Muster

Checkliste Vertragshändlervertrag

Sie beabsichtigen, einen Vertragshändlervertrag abzuschließen? Auf unserer Checkliste finden Sie alle Bestandteile, die im Vertrag aufgeführt werden sollten.

Checkliste Vertragshändlervertrag

Checkliste Vertragshändlervertrag

Notwendige Bestandteile

  • Vertragsgegenstand
  • Vertragsprodukte
  • Vertragsgebiet; beschränkte Alleinvertriebsrecht
  • Änderung des Vertragsgebiets
  • Aufgabengebiet des Vertragshändlers
  • Online-Vertrieb
  • Wettbewerbsbeschränkungen
  • Mindestabsatzziel
  • Lagerhaltung; Kundendienst
  • Geistiges Eigentum
  • Sachmängel, Garantie, Produkthaftung
  • Aufgaben des Unternehmers
  • Preise, Zahlung, Lieferung
  • Vertragsdauer, Kündigung
  • Folgen der Vertragsbeendigung
  • Geheimhaltungspflicht
  • Rechtswahl und Gerichtsstand
  • Sonstiges

Empfehlenswert sind Anlagen zu:

  • Vertragsprodukte
  • Vertragsgebiet
  • Key Accounts
  • Vertriebs- und Kundendienstrichtlinien
  • Anforderungen im Online-Vertrieb
  • ausschließlich Dritten zugewiesene Gebiete und Kundengruppen
  • Werkstattrichtlinien
  • Allgemeine Verkaufsbedingungen
  • Vergütung von Aufwand für Sachmängel- und Garantiearbeiten
  • Rabattaufschlüsselung
  • Preisliste

Ergänzende Erläuterungen zu Mediation, Schiedsgutachten und Schiedsgericht:

Auch der Umgang mit einem möglichen Konflikt sollte im Vorfeld bedacht und im besten Fall vertraglich geregelt werden. Denn nicht immer ist der Gang zu den staatlichen Gerichten sinnvoll. Im Streitfall ist die Gegenseite jedoch häufig nicht mehr bereit, auf andere Vorschläge des Vertragspartners einzugehen.

Rechtliche Hinweise zur Benutzung:

Der Unternehmer schließt im Laufe seiner Geschäftstätigkeit eine Vielzahl von Verträgen ab. Um eine Orientierungshilfe zu bieten, stellt die IHK München und Oberbayern Musterverträge zur Verfügung.

Dieses Vertragsformular wurde mit größter Sorgfalt erstellt, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Es ist als Checkliste mit Formulierungshilfen zu verstehen und soll nur eine Anregung bieten, wie die typische Interessenlage zwischen den Parteien sachgerecht ausgeglichen werden kann. Dies entbindet den Verwender jedoch nicht von der sorgfältigen eigenverantwortlichen Prüfung.

Aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung wird auf die Nennung der Geschlechter verzichtet, wo eine geschlechtsneutrale Formulierung nicht möglich war. In diesen Fällen beziehen die verwendeten männlichen Begriffe die weiblichen Formen ebenso mit ein.

Der Mustervertrag ist nur ein Vorschlag für eine mögliche Regelung. Viele Festlegungen sind frei vereinbar. Der Verwender kann auch andere Formulierungen wählen. Vor einer Übernahme des unveränderten Inhaltes muss daher im eigenen Interesse genau überlegt werden, ob und in welchen Teilen gegebenenfalls eine Anpassung an die konkret zu regelnde Situation und die Rechtsentwicklung erforderlich ist.

Auf diesen Vorgang hat die Industrie- und Handelskammer natürlich keinen Einfluss und kann daher naturgemäß für die Auswirkungen auf die Rechtsposition der Parteien keine Haftung übernehmen. Auch die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Falls Sie einen maßgeschneiderten Vertrag benötigen, sollten Sie sich durch einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens beraten lassen.