17.01.2017 - Miesbach

Neues Arbeitsprogramm des IHK-Regionalausschusses Miesbach ‎

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© IHK für München und Oberbayern

Arbeit und Bildung, Digitalisierung sowie Bürokratieabbau – das sind die zentralen Arbeitsfelder des neu gewählten IHK-Regionalausschusses Miesbach. „Als IHK-Regionalvertretung werden wir uns ohne Wenn und Aber für die Interessen der heimischen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit einsetzen“, erläutert Petra Reindl, Vorsitzende des Ausschusses. Eine wichtige Rolle wird dabei der noch engere Dialog mit der Politik spielen.

Attraktivität der beruflichen Ausbildung steigern / Breitbandausbau vorantreiben‎

Die Vorsitzende erwartet eine herausfordernde und arbeitsreiche Zeit. „Unter den
15 Mitgliedern sind acht Mitglieder des vorherigen IHK-Gremiums Miesbach-Bad Tölz-Wolfratshausen vertreten sowie sieben neue Kolleginnen und Kollegen. Wir werden uns mit viel frischem Wind in den Segeln an die Arbeit setzen und wollen einiges bewegen“, so die Vorsitzende.

Besonderes Gewicht wird der Regionalausschuss auf die Forcierung des Breitbandausbaus legen. Nach wie vor bestehe hier großer Aufholbedarf und Gewerbegebiete dürften nicht links liegen gelassen werden, so Reindl. „Um unsere Wirtschaft auf dem Weg ins digitale Zeitalter adäquat zu unterstützen, braucht sie das richtige Rüstzeug“, bringt sie es auf den Punkt. Ziel sei der flächendeckende Ausbau auf Netzgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s und mehr. Reindl betont weiterhin: „Eine funktionierende Breitbandversorgung ist auch nicht zu unterschätzen, wenn es um die Fachkräftesicherung und die Attraktivität der Region für junge Menschen geht.

Image der beruflichen Ausbildung stärken

Fachkräftesicherung ist deshalb ein weiteres Top-Thema auf der Agenda des Ausschusses. Laut Reindl wird die Verfügbarkeit beruflich Qualifizierter die wirtschaftliche Zukunft des Landkreises entscheidend beeinflussen. „Ohne Fachkräftenachwuchs werden wir Unternehmer uns künftig sehr schwer tun. Mehr Engagement und Aufklärung über die duale Ausbildung, mehr aktive Lobbyarbeit bei Eltern, Lehrern und Politikern – das ist das Gebot der Stunde “, so ihr Fazit.

Entlastung beim Fachkräftemangel erwartet Reindl auch durch die Integration von Asylbewerbern in die Arbeitswelt. „Hier machen wir uns jedoch keine Illusionen, das wird nicht über Nacht gelingen. Geduld sowie klare und einfache Richtlinien seitens des Gesetzgebers sind notwendig“, so die Vorsitzende. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sind die neuen Angebote und Services der IHK-Integrationsberater. Diese gilt es wesentlich bekannter zu machen.

„Politik und Verwaltung beraten sowie Ansprechpartner für Unternehmen jeder Größe sein: So sehen wir unsere Rolle als Regionalausschuss“, erläutert Reindl. Die Ausschussmitglieder werden deshalb jede Gelegenheit wahrnehmen, die Themen ihres Arbeitsprogramms in der Öffentlichkeit anzusprechen. „Die Unternehmer in unserer IHK-Vertretung verfügen über vielfältige Kompetenzen. Diese wollen wir für das Wohl der Wirtschaft und Allgemeinheit einbringen, um so den Landkreis Miesbach erfolgreich weiterzuentwickeln“, fasst Reindl die Arbeitsziele des Ausschusses zusammen.