20.06.2018

Dettendorfer: „Brenner-Nordzulauf nicht weiter in Frage stellen“‎

Die IHK für München und Oberbayern begrüßt die vorgestellten Grobentwürfe für eine Trassenplanung des Brenner-Nordzulaufs. „Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht“, so IHK-Vizepräsident Georg Dettendorfer. Besonders positiv beurteilt die IHK, dass Rosenheim weiterhin Verkehrsknotenpunkt bleibt sowie die Tatsache, dass Teile der künftigen Bahnstrecke unterirdisch und entlang der Autobahn verlaufen sollen. „Der Belastung für Mensch und Umwelt muss so gering wie möglich gehalten werden“, ist Dettendorfer überzeugt.

IHK begrüßt Grobentwürfe zur Trassenplanung / Jetzt sind die Gemeindeforen am Zug

In Hinblick auf das weitere Verfahren fordert der Vorsitzende des IHK-Verkehrsausschusses von Planern, Kommunen und Bürgern eine gute Zusammenarbeit. „Jetzt sind die Gemeinde- und Regionalforen am Zug, die beste Lösung für das bayerische Inntal zu finden. Das Vorhaben weiterhin in Frage zu stellen ist hingegen nicht konstruktiv“, so Dettendorfer. Eine große Rolle spielen dabei auch die aktuellen Verkehrsbeschränkungen auf der Inntalautobahn in Österreich. „Die Blockabfertigungen in Österreich kritisieren und gleichzeitig den Brenner-Nordzulauf in Frage stellen passt nicht zusammen. Die viel gepriesene Güterverlagerung auf die Schiene funktioniert nur mit einer leistungsfähigen und modernen Bahntrasse – und die gibt es nur mit dem Brenner-Nordzulauf“, erklärt der Nußdorfer Speditionsunternehmer. Bei den Gütertransporten zwischen Deutschland nach Italien rechnet die IHK bis 2030 mit einem Anstieg von 66 Prozent.

Dettendorfer erinnert gleichzeitig an die europäische Dimension des Brenner-Nordzulaufs: „Der Ausbau der Brennerstrecke ist Teil eines gesamteuropäischen Nord-Süd-Korridors. Deutschland hat sich schon 1994 zum Bau der Zulaufstrecken verpflichtet. Es ist höchste Eisenbahn, dass die Politik dieser Verpflichtung endlich nachkommt“.