08.10.2019 - Rosenheim

Region Rosenheim bleibt Top-Standort für Unternehmen‎

Die Betriebe in der Region Rosenheim sind mit den Rahmenbedingungen für die Wirtschaft unterm Strich sehr zufrieden. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern hat die Stadt Rosenheim die Gesamtnote 1,8 erhalten, nach einer 1,9 vor zwei Jahren.

‎IHK-Standortumfrage: Stadt verbessert sich auf Gesamtnote 1,8 / Landkreis hält gutes Ergebnis ‎

Rosenheim liegt damit oberbayernweit gleichauf mit Ingolstadt und nur knapp hinter dem Spitzenreiter München (Note 1,7). Der Landkreis Rosenheim hält mit der Gesamtnote 2,0 das gute Ergebnis von 2017 und erreicht denselben Wert wie ganz Oberbayern. In Stadt und Landkreis bewerten jeweils mehr als vier von fünf Unternehmen den Standort als „sehr gut“ oder „gut“. Noch einmal für ihren Standort würden sich 93 bzw. 83 Prozent der ansässigen Betriebe entscheiden. Allerdings sagt jeweils rund ein Drittel der Unternehmen, dass Standortmängel das Wachstum bremsen.

„Die Betriebe stellen der Region ein verdient gutes Zeugnis aus“, sagt Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim. „Natürlich gibt es dennoch Haus­aufgaben: Ganz oben auf der Wunschliste unserer Betriebe stehen mehr Fachkräfte und Wohnraum, unternehmensfreundlichere Verwaltungen und vor allem im Landkreis eine bessere Breitbandversorgung“, so Bensegger. Schlechte Noten geben die Unternehmen für die Anbindungen an den Schienen- und Luftgüterverkehr sowie das Preisniveau von Gewerbeflächen. Als Stärken nennt die Wirtschaft die Energieversorgung, loyale und motivierte Mitarbeiter sowie das Straßennetz und auch das gute Image der Stadt Rosen­heim. Gute Noten gibt es auch für das Freizeit- und Sportangebot.

Im oberbayerischen Vergleich überdurchschnittlich gute Noten geben die Betriebe für die Verfügbarkeit von akademischen Fachkräften, Angebote der beruflichen Weiterbildung, Unternehmensnetzwerke sowie die Nähe zu Absatz- und Beschaffungsmärkten. „Im Mix aller Standortfaktoren bietet unsere Region zweifellos sehr gute Bedingungen“, kommentiert Bensegger. „Mehr als ein Viertel der Betriebe planen in den nächsten drei Jahren Betriebs­erweiterungen oder umfangreiche Investitionen. Das ist ein starkes Zeichen“, so der IHK-Vorsitzende. „Allerdings wird der Wettbewerb um knappe Ressourcen wie Fachkräfte und Gewerbeflächen immer intensiver – der Handlungsbedarf nimmt dadurch zu“, sagt Bensegger.

An der IHK-Standortumfrage 2019 zu insgesamt 44 Standortfaktoren von Straßeninfrastruktur bis Freizeitangebot nahmen in der Region Rosenheim rund 250 Unternehmen, aus ganz Oberbayern knapp 3.000 Betriebe teil.