catalin_voss

Catalin Voss

Biografie

Technik ist zum Wohl der Menschen da: Der Deutsche aus der Nähe von Heidelberg lebt dieses Prinzip als Unternehmer im Silicon Valley. Unter anderem hat er eine Software entwickelt, die Gefühle erkennen kann.

Die Künstliche Intelligenz lehrt Maschinen das Denken, aber lange nicht das Fühlen. ‎Ihr Einsatz erfordert deshalb besondere Verantwortung‎.

Biographie von Catalin Voss

Hoch-fokussiert und technikverrückt – die typischen Eigenschaften eines StartUp-Unternehmens in der Internetszene. Und doch gehört Catalin Voss nicht nur zu denjenigen, die bereits als Jugendliche ein Jungunternehmen gründen, mit reichlich Venture Capital ausgestattet rasch aufziehen und wieder zu Geld machen.

Der „seltsame Deutsche“, wie ihn der Spiegel in einem Portrait nannte, ist nicht aufs Geld versessen. „Technik fängt mit Menschen an“, lautet sein Credo, nach dem er lebt und arbeitet. 1995 in der Nähe von Heidelberg geboren, absolvierte er die Schule eher lustlos, machte sich aber mit Podcasts zur App-Entwicklung einen Namen. Seine Tutorials erreichten eine große Anhängerschar.

Im Alter von 15 Jahren flog er zu einem Sommerpraktikum bei Apple-Legende Steve Capps ins Silicon Valley und entschied, dass dort seine Zukunft liegt. Für eine ernsthafte Laufbahn benötigte er allerdings einen Schulabschluss. Mit viel Energie schaffte er es, zu Hause nicht nur weiter Apps zu programmieren, sondern auch ein Einser-Abitur zu bauen. In Stanford wurde er angenommen. Mit Kommilitonen entwickelte er eine App „Sension“, die am Bildschirm die Aufmerksamkeit in Gesichtern erkennen kann. Sie wird unter anderem in Autos eingesetzt um unaufmerksame Fahrer zu erkennen.

Im Zuge des Autism Glass Project in Stanford hat er eine App für die Google Daten-Brille programmiert, die Autisten dabei hilft, die Gefühle ihres Gegenübers zu erkennen.

Heute leitet er ein neues Projekt in Kenia, das Ladenbesitzer in Afrika mit Künstlicher Intelligenz und modernen Business Tools ausstatten will. Als Informatik-Doktorand in Stanford arbeitet er grundsätzlich nur an an neuen sozialen Problemen und fängt dabei in der Regel rückwärts an – mit den menschlichen Fragestellungen, nicht mit den technischen Lösungen.

Catalin Voss beim IHK-Talk zum Thema Verantwortung