23.06.2017 - Garmisch-Partenkirchen

Wirtschaftsstandort Garmisch-Partenkirchen: Gesamtnote 2,5‎

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© IHK

Die Betriebe im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind mit ihrem Wirtschaftsstandort nur bedingt zufrieden. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern erhält der Landkreis die Gesamtnote 2,5 und liegt damit deutlich unter dem Wert 2,0 für Oberbayern. Im Vergleich zur Befragung von 2015 hat sich die Endnote jedoch leicht gebessert. Damals lag sie im Landkreis bei 2,6.

Weniger Bürokratie, besseres Breitband und mehr Gewerbeflächen gefordert

In der Umfrage bewerten rund 60 Prozent der Unternehmen ihren Standort als „sehr gut“ oder „gut“. Über drei Viertel der ansässigen Unternehmen würden sich noch einmal für ihn entscheiden. 44 Prozent der befragten Betriebe gaben jedoch an, dass Standortmängel wie fehlender Gewerbegrund oder langwierige Genehmigungs­verfahren ihr Wachstum bremsen. Dieser Wert ist gegenüber 2015 noch einmal um fünf Prozent gestiegen und liegt 16 Prozent über dem oberbayerischen Durchschnitt. Unzufrieden sind die Unternehmen mit der Anbindung an den Luftverkehr, der fehlenden Nähe zu Fachhochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen und damit verbunden dem fehlenden Innovationstransfer. Ganz oben auf der Wunschliste steht wie 2015 eine bürokratieärmere Verwaltung.

„Erwartungsgemäß schneiden wir in der IHK-Standortumfrage nicht zufrieden­stellend ab“, sagt Peter Lingg, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Garmisch-Partenkirchen. Lingg fordert daher weitere Maßnahmen zum Bürokratieabbau in den Verwal­tungen, den Ausbau der Breitbandversorgung und die Bereitstellung von mehr Gewerbeflächen. „Insbesondere die ausgeprägte Bürokratie macht unseren Unternehmen zu schaffen. Ein Weniger würde allen Beteiligten Zeit und Geld sparen, Betrieben und Verwaltungen zu einem reibungs­loseren Miteinander verhelfen und damit ein wirtschaftsfreundlicheres Klima schaffen“, so der Vorsitzende.

An der IHK-Standortumfrage beteiligten sich 140 Unternehmen aus dem Landkreis.