IHK Veranstaltungsrückblick (06.06.2019)

Alpenquerender Güterverkehr: Transportqualität versus Lebensqualität ?

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Im europäischen Transitverkehr spielt die Nod-Süd-Route über den Brennerpass eine bedeutende Rolle. Im Zuge des Wachstums im Güterverkehr gelangen Straße und Schiene gleichermaßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Transporte werden in zunehmenden Maße unberechenbar; die Belieferung der Empfänger wird unzuverlässiger. Zudem schüren Lärm- und Luftbelastung des Transitverkehrs Widerstand und Unmut bei der betroffenen Bevölkerung. Die regionale Politik reagiert mit Verboten und Restriktionen. Und die EU steht vor einem Dilemma zwischen Luftreinhaltung und freien Warenverkehr.

Wie lässt sich ein zunehmender Güterverkehr mit der Lebensqualität der Menschen entlang der Brennerachse in Verbindung bringen?

Über diese spannende Frage sprachen Georg Dettendorfer (Vizepräsident, IHK für München und Oberbayern), Ekkehard Allinger-Csollich (Leiter Sachgebiet Verkehrsplanung, Amt der Tiroler Landesregierung), Ismail Ertug (MdEP, Verkehrspolitischer Sprecher der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament) und Dr. Alfred Aberer (Generalsekretär, Handelskammer Bozen).

Das Fazit: Nur ein weiterer, steter Austausch kann zu einvernehmlichen und verträglichen Lösungen für alle führen. Für ein auch künftig mobiles Europa müssen nationale Egoismen überwunden werden.