07.07.2017 - Neuburg-Schrobenhausen

Wirtschaftsstandort Neuburg-Schrobenhausen erhält Gesamtnote „gut“‎

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© IHK

Die Betriebe im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind mit ihrem Wirtschafts­standort zufriedener als vor zwei Jahren. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern erzielt der Landkreis die Gesamtnote 2,2 und hat sich damit im Vergleich zur Befragung von 2015 leicht verbessert. Damals lag die Gesamtnote bei 2,3. Dem Standort Oberbayern vergaben die Unternehmer insgesamt die Note 2,0.

Weniger Bürokratie, mehr Fachkräfte sowie bezahlbarer Wohnraum gefordert

In der Umfrage benoten etwa 70 Prozent der befragten Betriebe aus dem Landkreis ihren Standort als „sehr gut“ oder „gut“. Über 80 Prozent würden sich noch einmal für ihn entscheiden. Fast ein Drittel (29,3 Prozent) gab jedoch an, dass Standortmängel wie langwierige Genehmigungsverfahren, mangelhafte Breitbandversorgung und fehlender bezahlbarer Wohnraum ihr Unternehmenswachstum verzögern. Am unzufriedensten sind die Unternehmen mit der Anbindung an den Schienengüter- und Luftverkehr sowie der fehlenden Nähe zu Forschungseinrichtungen, was den Innovationstransfer erschwert.

„Die IHK-Standortumfrage stellt unserem Landkreis insgesamt ein ordentliches Zeugnis aus“, meint Hartmut Beutler, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Neuburg-Schrobenhausen. „Aber es bleibt einiges zu tun. Besonders die Bürokratie bleibt ein wunder Punkt und auch die Fachkräftesicherung fordert die Wirtschaft extrem heraus. Hier müssen wir alle – mit Politik und Verwaltung – die Ärmel hochkrempeln und engagiert nach Lösungen suchen und diese dann auch umsetzen“, so Beutler. Der Vorsitzende fordert außerdem mehr Initiativen, was die Bereitstellung von bezahlbarem Wohn­raum betrifft.

An der IHK-Standortumfrage beteiligten sich 105 Unternehmen.