überraschendes bieten.
- Lokal relevant sind – für die Leser oder die Region interessant.
- Mehrwert schaffen – Informationen liefern, die nützlich oder spannend sind und über den reinen Newswert hinaus gehen.
Praxistipp: Authentizität ist dabei entscheidend. Redakteure merken sofort, wenn Inhalte nur werblich wirken. Bieten Sie sich auch als Zitatgeber an oder geben Sie fachliche Hintergrundinformationen – so wird Ihr Unternehmen erwähnt, ohne dass es direkt um das Unternehmen geht.
Die richtigen Journalisten und Medien finden
Erfolg in der Pressearbeit hängt stark davon ab, wer Ihre Inhalte erhält. Eine „Gießkannen“-Methode funktioniert nicht. Stattdessen:
- Beobachten Sie Medien: Lesen Sie Artikel, folgen Sie relevanten Redaktionen.
- Finden Sie den richtigen Ansprechpartner: Wer hat ähnliche Themen veröffentlicht? Wer ist für welche Rubrik zuständig?
- Erstellen Sie einen Verteiler und bauen Sie ihn kontinuierlich aus.
Praxistipp: Besuchen Sie den Bahnhofskiosk, verschaffen Sie sich einen Überblick über Fachzeitschriften und ihre Inhalte. Schauen Sie online nach Redaktionen und Impressumsangaben.
Journalistenkontakte aufbauen und pflegen
Pressearbeit ist Beziehungsarbeit. Kontakte zu Journalisten müssen gepflegt werden – ähnlich wie Freundschaften.
Schreiben Sie Journalisten persönlich an, keine Massenmails. Beziehen Sie sich auf bestehende Artikel, um zu zeigen, dass Sie sich beschäftigt haben. Bleiben Sie dran, aber respektvoll, und bauen Sie regelmäßigen Kontakt auf.
Pressemitteilungen effektiv einsetzen
Pressemitteilungen funktionieren nur, wenn ein aktueller Aufhänger und regionaler Bezug vorhanden sind.
Aufbau einer guten Pressemitteilung:
- Erster Absatz: Wer sagt was, warum und wann findet es statt? Die wichtigsten Infos gleich am Anfang.
- Headline: Kurz, klar und aufmerksamkeitsstark – KI kann dabei helfen.
- Abbinder: Weitere Infos und Ansprechpartner, idealerweise ergänzt durch Bildmaterial (300 dpi, wenn möglich Quer- und Hochformat).
Wenn diese Punkte nicht passen, ist eine Pressemitteilung oft ineffektiv.
Interviews und Hintergrundgespräche anbieten
Auch kleine Unternehmen können Journalisten Mehrwert bieten. Hintergrundgespräche oder Interviews sind eine Möglichkeit, Ihre Expertise zu zeigen und gleichzeitig mediale Präsenz zu erreichen – selbst ohne große Kampagnen.
Eigene Kanäle sinnvoll nutzen
Teilen Sie Inhalte zusätzlich über eigene Kanäle, z. B. Website, LinkedIn oder andere Social Media Kanäle. So erreichen Sie direkt Ihre Zielgruppe.
Praxistipp: Eine eigene Website dient als Ihre zentrale Plattform. Soziale Netzwerke wie LinkedIn eignen sich besonders, um sowohl Menschen als auch KI-Systeme auf Sie aufmerksam zu machen. Schreiben Sie zuerst selbst Ihre Grundgedanken, lassen Sie dann KI beim Feinschliff helfen – so bleibt die Kommunikation authentisch.
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