Pressemeldung vom 27.11.2020 - Starnberg

IHK-Chef versichert Starnberger Wirtschaft: „Stehen eng an Ihrer Seite“

stv._hauptgeschaeftsfuehrer_dr._goessl
© Andreas Gebert

27.11.2020 - Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben den IHK-Regionalausschuss Starnberg auch bei seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Zu Gast im virtuellen Treffen der Ausschussmitglieder war Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. Er berichtete von den aktuellen Herausforderungen für die Wirtschaft in Oberbayern und stellte die finanziellen Hilfen des Staates für die teils schwer getroffenen Betriebe vor.

Manfred Gößl zu Gast im IHK-Regionalausschuss

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft fallen pro Branche völlig unterschiedlich aus, erklärte Gößl. Die Pharma-Branche, der Online-Handel, der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Fahrrädern und Sportgeräten sowie alles rund um Haus und Garten gehören zu den Gewinnern der Krise, so der Hauptgeschäftsführer der IHK. Auf der anderen Seite gebe es aber auch viele Dienstleistungsbranchen, in deren Mittelpunkt soziale Kontakte stehen, die völlig unverschuldet und plötzlich in eine gefährliche Schieflage geraten seien. „Vor allem in der Touristik, in der Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungswirtschaft sowie in der Hotellerie und der Gastronomie sowie im typischerweise innerstädtischen Einzelhandel mit Bekleidung, Schuhen oder Lederwaren wird regelrecht ums Überleben gekämpft. Das betrifft auch viele Solo-selbstständige, die ja die Mehrzahl der gewerblich Tätigen in unserer Heimatwirtschaft stellen.“

Die IHK stehe eng an der Seite der Unternehmerinnen und Unternehmer im Landkreis Starnberg, betonte Gößl. Als Bewilligungsstelle für die staatlichen Überbrückungshilfen hat die IHK bis jetzt Zuschüsse von mehr als drei Millionen Euro an 224 Betriebe im Landkreis genehmigen können. In den nächsten Monaten werden sich die Unterstützungsleistungen im Rahmen der Folgeprogramme vervielfachen. Mit dem umfassenden Informationsangebot auf der Webseite sowie qualifizierter telefonischer Hilfe unterstütze die Kammer die Geschäftsleute in dieser schweren Zeit. „Mehr als 75 Vollzeitkräfte kümmern sich in der IHK jetzt nur noch um das Überleben der Corona-geschädigten Betriebe. Wir werden alles daran setzen, gestärkt aus der Krise herauszukommen und mit voller Kraft durchstarten zu können“, betont Gößl.

Der Ausschussvorsitzende Martin Eickelschulte appelliert, den Infektionsschutz weiter ernst zu nehmen. „Auch wenn einige Branchen keine größeren Probleme im aktuellen Teil-Lockdown haben, müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Infektionszahlen sinken und somit die Beschränkungen bald der Vergangenheit angehören können.“