18.07.2018

IHK-Vollversammlung bestellt Manfred Gößl als Driessen-Nachfolger

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© IHK

Die IHK-Vollversammlung hat bei ihrer heutigen turnusmäßigen Sommer­sitzung den bisherigen stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, Manfred Gößl, als Nachfolger von Peter Driessen im Amt des Haupt­geschäftsführers bestellt.

Neuer IHK-Hauptgeschäftsführer tritt Amt zum 1. Januar 2019 an

Peter Driessen (65) geht zum Jahresende nach 33 Jahren Tätigkeit bei der IHK, davon zehn als Hauptgeschäftsführer, in den Ruhestand. Der 51-jährige Manfred Gößl übernimmt den Stab zum 1. Januar 2019 für zunächst fünf Jahre und ist damit satzungsgemäß auch Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handels­kammertags (BIHK). Die Dachorganisation der neun bayerischen IHKs vertritt rund 990.000 Unternehmen und Gewerbetreibende im Freistaat.

IHK-Präsident Eberhard Sasse sprach seine Glückwünsche aus. „Manfred Gößl ist ein bestens vernetzter Kämpfer für die Sache der Wirtschaft. Als gebürtiger Oberbayer steht er für die regionale Verwurzelung der IHK, als ehemaliger IHK-Außenwirtschaftsleiter ist er aber genauso gut mit den internationalen Perspektiven unserer Unternehmen vertraut“, so Sasse. Gößl stammt gebürtig aus Kösching, ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Die Familie lebt in Icking. Nach Schulabschluss in Ingolstadt studierte Gößl an der Fachhochschule Regensburg Betriebswirtschaftslehre sowie Wirtschaftswissen­schaften an der Universität Bremen und promovierte dort später über den internationalen Standortwettbewerb. Seit Juli 2000 ist er bei der IHK für München und Oberbayern tätig, zu Beginn im Bereich Außenwirtschaft. Im September 2008 wurde er zum stellver­tretenden Hauptgeschäftsführer berufen und übernahm zwei Jahre später den Bereich „Zentrale Aufgaben und Grundsatzfragen“.

Als Gastredner bei der IHK-Vollversammlung ging Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf das wirtschaftspolitische Programm der Staatsregierung ein. Grundsätze seiner Politik seien, dass Leistung honoriert werden müsse, dass Anreize besser als Verbote funktionierten sowie ein Bekenntnis zum Eigentum. Söder kündigte eine Reform der Unternehmensbesteuerung an, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Bayerns zu steigern. Der Ministerpräsident lobte die IHK-Organisation als größte Wirtschafts­vertretung in Bayern, die Know-how und Sachverstand für die regionale Wirtschaft bereit halte und als Garant der dualen Ausbildung eine wichtige Rolle für die Fachkräfte­sicherung spiele.

Die IHK-Vollversammlung befasste sich außerdem mit Resolutionen für eine bessere Steuergesetzgebung, für mehr Frauen und Gründerinnen in der Wirtschaft, für die Gründung einer Agentur für Sprunginnovationen, für bessere Breitband- und Mobilfunkversorgung sowie für eine zukunftsweisende Entwicklung und Nutzung der Blockchain-Technologie im Freistaat.

Die IHK für München und Oberbayern ist die gesetzliche Vertretung von rund 380.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Die Aufgabe der IHK ist es, das Gesamtinteresse der Gewerbetreibenden wahrzunehmen, für die Förderung der gewerblichen Wirtschaft zu wirken und dabei die Interessen einzelner Gewerbezweige oder Betriebe abwägend und ausgleichend zu berücksichtigen.