14.02.2017 - Bad-Tölz-Wolfratshausen

Breitbandausbau bleibt Dauerbrenner für die Wirtschaft im Landkreis

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Kilian Willibald ist zweiter stellvertretender Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Bad Tölz-Wolfratshausen. Nach dessen einstimmiger Wahl standen Digitalisierung und Breitbandversorgung im Fokus der Arbeitssitzung des Ausschusses. „Die mangelhafte Breitband­erschließung unserer Gewerbegebiete entwickelt sich für die Wirtschaft zunehmend zu einem K.O.-Kriterium. Die Politik darf vor der Unzufriedenheit vieler Unternehmer nicht die Augen verschließen“, forderte deshalb Reinhold Krämmel, Vorsitzender der IHK-Regionalvertretung.

Kilian Willibald ist zweiter stellvertretender Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses ‎

In seinem Bericht erläuterte Herbert Fuchs, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sowie Breitbandmanager des Landkreises, den aktuellen Stand der Breitbandversorgung in den 21 Gemeinden. Weiterhin informierte er über die von Land und Bund angebotenen Breitband-Förder­verfahren. Die anwesenden Unternehmer nutzten die Gelegenheit, eindringlich ihre aktuelle Situation und Bedürfnisse darzulegen. „Die Breitbandversorgung bleibt auf absehbare Zeit das uns alle beherrschende Thema. Der Digitalisierung sollte sich kein Unternehmen entziehen, aber ohne eine zeitgemäße Datenanbindung ist sie nicht umsetzbar. Das schadet unserem Standort“, so das Fazit von Krämmel. Als Sprachrohr der regionalen Wirtschaft wird sich der Ausschuss deshalb weiterhin für die bedarfsgerechte Versorgung der Gewerbe­gebiete gegenüber Politik und Verwaltung einsetzen und den Finger in die nach wie vor offenen Wunden legen.

Darüber hinaus stellte Dr. Ute Berger, Leiterin des Referats Industrie und Innovation bei der IHK für München und Oberbayern, das neue Förderprogramm Digitalbonus.Bayern des bayerischen Wirtschaftsministeriums vor. Dieses bietet Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern finanzielle Unterstützung, damit sie in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und in ihre IT-Sicherheit investieren. Bis 2020 stellt die bayerische Staatsregierung dafür jährlich 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Wie facettenreich sich die Digitalisierung für die Wirtschaft darstellt, das zeigte der die Sitzung beschließende Workshop. In diesem tauschten sich die Anwesenden darüber aus, zu welchen digitalen Themen in der Wirtschaft Informationsbedarf besteht, und wie die IHK Unternehmen in dieser Hinsicht sensibilisieren, unterstützen und beraten kann.