IHK Ratgeber

Video, Streaming, Webinar, Conferencing und Co - was eignet sich für wen?

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© Terje Sollie von Pexels

Wegen Corona bleiben alle daheim - online ist das Gebot der Stunde, ganz besonders hoch im Kurs steht Bewegtbild. Welche Video-, Webinar- und Streamingdienste eignen sich wofür? Welche Tools eignen sich, um im Homeoffice effizient zusammen zu arbeiten? Hier erhalten Sie einen Überblick.

Inhalt

Videos: Physische Distanz einhalten, soziale Distanz verringern

Schon "vor Corona" waren Video- und Streamingangebote ein sehr gutes Mittel, sein Unternehmen mit seinen Produkten und Angeboten wirkungsvoll darzustellen.

Nun "mit Corona" gewinnt dieser Weg umso mehr an Bedeutung: Die physische Distanz ist nötig, die soziale Distanz dagegen soll so gering wie möglich ausfallen. Dafür sind Video, Livestreams, Webinare usw. nun eine gängige Alternative.

Ziele für den Einsatz von Videos

Zum Start sollten Sie sich fragen, welche Ziele Sie mit Bewegtbildangeboten verfolgen wollen. Beispielsweise:

  • Sie wollen bekannter werden, mehr neue Kunden gewinnen
  • Image und Branding ihres Unternehmens und ihrer Produkte verbessern
  • Komplizierte Produkte erklären
  • Den Kontakt mit Bestandskunden halten
  • Unmittelbar Geld verdienen mit Bewegtbild

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Je nach Bedarf: Video-Formate

Überlegen Sie sich je nach Ziel, welches Video-Format für Sie das richtige ist:

  • Imagevideo, Recruiting-Videos:
    Damit stellen Sie in wenigen Minuten Ihr Unternehmen vor. Damit zeigen Sie Ihren Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten, wer Sie sind und wessen Probleme Sie wie lösen.
    Beispiel: Arbeiten bei der IHK - Lernen Sie uns kennen!
  • Erklärvideo:
    Sie möchten komplizierte Abläufe eines Produktes oder eines Verfahrens einfach erklären? Dann sind Videos im Comicstil oder mit Trickoptik sehr hilfreich.
    Beispiel: Bauleitplanung verständlich erklärt
  • Anleitungen, Tutorials:
    Videos können Menschen an die Hand nehmen und Schritt für Schritt bei einer Aufgabe begleiten. Ein beliebter Weg dabei ist es, Screencasts aufzuzeichnen. So kann Ihr Zuschauer verfolgen, wie der Experte eine Herausforderung löst.
    Beispiel: Business Plan, der Textteil
  • Interview, Reportage:
    Ein Video greift ein bestimmtes Thema auf: Beispielsweise berichtet ein Blogger oder eine Zeitung über Ihr Unternehmen.
    Beispiel: IHK Movements: Quantum Systems
  • Produktvideo:
    Stellen Sie vor, was Sie Ihren Kunden oder Mitgliedern bieten konnen.
    Beispiel: Prüfer bei der IHK - Ein bereicherndes Ehrenamt
  • Virales Video mit Emotionen:
    Wenn Zuseher ein Video sehr oft weiterempfehlen, kann ein Video "viral gehen". also sehr viele Abrufe bekommen. Damit das gelingt, gehören Emotionen, Aktualität und Glück dazu.
    Beispiel: Crowd statt Kraut
  • Live: Webinare, Videokonferenzen
    Sei es zwischen zwei Menschen oder mit vielen Teilnehmern: Bei Webinaren und Videokonferenzen versammeln sich Personen vor dem Bildschirm und kommunizieren miteinander in Echtzeit.
    Beispiele: Webinar-Mitschnitt: IT-Notfall: Wie vorbereiten? Was tun im Ernstfall?Pack ma's digital Webinare
  • Schulungen:
    Um dazuzulernen werden Lerninhalte z. B. in gut verarbeitbare Bausteine geteilt.
    Beispiel: LinkedIn-Learning: SEO-Grundlagen

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Selber machen oder machen lassen?

Unabhängig vom gewählten Videoformat haben Sie die Möglichkeit, vieles selbst zu machen. Oder möchten Sie doch auf professionelle Dienstleister zurückzugreifen? Um das zu entscheiden, versetzen Sie sich am besten in ihre Zielgruppe:

Welche Qualität an Licht, Ton, Bild, Schnitt, Geschichte etc. wird erwartet?

Entsprechend sollten Sie Ihre eigenen Möglichkeiten einschätzen:

  • Kann ich das nötige Niveau ohne externe Hilfe erreichen?
  • Wenn nicht, kann ich es mit Fortbildungen, Sammeln von Erfahrungen schaffen?
  • Oder ist es besser, Geld zu investieren, um Experten zu engagieren? Vorteil: Sie können sich auf Ihr eigentliches Kerngeschäft konzentrieren.

Erste Schritte

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, können Sie mit wenig Voraussetzungen starten. Fragen Sie beispielsweise ausgewählte Kunden um deren ehrliche Meinung, was diese von Ihren Ansätzen halten:

  • Rein technisch gesehen sind Videoaufnahmen mit Smartphones oder einfachen Kameras schnell gemacht. Die Frage ist: Stimmen Beleuchtung, Hintergrund, Ton, Schnitt etc..
    • Videoschnittprogramme sind relativ kostengünstig, allerdings erfordert deren Bedienung durchaus etwas Übung.
  • Entscheidend ist zudem herauszufinden, welche Inhalte und Formate Ihre Zielgruppe besonders interessieren werden: Hier muss Ihre ganz persönlich besondere Kenntnis von Ihrer Zielgruppe zum Tragen kommen. Wie "tickt" Ihr typischer (Neu-)Kunde? Was habe ich Besonderes?
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Die einfache Lösung: Videos erstellen, hochladen und abspielen

Um ein erstelltes Video zu veröffentlichen, bieten sich Plattformen wie youtube, facebook, Instagram, Vevo... etc an.

  • Die großen Vorteile dabei sind, dass man die Technik des Streamings und eine große mögliche Reichweite kostenlos bekommt.
  • Der Nachteil ist, dass man Gast im Haus der Plattformen ist und die Regeln des Gastgebers hinsichtlich Inhalten, Datenschutz etc. gelten.

Alternativ kann man eigene Streaming-Server betreiben oder bei Dienstleistern mieten. Als Ausgleich für die anfallenden Kosten ist man in der Gestaltung des Videoangebote wesentlich flexibler.

Was Sie ausprobieren können:

  • Greifen Sie zu Ihrem Smartphone oder Tablet. Wählen Sie einen guten Hintergrund, passendes Licht und für sich selbst eine angenehme Atmosphäre. Und stellen Sie in maximal zwei Minuten Ihr Unternehmen vor.
  • Machen Sie das solange, bis Sie selbst und Menschen, deren konstruktive Kritk Sie schätzen, zufrieden sind.
  • Machen Sie das direkt und unmittelbar - ohne sich mit Schnitt o. ä. aufzuhalten.
    • Unsere Erfahrung: Oft benötigt es viele Anläufe, durchaus eine Stunde, bis ein gutes Kurzvideo vorliegt. Ein Nebeneffekt: Sie bekommen ein Gefühl dafür, was es mit Videos auf sich hat.
      Beispiel: Digitale Macher stellen sich vor
  • Versuchen Sie, das beste Video zu schneiden. Sowohl für iOS- als auch Windows-Rechner gibt es einfach zu bedienende Video-Schnittprogramme.
  • Das entstandene Video können Sie einem ausgewählten Nutzerkreis zur Verfügung stellen, indem Sie z. B. auf youtube das Video auf "privat" stellen. So können Sie einerseits den "Herstellungsprozess" eines Videos kennenlernen und andererseits weitere Rückmeldungen sammeln.
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Video live und direkt: Videokonferenzen, Videochats, Webinare...

Sie möchten sich mit einer Gruppe oder auch nur einem Kunden per Video austauschen? Evtl. auch einen Kurs geben und dabei auch ein Auge auf die Aktivitäten Ihrer Kunden haben? Dann sind Videokonferenzen, Videochats, Webinare etc. genau das richtige.

Technische Voraussetzungen für Videochats usw.

  • Kamera,
  • Mikrofon,
  • Internetverbindung und
  • eine passende Online-Software.

Kriterien für die passende Online-Software für Livevideos:

Auch für die Auswahl einer Videosoftware gelten die grundlegenden Kriterien wie bei jeder Softwareauswahl. Da es kaum ein perfektes Produkt gibt, ist die Gewichtung der Kriterien entscheidend - was eine individuelle unternehmerische Entscheidung ist:

  • Technik und Funktion:
    • Ist die Software einfach zu bedfienen?
    • Wie gut ist die Onlinesoftware verfügbar und wie schnell reagiert sie?
    • Weist sie alle für meinen Zweck unbedingt nötigen Features auf?
  • Rechtliche Sicherheit: Wie stet es um den Datenschutz der Onlineplattform?
  • Zukunftssicherheit: In wie weit kann ich die Lösung an meine Anforderungen anpassen? Ist die Lösung skalierbsar, sprich kann sie bei steigenden Anforderungen mitwachsen?
  • Anbieter: Welche Kompetenz bzw. Referenzkunden hat der Softwareanbieter
  • Supportqualität: Wie schnell wird der Anbieter auf meine Probleme reagieren?
  • Kosten: wie erscheint das Preis-Leistungs-Verhältnis? Welche Start- und welche ständigen Kosten fallen an? Kann man die Kosten je nach Bedarf (z. B. Teilnehmerzahl) hoch -und runterskalieren?

Einige Beispiele sind zoom, Skype, Microsoft Teams, GoToMeeting, edudip oder Google-Hangout. Aber auch via instagram, facebook... kann man streamen und kommunizieren.

Daneben gibt es einige Anbieter, die für Konferenzen, Hauptversammlungen etc. besondere Software bereitstellen können.

Was Sie ausprobieren können:

  • Überlegen Sie sich, welches Livevideoformat für Ihre Zielgruppe interessant sein könnte.
  • Finden Sie heraus, welche der gängigen Online-Plattformen für Ihre Zwecke am besten geeignet ist. Im besten Fall probieren Sie die Plattformen selbst aus, um nicht nur nach Aktenlage die Eignung einzuschätzen. Im besten Fall ist ihre Zielgruppe bereits auf der entsprechenden Plattform.
  • Testen Sie: Laden Sie gezielt Teilnehmer ein, schützen ggf. vorerst den Zugang mit einem Passort. holen sie sich Feedback per Ton, Video und Chat ein.
  • Ggf. zeichnen Sie das Liveformat auf und veröffentlichen es im Nachgang.

Sie wollen sich einen Überblick über Webinar-Software verschaffen? Sowohl bei Trustedals auch bei Capterragibt es Tests.

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Unmittelbar Geld verdienen mit Streaming und Videos

Einerseits können Sie mit Videos Aufmerksamkeit erreichen und Kunden auf die eigene Website oder in einen Shop lotsen. Andererseits lässt sich mit Videos und Livestreams auch unmittelbar Geld verdienen.

Werbung

Die Haupteinnahmequelle von Plattformen wie youtube ist der Verkauf von Werbeanzeigen, die man als Werbetreibender zielgerichtet z. B. im Umfeld passender Videos platzieren kann. Wenn man die Video-Plattform bei diesem Geschäftsmodell unterstützt, lässt sich Geld verdienen. Beispielsweise offeriert das "Youtube-Partnerprogramm" die Möglichkeit, mit "werbefreundlichen Inhalten" Geld zu verdienen.

Content gegen Bezahlung: OnDemand

Wenn Sie hochwertige Inhalte haben, können Sie diese an Kunden direkt verkaufen. Das gilt für eBooks, Software, Musik und auch Videos.

Kostenpflichtige Webinare, Schulungen

Viele Weiterbildungsangebote werden aktuell auf Onlineformate umgestellt. Wenn Sie Ihr KnowHow mit intensiven und umfangreichen Weiterbildungen per Video oder Webinar-Livestream weitergeben, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dafür Geld zu verlangen. Achten Sie z. b. bei der Auswahl einer Webinarplattform darauf, ob Sie einzelne Webinare als Bezahlprodukt abrechnen können oder Zeit-gegen-Geld-Produkte anbieten können.
Beispiel: Online-Weiterbildungen der IHK Akademie

Influencer

Wenn Sie auf Videokanälen viele Fans haben und Ihre Videos sehr häufig angesehen werden, können Sie dies monetarisieren. Sei es mit der oben vorgestellten Plattform-Werbung - oder aber Sie stellen als "Influencer" ganz gezielt Produkte gegen Bezahlung in Videos vor. Um sich von Schleichwerbung u. ä. abzugrenzen sind hier unbedingt diverse rechtliche Regeln zu beachten, Details finden sie hier.

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Conferencing und Co: Zusammenarbeit im Homeoffice

Zusammenarbeit mit den Kollegen: Messenger-, Team-Chat-, Video- & Kommunikations-Tools

Abstimmung mit den Kollegen ist ein großes Thema im Homeoffice. E-Mails eignen sich dafür nur begrenzt und sorgen eher noch für mehr Chaos. Nutzen Sie für einen unkomplizierten Austausch Chat- und andere Kommunikationstools:

  • Microsoft stellt mit der Kommunikationssoftware Microsoft Teams Office-Anwendungen kostenlos zur Nutzung bereit. Um Teams ohne Office-Abo nutzen zu können, steht aktuell eine abgespeckte Browser-Version mit dem Namen "E1" zur Verfügung. Das Abo, das normalerweise sieben Euro pro Monat und pro Nutzer kostet, ist aktuell für sechs Monate kostenfrei nutzbar. Schulen, Universitäten und Behörden können auch das kostenlose Paket "A1" nutzen, das neben klassischen Anwendungen wie Word und Excel auch Teams enthält. Wie Sie eine E1-Lizenz beantragen können, das erfahren Sie hier.
  • Als Alternative zu Microsoft bietet Zoho ein ähnliches Angebot an, welches bis zum 1. Juli 2020 kostenlos nutzbar ist. Auch hier sollen die Bemühungen zur Einhaltung der weltweiten Gesundheitsempfehlungen unterstützt werden. Enthalten sind hier Tools für Videokonferenzen, Chats sowie zur Textverarbeitung und Tabellenkalkulation.
  • Slackist ein webbasierter Instant-Messaging-Dienst des US-amerikanischen Unternehmens Slack Technologies zur Kommunikation innerhalb von Arbeitsgruppen. Die Basis-Version ist kostenfrei nutzbar und bietet Zugriff auf die letzten 10.000 Nachrichten des eigenen Teams und u. a. die Möglichkeit des Führens von Einzelgesprächen in Form von Audio- und Video-Anrufen mit Team-Mitgliedern.
  • Mattermostist ein freier webbasierter Instant-Messaging-Dienst, der sowohl Einzel- als auch Gruppenchats erlaubt. Mattermost ist eine Open-Source-Software und funktioniert ähnlich wie die marktführenden proprietären Softwares Microsoft Teams und Slack. Eine 30-tägige kostenfreie Version der Enterprise-Edition wird zum Ausprobieren angeboten.
  • Auch die Deutsche Telekom bietet Unternehmen zahlreiche Unterstützungen an. So erhalten Geschäftskunden unter anderen 10 GB zusätzliches Datenvolumen, aber auch kostenlos drei Monate Zugang zu Office 365 sowie zu Cisco Webex Conferecing Services, mit dem Unternehmen Webinare mit mehr als 200 Teilnehmer organisieren können.
  • Für Videokonferenzen für bis zu 100 Teilnehmern, begrenzt auf eine Dauer von 40 Minuten pro Gruppenbesprechung, eignet sie das kostenlose Basis-Paket von Zoom.
  • Google stellt Geschäftskunden aktuell ebenfalls ein Angebot zur Verfügung: Diese erhalten bis zum 30. September kostenfreien Zugriff auf die erweiterten Google-Meet-Funktionen für Videokonferenzen bei der G-Suite.
  • Einen klassischen Instant-Messaging-Dienst mit der Möglichkeit der Bildtelefonie und zur Durchführung von IP-Telefonie, ScreenSharing und Datenübertragung stellt Skype dar. Die Nutzung von Skype ist kostenfrei möglich. Sollten Festnetzanrufe durchgeführt werden, können jedoch Kosten anfallen.
  • Eine weitere Lösung für Online-Videokonferenzen stellt die Software GoToMeeting dar. Der Web-gehostete Dienst ermöglicht Online-Besprechungen, Desktopfreigaben und Videokonferenzen, mit dem der Anwender sich mit anderen Nutzern, Kunden oder Kollegen in Echtzeit virtuell austauschen kann. Diese Lösung bietet Videomeetings für bis zu 250 Teilnehmer an und kann in einer 14-Tage langen Testphase ausprobiert werden.
  • Whatsapp: Gruppen-Videoanruf - Die beliebte Mobile-App eignet sich insbesondere für kurzfristige und kostenfreie Austausche in kleinen Gruppen. Via einem Konferenzanruf können hier Gruppen von bis zu acht Personen an einem Videoanruf teilnehmen.
  • Eine weitere kostenlose Alternative für Sprach- und Videotelefonie stellt Google Duo dar. Als App für die Betriebssysteme Android und iOS können durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützte Gespräche durchgeführt werden.
  • Über Apple-Endgeräte kann auch die kostenlose Standardsoftware FaceTimegenutzt werden um sowohl Einzel- als auf Gruppenvideotelefonie zu nutzen.
  • Jitsi ist eine Sammlung von freier Software für IP-Telefonie, Videokonferenzen und Instant Messaging. Mit Jitsi Meet können kostenfreie und verschlüsselte Videoanrufe und Konferenzcalls ohne vorherige Software-Installation durchgeführt werden.
  • Videokonferenzen können aktuell auch über die UCC (Unified Communication and Collaboration) durchgeführt werden. Das Tool Lifesize steht nach Registrierung sechs Monate lang kostenfrei zur Verfügung und Unternehmen erhalten hier die Möglichkeite mit 25 Personen in Videokonferenzen mit Screen Sharing zusammen zu kommen.
  • Die kostenlose Version der Videokonferenz- und Meeting-Lösung Webex wird von Cisco in einer erweiterten Fassung angeboten, die Konferenzen von bis zu 100 Teilnehmer erlaubt, und das mit einer zeitlich unbegrenzten Nutzungsdauer.
  • Bis Jahresende bietet das Unternehmen Intermedia den Videoconferencing-Dienst AnyMeeting kostenlos an. An einer Sitzung können 30 Teilnehmer über das Internet teilnehmen. In dieser kostenlosen Version sind unter anderen Screensharing- und Chat-Funktionen enthalten.

Gemeinsam Dokumente bearbeiten & speichern: Kollaborationstools / Cloud

Viele Tätigkeiten basieren auf der Arbeit in Dokumenten. Um mit Kollegen gleichzeitig an diesen arbeiten zu können, ohne sie in verschiedenen Versionen hin- und herzuschicken, eignen sich unter anderen folgende Lösungen:

  • Google Drive ist ein Filehosting-Dienst des Unternehmens Google LLC. Er ermöglicht Benutzern das Speichern von Dokumenten in der Cloud, das Teilen von Dateien und das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten. Insgesamt stehen Nutzern hier 15 GB Datenspeicher kostenfrei zur Verfügung. Wird mehr Datenspeicher benötigt, fallen entsprechende monatliche Kosten an.
  • Microsoft OneDrive, ehemals Microsoft SkyDrive, ist ein Filehosting-Dienst von Microsoft, mit dem Nutzer Ihre Daten abspeichern, mit anderen Geräten synchronisieren und mit anderen Personen teilen können. Das Basis-Paket von OneDrive mit 5 GB Datenvolumen ist kostenfrei, wohin höhere Volumina entsprechend mit monatlichen Gebühren daherkommen.

Wichtig: Achten Sie dabei auf die Sicherheit ihrer Daten in der Cloud und verschlüsseln diese datenschutzkonform – am besten mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. Ein möglicher Anbieter ist Boxcryptor.

Datentransfer

Dateien zu Kunden übermitteln, die zu groß sind für eine E-Mail? Nutzen Sie Tools wie beispielsweise die folgenden Dienste, um Ihren Kunden einen Link zu einer Datei zur Verfügung zu stellen. Die Übertragung erfolgt verschlüsselt.

  • WeTransfer ist ein 2009 eingeführter Filehosting-Dienst. Der primäre Zweck hinter WeTransfer ist nicht das dauerhafte Speichern oder Teilen von Dateien mit anderen, sondern nur der Versand großer Dateien an einzelne oder mehrere Empfänger. Eine kostenlose Nutzung ist für Dateigrößen von bis zu 2 GB möglich. Werden größere Datenmengen benötigt, fallen monatliche bzw. jährliche Kosten an.
  • Dropbox ist ein Cloud-Storage-Anbieter, welcher es ermöglicht, Dateien online zu speichern, zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren oder Dateien mit anderen zu teilen. Bis zu 2 GB stehen in einer Basic Version des Dienstes kostenfrei zur Verfügung. Werden größere Datenmengen benötigt, fallen monatliche bzw. jährliche Kosten an.
  • Eine regionale Lösung stellt FTAPI von der Münchner FTAPI Software GmbH dar. Mit einer sicheren Ende-zu-Ende Verschlüsselung bietet das Unternehmen einen einfachen Datenaustausch an, um Kunden es zu ermöglichen geschäftliche Daten an Mitarbeiter, Partner und Kunden weltweit zu versenden. Eine kostenfreie 7-Tage lange Testversion steht zur Verfügung.
  • Eine weitere deutsche Cloudlösung stellt idgard dar. Je nach Paket sind je mindestens 5 Voll-Lizenzen, 25 Gast-Lizenzen und 100 GB Speicher enthalten. Bis zum 31. Mai 2020 kann die Professional-Version der Dienstleistung kostenlos getestet werden.

Organisieren Sie Ihre Projekte: Projektmanagementtools

Termine und Aufgaben bei komplexen Projekten im Team im Blick zu halten, ist nicht einfach. Beispiele für solche Tools, die bei der Organisation helfen können, sind folgende:

  • Mit dem Tool Trello, welches zum Londoner Software-Entwickler Atlassian gehört, können im Browser simpel und einfach Projekte gemanaged werden. Trello ist in der Basisversion kostenfrei. Im Vergleich zur Business-Version ist hier lediglich die Anzahl der gleichzeitig laufenden Projekte begrenzt.
  • Gantt-Charts können mit dem kostenfreien Tool Agantty erstellt werden, womit Projekte, Aufgaben und Meilensteine im Überblick behalten werden können. Dieses Tool eignet sich insbesondere für kleine bis mittelgroße Teams. Die Server von Agantty stehen zudem in Deutschland und es werden DSGVO-Richtlinien eingehalten.
  • Für einfache Aufgaben und Projektmanagement eignet sich auch das Tool Asana des gleichnamigen Unternehmens aus San Francisco, welches in der Basis Version, begrenzt auf 15 Mitglieder, kostenfrei angeboten wird.
  • Cloud-Service für Datenspeicherung und Datenaustausch TeamDrive aus Hamburg kommt mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und DSGVO-konform daher und kann als kostenlose Version genutzt werde.
  • Die PM-Software Wrike besticht durch einen sehr großen Funktionsumfang und bietet zudem diverse Integrationen an (z. B. zu Google Drive, Box und iCal5). Besonders hervorzuheben ist das Marketing-Modul mit ausgefeilten Workflows inkl. Briefing-, Prüfungs- und Freigabe-Funktionalitäten. Der europäische Server-Standort des kalifornischen Anbieters befindet sich in Amsterdam. Passend zur aktuellen Remote-Working-Situation bietet das Unternehmen eine Professional Version für bis zu 15 Nutzer kostenfrei für 6 Monate an.
  • Ein Cloud-basiertes Projekt-und Taskmanagement-Tool ist factro, das seinen Server-Standort in Deutschland (Frankfurt/Main) hat. Damit werden Datensicherheit und DSGVO-einschließlich BDSG (neu)-Konformität eingehalten. Die Datensicherheit wird durch ein zertifiziertes Rechenzentrum im Inland sowie durch hohe Verschlüsselungsstandards beim Datentransfer gewährleistet. factro bietet eine kostenfreie Nutzung („Basic Cloud“) für bis zu 10 Nutzer an.

Virtuelle Realität

Aufgrund aktueller Beschränkungen fehlt vielen Unternehmen die Möglichkeit Produkte auf eigenen Verkaufsflächen oder auf Messen und Events zu präsentieren. Das Münchner Start-Up VRdirect zählt zu den Unternehmen, die hier kleinen und mittleren Unternehmen kostenfreie Unterstützungen anbieten. Die Software des Start-Ups kann bis zu sechs Monate kostenfrei genutzt werden um eigene Virtual-Reality-Inhalte zu erstellen, um so eigene Produkte oder Dienstleistungen visuell ansprechend zu präsentieren sowie Möglichkeiten zum direkten Kauf zu integrieren. Anmeldung und weitere Information zur #stayathome-Lizenz finden Sie hier.

Augmented Reality

Mit einer Remote-Support-Lösung möchte das Unternehmen PTC zu Zeiten der Covid19-Pandemie helfen und betroffene Industrieunternehmen unterstützen. Fallen bspw. kritische Systeme aus, während Fachpersonal aufgrund der Corona-Situation zu Hause festsitzt, so kann über die erweiterte Realität eine Lösung herbeigeführt werden. PTC bietet hier bis zum 30. Juni die Remote-Support-Lösung Vuforia Chalk kostenlos an. Mit dieser Software können Experten via Video dazugeschaltet werden, die dann in der Lage sind Objekte im Sichtfeld der Kamera zu markieren und Anweisungen für Reperaturen oder andere Aktivitäten zu geben.

Stockphotos

Die Münchner Bild-Agentur PantherMedia bietet Unternehmen zur aktuellen Corona-Situation eine Marketing-Soforthilfe an, um hier Unterstützung zu bieten. Insgesamt 100.000 Bild-Downloads stellt der Dienstleister kostenfrei Unternehmen zur Verfügung, die für Marketingzwecke frei verwendet werden können. Weitere Informationen zu den Nutzungsbedingungen erhalten Sie unter diesem Link.

Datentransfer und Dokumentenaustausch

  • Mit Schicks' Digital kann man einfach, sicher und DSGVO-konform Dateien senden, die vertraulich oder z. B. zu groß für E-Mails sind. Alle gesendeten Dateien sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Die Daten bleiben geschützt und alle Server stehen in Deutschland. Auch die Nutzung eines privaten digitalen Briefkastens, der nur von ausgewählten Personen mitgenutzt werden kann, steht hier zur Verfügung.
  • Eine sichere Alternative mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kommt aus der Schweiz: TresoritSend.
  • Auch die Hetzner Online GmbH stellt ein kostenloses Angebot mit der Plattform Sharpea zur Verfügung, sowie eine kostenfreie Basisversion der Lösung TeamBeam.
  • Seitens der MXP GmbH wird ebenfalls eine Alternative zu bekannten Lösungen wie WeShare und DropBox angeboten. Mit MXP Files Cloudkönnen Unternehmen von überall vollen und sicheren Zugriff auf ihre Daten haben.
  • Eine weitere Alternative stellt Firefox Send dar. Dieser Dienst des bekannten Browsers Firefox bietet auch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Jedoch gilt es hier zu beachten, dass der Freigabe-Link nur begrenzte Zeit gültig ist und dass die Daten in den USA auf Servern der Google-Cloud gespeichert werden.

Terminplanung / Terminabfragen

Um Termine mit Arbeitskollegen, Geschäftspartnern und unter anderen Kunden zu vereinbaren, stehen unterschiedliche kostenfreie Tools im Internet zur Verfügung. Zu diesen zählen unter anderen:

  • Der Terminplaner des DFN-Vereins (Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e. V.): Terminplaner 4
  • Terminplaner der Organisation "Digitalcourage": Digital Courage Poll oder Nuudel
  • Terminplaner der TU Dresden: Dudle

Kommunikationssoftware

PDF-Dateien kostenlos erstellen und bearbeiten

Im Rahmen der Covid-19-Krise stellt das Unternehmen Foxit Software seine Online-Software zur Bearbeitung von PDFs Unternehmen kostenfrei bis zum 30. September zur Verfügung. Der Cloud-basierte Editor "PhantomPDF Online" kann genutzt werden um PDF-Dateien zu erstellen, zu bearbeiten, diese ins Office-Format zu konvertieren und bspw. um mehrere PDF-Dateien zusammenzufügen oder diese zu schwärzen, zu signieren und zu schützen.

Digitalisierungsplattformen

Unterstützung im Home Office bietet auch bspw. die agorum Software GmbH mit einer auf zwei Monate begrenzten kostenlosen Nutzung der hauseigenen Digitalisierungsplattform agorum core. Mit dieser können Nutzer Dienste wie DMS, CRm, Filesharing und Projektmanagement nutzen. Dieses Angebot kann zwischen dem 1. April und 30. Juni 2020 wahrgenommen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Homeoffice – aber sicher!

Zuguterletzt – auch wenn es in der derzeitigen Situation schnell gehen muss, Ihre Mitarbeiter ins Homeoffice zu bringen: Lassen Sie die Sicherheit nicht außer Acht!

  • Nutzen Sie aktuelle Softwareversionen und Anti-Virensoftware und installieren Sie regelmäßig Updates.
  • Verwenden Sie einen VPN-Zugang, falls keine Clouddienste im Einsatz sind.
  • Greifen Sie auf eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zurück, wo möglich.
  • Verschlüsseln Sie Festplatten und Notebooks.
  • Achtung vor E-Mails mit Corona-Bezug – Betrüger nutzen derzeit vermehrt die Krise für Phishing-Attacken.

Sie können das alles auf die Schnelle nicht allein umsetzen? Dann denken Sie über das Förderprogramm "go-digital" nach. Dieses wurde aufgrund der aktuellen Corona-Krise so angepasst, dass Homeoffice-Arbeitsplätze förderfähig sind – und das schnell. Kontaktieren Sie jetzt einen der zertifizierten Dienstleister!

Bitte beachten Sie, dass die Auflistung der Tools keine Empfehlung darstellt, sondern nur eine Zusammenstellung möglicher Maßnahmen.

Bitte beachten Sie den Datenschutz bei Tools im Homeoffice.

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