19.08.2019

Deutlicher Gegenwind für bayerische Exporte

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Mit Besorgnis reagiert der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) auf die heute vom Bayerischen Landesamt für Statistik veröffentlichen Exportzahlen. Die bayerischen Ausfuhren verminderten sich im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent auf rund 95,8 Milliarden Euro.

Ausfuhren gehen im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent zurück

"Die Auslandsnachfrage lässt spürbar nach, die konjunkturellen Bremsspuren in der bayerischen Wirtschaft nehmen zu", sagt BIHK-Präsident Eberhard Sasse. "Die Politik ist gut beraten, nun durch Steuerentlastungen und aktive Wirtschaftspolitik Impulse für mehr Investitionen und Konsumnachfrage in Deutschland zu setzen. Außerdem muss Deutschland weiter für freien Handel und gegen den weltweit zunehmenden Protektionismus eintreten", so Sasse weiter.

In der aktuellen Exportstatistik ist besonders die gedämpfte Nachfrage aus Asien bemerkenswert (minus 5,8 Prozent), während die Exporte in die USA um 1,5 Prozent zulegten. Die USA sind damit nach wie vor Bayerns wichtigster Exportmarkt mit einem Ausfuhrvolumen von 10,7 Milliarden Euro.

Die Ausfuhren in andere EU-Länder blieben unverändert auf dem Vorjahresniveau und erwiesen sich einmal mehr als Stabilitätsanker für die bayerische Wirtschaft.

Bei den Warengruppen gab es die größten Rückgänge bei PKW und Wohnmobilen (minus 9,5 Prozent) sowie Kfz-Teilen (minus 7,0 Prozent). Zulegen konnten Elektroanlagen (2,3 Prozent) sowie medizinische Geräte (12,4 Prozent).