Pressemeldung vom 01.04.2020

IHK erwartet neuen Ansturm auf Corona-Soforthilfe

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Angesichts der andauernden Corona-Krise in der Wirtschaft, die besonders häufig Soloselbstständige und Kleinunternehmen betrifft, erwartet die IHK für München und Oberbayern einen neuen Ansturm auf die verbesserte Corona-Soforthilfe des Freistaats.

Gößl: „Höhere Sätze und gelockerte Voraussetzungen für viele Betriebe überlebensnotwendig“‎

„Die IHK begrüßt die Erleichterungen, die für viele Soloselbstständige und kleine Unternehmen aktuell überlebensnotwendig sind. Die Zahl von jetzt bereits in Oberbayern gestellten über 80.000 Anträgen dürfte sich dadurch in kurzer Zeit noch mindestens verdoppeln“, sagt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) hatte gestern angekündigt, dass ab sofort bei Antragstellung nur noch die Betroffenheit durch die Krise nachgewiesen und nicht mehr vorher Privatvermögen eingebracht werden muss. Gößl unterstützt diese Lösung ausdrücklich als „sachgerecht und unbürokratisch“. Zudem wurden die nach Betriebsgrößen gestaffelten Unterstützungssätze deutlich angehoben und eine passgenaue Abstimmung mit der Soforthilfe des Bundes hergestellt.

Die IHK empfiehlt den Unternehmen, den Antrag auf die Soforthilfe Corona direkt online unter www.soforthilfe-corona.bayern zu stellen. Auch Folgeanträge auf die erhöhten Unterstützungssätze sind möglich. Hier ist es aber laut IHK ratsam, zunächst die Rückmeldung auf einen Erstantrag abzuwarten. Die Antragstellung ist mindestens bis Ende Mai möglich. Unter Telefon 089 / 5116-0 steht die Corona-Hotline der IHK München für Beratungen und Rückfragen der Unternehmen zur Verfügung.

„Mit den aktuell zur Verfügung gestellten Mitteln ist der Soforthilfefonds noch besser auf die Nöte der Selbstständigen und Kleinbetriebe ausgerichtet. Über 230 Millionen Euro wurden bayernweit bereit ausbezahlt. Damit steht Bayern bei Höhe und Geschwindigkeit der Hilfe an der Spitze“, betont Gößl. Eine IHK-Umfrage in der vergangenen Woche hatte ergeben, dass 92 Prozent der oberbayerischen Unternehmen negative Auswirkungen der Corona-Krise spüren. Mehr als 80 Prozent melden teils empfindliche Umsatzeinbußen.

Erhöht wurde die Unterstützung von Firmen von 5.000 auf 9.000 Euro bei bis zu fünf Mitarbeitern, von 7.500 auf 15.000 Euro bei 6 bis 10 Mitarbeitern, zwischen elf und 50 Beschäftigten von derzeit 15.000 auf maximal 30.000 Euro. Unternehmen bis 250 Mitarbeiter erhalten aus dem bayerischen Soforthilfe-Programm statt 30.000 nun bis zu 50.000 Euro.

Zudem wurden die Antragsvoraussetzungen für die Soforthilfe gelockert. Ab sofort gilt: Der Antragsteller muss glaubhaft versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (etwa gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen.