Pressemeldung vom 23.04.2020 - Starnberg

Wirtschaft fordert Zustimmung zum 365-Euro-Ticket

subway station with a train in Munich, Germany

Die Wirtschaft im Landkreis Starnberg fordert vom Kreistag ein klares Bekenntnis zum geplanten 365-Euro-Ticket im MVV-Gebiet. „Es braucht dringend eine Entscheidung über die Zukunft des Tickets. Für die Unternehmen im Landkreis steht fest: Der Kreistag muss dem Plan zustimmen, dass das Ticket noch in diesem Sommer starten kann“, sagt Martin Eickelschulte, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Starnberg. „Eine Ablehnung oder Vertagung in das kommende Jahr ginge zu Lasten von Schülern und Auszubildenden. Das wäre ein absolut falsches Signal an die junge Generation.“

Eickelschulte: Kreistag darf MVV-Plan nicht platzen lassen / Entlastung für Schüler und Azubis

Aus Sicht des IHK-Regionalausschusses ist eine Zustimmung zum Ticket und dessen Einführung längst überfällig. „Der Tarifdschungel im MVV ist für Auszubildende seit Jahren eine Zumutung. Die Strecke vom Wohnort zum Ausbildungsbetrieb ist beispielweise eine andere Preisklasse als der Weg vom Wohnort zur Berufsschule“, erklärt Eickelschulte. Mit einer günstigen Jahreskarte zu einem Pauschalpreis seien Entfernungen innerhalb des MVV keine Frage des Geldes mehr.

„Der Starnberger Kreistag darf mit einer weiteren Vertagung oder gar Ablehnung nicht das gesamte Projekt, von dem im ganzen Ballungsraum München Azubis und Schüler profitieren werden, platzen lassen“, warnt Eickelschulte. Der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses verweist darauf, dass der Freistaat mit zwei Dritteln den größten Teil der Mindereinnahmen übernimmt. „Die Landkreise des MVV-Gebiets gewinnen also für ihre Jugendlichen, Schüler und Auszubildenden deutlich mehr, als es ihnen kostet.“

"Großer Gewinn auch für Klimaschutz"

Die heimische Wirtschaft zeigt sich überzeugt, dass mit dem Ticket der öffentliche Nahverkehr für junge Menschen einfacher zu nutzen und somit attraktiver wird sowie darüber hinaus den Schulstandort Starnberg und die duale Berufsausbildung in der Region stärkt. „Am Ende ist es auch ein großer Gewinn für den Klima- und Umweltschutz, wenn Azubis mehr Bus und Bahn anstatt Auto fahren.“