Berufsbildung

Ausbildungsprofil Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement

Die Digitalisierung der deutschen Unternehmen ist eine der größten Aufgaben der Gegenwart. Als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement leistest Du einen wertvollen Beitrag dazu, indem Du große und kleine Firmen bei diesem wichtigen Schritt in die Zukunft unterstützt.

Inhalt

Voraussetzungen für die duale Ausbildung als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement

Als Schulabschluss wird mindestens der Realschulabschluss (Mittlere Reife) erwartet. Ein (Fach-)Abitur erhöht die Chancen bei der Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz enorm. Wichtig sind gute Noten in Mathematik, Informatik und Englisch. Viele Infos und Dokumentationen im IT-Bereich stehen online nur auf Englisch zur Verfügung.

Daneben sollten angehende Kaufleute für Digitalisierungsmanagement sicher mit Zahlen umgehen können und in der Lage sein, wirtschaftliche Zusammenhänge zu analysieren und zu bewerten sowie Verhandlungen zu führen. Computerfachkenntnisse wie Programmiersprachen sind nicht erforderlich, doch es hilft, auf eigene kleine IT-Projekte wie die Betreuung einer Website verweisen zu können.

Ablauf der Ausbildung

Auswirkungen der Diigtalisierung auf den Arbeitsmarkt - ifo Studie im Auftrag der IHK

Die duale Ausbildung als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement dauert insgesamt drei Jahre und erfolgt parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Der Betrieb legt dabei mindestens eines von vier möglichen Einsatzgebieten fest:

  • Betriebliche Steuerung und Kontrolle
  • Organisations- und Prozessentwicklung
  • Produktentwicklung und Marketing
  • IT-Systemlösungen

Während der Ausbildung hast Du Anspruch auf eine angemessene Vergütung Deiner Tätigkeit. Weitere Infos dazu findest Du im. Ratgeber Ausbildungsvergütung.

Statt der früheren Zwischen- und Abschlussprüfung erfolgt nun eine gestreckte Abschlussprüfung an der IHK für München und Oberbayern. Der erste Teil findet in der Mitte der Ausbildung statt und wird mit 20 Prozent gewichtet. Hier werden nur berufsbildübergreifende Positionen geprüft. Der zweite Teil ist die eigentliche Abschlussprüfung, die 80 Prozent der Wertung ausmacht.

Weitere Infos zum Ausbildungsbeginn und vielen weiteren Themen findest Du bei der Ausbildungsberatung .

Was beinhaltet der Beruf Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement?

Die Berufsbezeichnung ist neu, doch der Beruf ist es nicht. Er nannte sich bis vor Kurzem noch Informatikkaufmann/-frau. Die neue Bezeichnung trägt der wachsenden Bedeutung der Digitalisierung Rechnung und signalisiert, dass Deine Kompetenzen weit über die eigentliche Informatik hinausgehen. So wirst Du auch Deine Fähigkeiten im Projektmanagement und in der Koordinierung komplexer digitaler Umstrukturierungsprozesse unter Beweis stellen.

Du arbeitest insbesondere in kleinen und mittelständischen Betrieben, in denen Du Dein kaufmännisches Wissen mit Deiner Expertise im Bereich IT verbinden kannst.

Einige wichtige Aufgaben von Kaufleuten für Digitalisierungsmanagement:

  • Du erarbeitest IT-Lösungen, die die Digitalisierung des eigenen Unternehmens schneller und besser vorantreiben.
  • Unter anderem suchst Du nach vorheriger Daten- und Bedarfsanalyse passende Hardware und Software aus und baust ein effizientes Netzwerk auf.
  • Du kümmerst dich um die Datensicherheit und den Datenschutz im Unternehmen.
  • Andere Mitarbeitende wenden sich mit Problemen und Fragen zu neuen IT-Produkten an Dich und werden von Dir in der Anwendung neuer Software geschult.

Schon während der Ausbildung wirst Du in verschiedene betriebliche Projekte eingebunden. Beispielsweise hilfst Du Deinen Kollegen bei der Einrichtung eines datensicheren Arbeitsplatzes im Homeoffice oder trägst zu Digitalisierung und Automatisierung der aktuell noch manuell verlaufenden Nachbestellungen für die Produktion bei.

Die duale Ausbildung als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement ermöglicht Dir zahlreiche unterschiedliche Berufswege im kaufmännischen Bereich und in der IT-Branche. So stehen Dir Fortbildungen wie staatlich geprüfte/r Informatiker/-in und staatlich geprüfte/r Betriebswirt/-in offen oder eine Fülle von Spezialisierungen, z. B. im Bereich Datensicherheit oder in der Systemadministration.