09.11.2016

Nach US-Wahl: Bayerische Wirtschaft für schnellen TTIP-Abschluss

USA Wahl
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Als Signal für einen handelspolitischen Neubeginn bewertet die bayerische Wirtschaft das Ende der US-Präsidentschaftswahlen. „Nach einem langen und erbitterten Wahlkampf kann nun wieder ernsthaft über das Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU gesprochen werden“, sagt Peter Driessen, Haupt­geschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK).

Driessen: „Erwarten Bekenntnis zu Freihandel von Bayerns wichtigstem Handelspartner“‎

„Die bayerische Wirtschaft erwartet vom zukünftigen Präsidenten Donald Trump ein klares Bekenntnis zum Freihandel und Unterstützung beim zügigen TTIP-Abschluss“, so Driessen. Der BIHK-Chef räumt ein, dass die Chancen für TTIP unter Donald Trump allerdings schlechter stehen, als wenn die Demokratin Hillary Clinton die Wahl gewonnen hätte.

Im Wahlkampf hatten sowohl Trump von Seiten der Republikaner als auch Clinton für die Demokraten ungewohnt protektionistische Positionen bezogen und den Welthandel für Wirtschaftsprobleme in den USA verantwortlich gemacht.

Die USA sind Bayerns wichtigster Exportmarkt. 2015 exportierte Bayerns Wirtschaft Waren im Wert von 22,8 Milliarden Euro in die USA, ein Plus von 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bayerische Unternehmen haben in den USA 54,8 Milliarden Euro investiert. Sie beschäftigen dort 166.000 Arbeitnehmer. Im Gegenzug haben US-Firmen in Bayern 7,9 Milliarden Euro investiert und beschäftigen im Freistaat 53.000 Arbeitnehmer.