Pressemeldung vom 17.06.2020 - Ingolstadt

Alltag in Unternehmen von Corona-Pandemie geprägt

Per Videokonferenz haben sich die Mitglieder des IHK-Regional­ausschusses Ingolstadt über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre Unternehmen sowie über die Maßnahmen der Politik zur Stabilisierung der Wirtschaft ausgetauscht. „Viele Betriebe befinden sich weiter im Krisenmodus, auch wenn sie unterschiedlich stark betroffen sind“, sagt Fritz Peters, Vorsitzender des Ausschus­ses. Umsatzeinbußen oder Beschränkungen seien teilweise noch erheblich, die Folgen würden lange spürbar sein, so der Vorsitzende. Doch trotz der massiven Auswirkungen auf die Wirtschaft, so die mehrheitliche Meinung im Ausschuss, schaue man zuversichtlich in die Zukunft.

Peters: „Wirtschaft muss branchenübergreifend an Fahrt aufnehmen“ ‎

Peters betont: „Als Unternehmer wollen wir unsere Firmen und Mitarbeiter so gut wie möglich durch diese Zeit bringen. Wichtig ist, dass die Wirtschaft – unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln – zügig und vor allem branchenübergreifend wieder hochfahren kann. Die ohnehin vom Strukturwandel herausgeforderte Region muss ein starker Wirtschaftsstandort bleiben.“

Die Berichte der Unternehmer verdeutlichen die Bandbreite an Auswirkungen der Corona-Pandemie: von Umsatzeinbußen, fehlenden Zulieferungen und wegbrechenden Absatzmärkten über erhöhte Nachfragen im Lebensmittelsektor, Videoberatung als neuem Vertriebskanal, Umstellung auf Home Office oder Umsetzung von Hygienekonzepten im Unternehmen. Insbesondere die Vertreter aus dem Einzelhandel, die im täglichen Kontakt mit dem Endverbraucher stehen, mahnten zur Vorsicht und zu konsequentem eigenverantwortlichen Verhalten. „Die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle kommt nicht von ungefähr“, so eine Unternehmerin. Ein Ausschussmitglied begrüßte ausdrücklich die Einführung der Corona-Warn-App. Intensiv diskutierten die Teilnehmer das Konjunkturpaket der Bundesregierung. Einige Unternehmer äußerten große Bedenken hinsichtlich der temporären Mehrwertsteuersenkung, die mit einem erheblichen administrativen und buchhalterischen Aufwand verbunden ist.

„Damit der Wirtschaft der Weg zu einem Neustart bestmöglich geebnet wird“, so Ausschussvorsitzender Peters abschließend, „ist die enge Zusammenarbeit mit der Politik auf allen Ebenen wichtiger denn je.“ Peters verwies in diesem Zusammenhang auf das erste Zusammentreffen der Ausschussvorsitzenden mit dem neu gewählten Ingolstädter Oberbürgermeister Christian Scharpf (SPD) und IFG-Vorstand Georg Rosenfeld am 22. Mai. Beide Seiten hatten den Austausch als sehr positiv bewertet.